Nun es gibt auch noch andere Richtungen der Hundeerziehung, außer das Amichin Bonding von Jan Fennell. Wenn man sich mal die DVD "Hundehalterschule" von HTS anschaut, da wird dieses auch angesprochen, das ein Hund der nicht weiß wohin mit seiner Freude nicht begrüßt wird, bis er sich etwas beruhigt hat.
Ich denke auch, das es nicht unbedingt mit Rang- oder Dominazgeschichten zu tun hat.
Natürlich ist es schön, wenn sich der Hund freut, aber freuen bedeute auch einiges mehr, besonders wenn die sich so dabei hochdrehen.
In besagter DVD war die Rede von einem Hund der aus anderen Hintergründen mal ein LangzeitEKG machen musste und jedesmal wenn jemand nach Hause kam einen Puls von über 200 hatte. Da musst selbst ich erst einmal schlucken und dachte nur naja gesund ist was anderes.
Nun muss man sich fragen, wenn man auf dieses Ritual der Begrüßung, mit allem was dazugehört, nicht verzichten möchte, ob es denn so gesund für den Hund ist.
Ich hatte schon vorher das Bedürfnis ehen einen ruhigen Hund zu begrüßen als einen, der mich vor Freude umreißt. Aber spätestens nach dieser Info hätte ich es dann vermutlich eingeführt.
Wir haben unsere Hunde auch in der Zeit komplett ignoriert - nicht anschauen, nicht ansprechen, nicht anfassen - wenn sie sich aufgeführt haben wie die Flöhe - mache ich auch heute noch situationsbedingt. Dann habe ich wirklich gewartet - so wie ich es später auch bei Jan Fennell gelesen habe - bis sich die Jungs beruhigt haben und dann erst habe ich sie begrüßt.
Allerdings habe ich es mir von meinem Großen abgeschaut. Der hat unseren kleinen Springinsfeld nach einer Trennung auch immer komplett ignoriert und ist vor dem weg gegangen, bis sich der Kurze beruhigt hatte und erst dann ist er zu dem hin oder hat ihn "zu sich kommen lassen" und dann entsprechend sich die Lefzen lecken lassen.
Ich persönlich finde es angenehmer, wenn ich nicht gleich belagert werde und ich hatte von Anfang an eine sehr gute Beziehung zu unseren Jungs und keinerlei Rang- oder Dominazprobleme.