Beiträge von Cerridwen

    Nun wenn man davon ausgeht, das Mama Hund ja auch nach der Ampel handelt - wenn auch anders als der Mensch - dann hat der Hund genau diese Dinge im Instinkt und kennt diese. Da braucht man nicht viel konditionieren. Welpen haben das meist noch drin und ältere Hunde braucht man meiner Meinung nach nur daran zu erinnern, das es so was gibt.

    Hunde untereinander konditionieren sich auch nicht, da ist es klar und ermahnen, verwarnen und anranzer.
    Wenn jemand konditioniert werden muss, dann wohl eher der Mensch, nämlich das diesem klar ist, nach grün folgt gelb und dann unweigerlich rot, wenn es sein muss.

    Nun man beobachte mal Hunde unter sich.
    Die Reaktion, die man in dem Video nach dem Anzischen oder nach dem "Deckentraining" gesehen hat, sieht man doch auch, wenn ein "ranghöherer" Hund einen anderen "auf seinen Platz" verweißt oder seine Ressource gegenüber einem anderen verteidigt. Es ist doch ein ganz natürliches Verhalten erst mal in die Deckung zu gehen und nachzudenken, wenn es "rot" gibt. Von daher - und ich denke, das sich daraus auch die schnellen Erfolge ergeben - ist es sehr Artnah und für einen Hund durchaus besser verständlich.

    Das mit den hinter einem laufen soll doch auch nur am Anfang sein, bis sich die Hunde vernünftig orientiert haben und sich etwas entspannt haben, wenn ein Ausflug losgeht, danach dürfen sie doch auch ihre Position entsprechend wählen, schnuffeln und sich bewegen, wenn sie dabei auf ihren Menschen achten und sich auf Wunsch auch wieder hinter hin einreihen. Es soll doch dazu dienen, das ein Spaziergang zum einen sicherer - besonders wenn man mehr als einen Hund führt - und entspanter für alle wird.

    Zitat


    Nein, HTS bedeutet nicht das der Hund immer hinter einen laufen muss. Nein, es bedeutet nicht das man den Hund einfach mal bedroht damit er eingeschüchtet ist. Es bedeutet nicht das er nicht auch gelobt wird. Es bedeutet nicht das der Hund "klein" gehalten wird. Zu dem Thema gibt es auch eine DVD von HTS. Da kann mehr sehr gut erkennen um was es wirklich geht und wie es wirklich aussieht.

    Ich kenne jetzt nur die DVD`s Hundehalterschule und Rudelharmonie - na gut auch die vom Longieren. Ehrlich gesagt war ich nach den Ausschnitten, die ich vorher im Netz gesehen habe auch sehr skeptisch, aber dann alles im Zusammenhang hat mich doch gehörig überrascht.
    Meine Kollegin arbeitet nach der Methode und ich muss sagen, das Ergebnis hat mich auch sehr überrascht. Was sie in einem Jahr nicht geschafft hat, hat sich an einem Wochenende sichtlich gebessert.

    Ich glaube, wenn die Hunde dort verstanden haben um was es geht - und das scheinen sie sehr schnell - dann können sie weit aus mehr Freiheiten genießen und das ganze Leben wird dann um einiges Entspannter.
    Denn was sich da bei den Hunden während der ersten Phase abspielt ist doch nichts anderes als sich "unterzuordnen" und Handlungen ihres Menschen zu respektieren und dann können sie alles tun und lassen, was in die Regeln passt. Die Hunde sind entspannter und fahren nicht mehr ganz so schnell hoch und wenn sie hochfahren, fahren sie auch genauso schnell wieder runter.
    Meiner Meinung nach ist das der größte Respekt, den ein Hund seinem Menschen entgegenbringen kann, nämlich das er seinem Menschen zutraut, die Richtung zu bestimmen und Situationen zu lösen, die die Hunde vorher gern mal alleine gelöst haben.

    Ich persönlich war von der Rudelharmonie und dem darauf enthaltenen Dackelrudel sehr begeistert und überrascht und ich freue mich auf die Hundehalterschule 2

    Die Ausbildung über die IHK (Daten auf der 1. Seite) ist doch anerkannt.

    Natürlich ist es sicher immer erst mal eine Ausbildung zu haben. Wenn kein Studium, dann vielleicht etwas im kaufmännischen Bereich. Das wird dich auch immer wieder verfolgen und es ist gut, wenn man da zu mindest ein Grundwissen hat.

    Ansonsten hängt es neben Glück auch immer davon ab, wie viele Hunde auf wie viele Trainer, Psychologen, Hundeschulen, Hundesportvereine und was auch immer kommen. Dann heißt es Preise vergleichen und sich von den anderen ansetzen. Die Preise müssen auch immer so gestaltet werden, das sie dein Leben decken können - sprich Miete, Strom, Versicherungen und was alles dazu gehört und was essen willst du ja auch noch.
    Das ist ein Grund, das viele noch ein oder mehrer Standbein/e haben, weil man muss immer daran denken, es kann auch mal ein magerer Monat dazwischen sein, aber die Kosten bleiben trotzdem bestehen.

    Es kommt immer auf den eigenen Antrieb, das eigenen können und darauf, wie man es dann vermitteln kann. Man muss sich mit Psychologie und Gesprächsttechniken und -führung etwas auskennen. Man muss immer bereit sein, sich weiter zu bilden und das nicht nur über Bücher und DVD´s, sondern auch über Seminare oder ähnlichem.

    Ich habe manchmal immer noch das Gefühl, das viele diesen "Job" als romantisch empfinden und sich erträumen, das es alles ganz einfach ist, weil es ja ganz viele Hunde gibt und wie man immer ließt, das ja x Hundehalter Probleme haben. Vergessen darf man bei der ganzen Geschichte auch nicht, das man mehr mit den Menschen, als mit den Hunden arbeitet.

    Ich habe sogar 2 abgeschlossene Berufsausbildungen, habe mir eine THP - Ausbildung finanziert und eine Tiertherapeuten/Tierpsychologen - Ausbildung hinterher. Aber danach hatte ich nur eine Basis, das Grundwisssen und das mussten dann mit der Zeit immer weiter aufgebaut und aufgestockt werden. Ich habe auch das Glück, das ich mir keine Gedanken machen muss, wovon ich lebe, wenn ich mal einen schlechten Monat habe. Aber ich kenne viele Kollegen, die schon so manches Mal nicht mehr wissen, wie sie den nächsten Monat decken sollen - Gerade Sommer- und Wintermonate können sehr mager werden.

    Hm der große Meyer/Zentek vielleicht. Da steht was drin über Bestandteile, über die einzelnen Fütterungstechniken und auch entsprechende Tabellen und alles halt aus wissenschaftlicher Sicht. Aber die einzelnen Futtermittel sind eher nur angekratzt - meine ich mich erinnern zu können.
    Der Dr. Krautwurst könnte auch noch gehen, der ist glaube ich etwas einfacher zu lesen, als der Meyer/Zentek. Aber Meyer/Zentek dient wohl als Vorlage.

    Katzen würden Mäuse kaufe finde ich so was von lächerlich und reißerisch, aber Inhalt zur Fütterung oder welche Bestandteile man braucht, wird man darin vergeblich suchen.

    Gibt es vielleicht einen Nachbarn, die besseren Kontakt zu den Leuten haben und vielleicht dort eine Handynummer von denen haben?

    Könnte es vielleicht auch sein, das er in einer Pension war und dort stiften gegangen ist.

    Ich würde entweder - wenn wirklich sicher gestellt, das die nicht da sind und auch keiner der Nachbarn was weiß oder die Menschen erreichen kann - den Hund von der Polizei übergeben lassen oder den sogar selber nehmen und einen Zettel an die Tür kleben, frei nach dem Motto habe euren Hunde gefunden.

    Zitat

    Hallo,

    ich hab ein Seminar bei Pia (Gröning) mitgemacht und fand es toll.
    Sie hat auch eine DVD rausgebracht zum Thema Longieren.
    Mir persönlich gefällt der Umgang mit Hunden von Pia besser als der von der HTS und Balser und Co.

    Dafür finde ich das man nach der DVD von HTS besser was lernen kann, als von der Pia. Beide DVD´s im Vergleich, da schneidet Pia leider schlechter ab.
    Als ich nur die DVD von Pia hatte, fand ich die auch super, bis ich die andere gesehen habe.

    Ich habe es mir von der DVD angeeignet und dann von einer Bekannten, die es in einem Kurs gemacht hat, korrigieren lassen.

    Unsere beiden (2 und 3 Jahre - fast) bekommen Leckerchen und zwar reichlich, wenn ich ein neues Verhalten oder eine neue Reaktion konditionieren. Wenn ich merke, das die Verknüpfung da ist, werden die Leckerchen weniger und die Belohnungen über Stimme, Berührung und Spiel mehr. Mit der Zeit gibt es nur noch ein Lecker oder eine andere Belohnung, wenn einer der Hunde besonders schnell oder besonders schön reagiert hat oder wenn mir gerade danach ist, eine Belohnung zu verteilen.