Beiträge von Cerridwen

    Jetzt mal zum Thema Einblick oder Wissen weiter geben.
    Ich nehme jetzt mal HTS und deren Ampelmethode. Diese kann man zum Beispiel nur schlecht beschreiben und selbst wenn man es beschrieben bekommt, ist es schwer das nachzuvollziehen oder gar zu übernehmen und gerade da ist die Gefahr, das man es nicht richtig umsetzt schon mehr als groß.
    HTS - zum Beispiel - sollte man sich wirklich zeigen lassen und sich wirklich richtig in diese Methode einführen lassen, damit man sicher stellen kann, das man es richtig umsetzt und vielleicht ein Verhalten nicht noch schlimmer macht, als es vielleicht schon ist.

    Ähnlich ist es bei vielen anderen Methoden auch.
    Von daher kann ich es schon verstehen, das es User gibt, die nach 19 Seiten vielleicht keine Lust mehr haben - oder Geduld, das immer noch weiter zu erklären.

    Zitat

    Hast du den Link zum Fred?

    ne habe ich nicht mehr, weil ist schon eine Weile her, war aber sogar in Berlin der Fall und der User war Susisusi mit ihrem Cody.


    Bei Büchern würde ich mich auch niemals nicht auf die Rezessionen verlassen. Jeder Mensch hat einen anderen Standard oder liest Bücher unter einem anderen Gesichtspunkt. So kann es sein, das Bücher, die andere hoch in den Himmel loben für mich der absolute Schrott sind oder umgekehrt.

    Thema anspringen: wenn ich einen Hund mich anspringen lasse, dann nein sage und ihn vielleicht belohne, wenn er die Pfoten auf den Boden hat, dann brauch ich auch eine Person, die sich Helfer zur Verfügung stellt. :hust:

    Wie es auch bereits gesagt wurde, das "Nein" ist ein Brückensignal, genauso wie ein Clicker ein Brückensignal ist. Beides muss ebenfalls erst einmal konditioniert werden.
    Wenn ich mir dann die Welpenbesitzer anschaue, die ihr "nein" als Mantra beten und dann immer das "fein" als Belohnung hinterher schieben und sich dann über Fragezeichen über den Kopf ihres Hundes wundern, bringen diese mich regelmäßig zum schmunzeln. Was jetzt noch nicht einmal böse gemeint ist. Wenn ich dann allerdings mitbekommen, das sie auch meinen, das wenn sie Nein sagen, alle Hunde darauf reagieren müssen, erstaunt mich das schon und ich erkläre dann, das es durch aus Hunde gibt, die dieses Signalwort eben nicht kennen und entsprechend eben nicht darauf reagieren werden.

    Doch um das ganze noch einmal über die Erziehung zum Respekt zu bringen. Was hat ein konditioniertes Brückensignal mit Respekt zu tun? Meiner Meinung nach nicht viel, weil ich damit ja ein Verhalten "verbiete" und mehr auch nicht, ein Brückensignal verbessert aber nicht die Beziehung und nicht den Sachverhalt, das mir die Hunde folgen, wenn es angebracht ist.
    Respekt und Beziehung sind ja nun auch nicht unweigerlich Erziehung, aber Respekt und Beziehung erleichtern eine Erziehung aber ungemein.

    Um mal auf den Bereich Leineimpulse zu kommen:
    Wo ist der Unterschied, wenn ich den aktiv durchführe um die Aufmerksamkeit zu erlangen oder wenn ich ihn passiv durchführe, in dem ich stehen bleibe oder wortlos die Richtung wechsel, damit der Hund aufmerksamer auf seinen Menschen wird?

    Ansonsten denke ich, das die Überprüfung der TA - Kammer zwar nett gedacht ist, aber es trennt leider nicht die Spreu vom Weizen. Denn es gab hier im Forum mal einen Fall, wo sich die betreffende Person extra eine Trainerin suchte, welche dort zertifiziert wurde und schon in der ersten Stunde flogen dem Hund die Schellen (oder war es einen Kette) um die Ohren, wohl im wahrsten Sinne des Wortes.

    Da stellt sich mir dir Frage, wurde das bei der Zertifizierung auch gezeigt und dann geduldet oder wurde es dort nicht gezeigt bzw. waren die Beispiele frei von solchen Methoden?

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    Nehmen wir mal an, du hast einen "Was kostet die Welt" Labi, der jeden zum Umwerfen findet. Wenn du den Hund jedes Mal zu dir rufst und im Fuß an Fremden vorbeilaufen läßt, dann lernt der Hund zwar zu dir zu kommen (wird er vermutlich irgendwann automatisch machen), aber er lernt nicht, daß man Menschen generell nicht anspringt.

    Bist du mit diesem ansonsten ja überschwänglichen, ungestümen Hund nun in einer Menschengruppe, bzw. spricht diesen Hund jemand an, woher soll er dann wissen, daß man diesen Menschen nicht anspringen darf ??

    In dem ich ihm daneben als alternative gezeigt habe, das man Menschen auch begrüßen kann, wenn man alle 4 Pfoten auf dem Boden lässt. Zum Beipsiel.


    Ich habe manchmal noch das Gefühl, wenn man eher über Alternativen geht, das man dann keine anderen Dinge mehr machen kann.
    Aber wenn ich zum Beispiel ein Fehlverhalten ignoriere und dann an der Stelle ein anderes verhalten abfrage und belohne, dann sage ich doch meinem Hund auch, nein falsch mach so richtig, auch wenn ich dazu kein Abbruchkommando konditioniere.

    Ich denke, das man das Ampelsystem mit viele anderen Dingen sehr gut kombinieren kann und das Respekt eine sehr schöne Grundlage ist, egal in welche Richtung ich dann weiter gehe oder auf welche Weise ich die Ampel aufbaue. In diese Richtung gibt es doch auch mehrere mal mehr und mal weniger deutliche Möglichkeiten.

    Jeder Hund ist anders und jeder Mensch ist anders. Wenn ich mich noch an die Geschichte eine Woche ignorieren denke. Da kochte es doch auch hoch, auch wenn man dann sagte, ja ignorieren aber dazu doch bitte auch direkt andere Dinge und vielleicht auch mal gutes Verhalten ruhig belohnen. Auch da kochten die Emotionen hoch und trotzdem meinten am Ende viele genau das selbe nur über einen anderen Weg.

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    Distanzkontrolle? Du tipperst ins Bad... Hund mag hinterher kommen... Du gibst vor Überschreiten der Schwelle ein Sitz/Platz/irgendwas... Click und Lecker werfen?

    Damit fängt man an.

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    Wenn man es wirklich nur positiv aufbauen wöllte, müsste man jedes nicht überschreiten belohnen. Also ein Formen in der Hinsicht, dass jede Tendenz zum Anhalten oder Zurücktreten an der Schwelle belohnt wird.

    Und das ist dann die Steigerung

    Ich clickere ja auch. aber mit dem Clicker kann ich doch nur ein Verhalten belegen oder besser gesagt, eine Belohnung für ein Verhalten ankündigen. Aber dieses muss ich doch dann auch mit der Zeit - nach dem Vokabel lernen - wieder abbauen. Sonst würde ja der Hund nach jeder Handlung nach einem Leckerchen fragen.
    So gibt es Dinge, wie zum Beispiel in der Stadt an einer Kreuzung hinter mir zu gehen, damit ich die Kreuzung einschauen kann, wenn ich die Clickere dann kann es je nach Hund nach einem mal schon mal eine Idee kommen, aber er wird bestimmt noch etliche Versuche benötigen, bis ich dort dieses Verhalten sicher erwarten kann und ob es dann auch gezeigt wird, ohne das ich es einfordere ist ja auch noch eine Frage die sich stellen wird. Hunde sind nun mal Individuen.
    Wenn ich aber in der selben Situation meinen Hund "hinter mich stelle" und ihn daran hindere, an mir vorbei zu gehen - ohne das Ampelsystem - wird es auch noch einige Zeit vergehen, bis er es verstanden hat, aber wird sich dann ohne ein Signal hinter mich einordnen.
    Nehme ich das ganze mit der Ampel, dann kann es schon sein, das der Hund bei dem 3. Versuch ganz genau weiß, das ich erwarte, das er hinter mich geht, bis ich ihn erlaube wieder vor zu gehen.
    Es ist immer noch vom Hund abhängig, wie lange es dauern wird und auch vom Menschen, wie er es seinem Hund vermittelt.

    Aber eines ist bei allen Methoden wichtig, das ich meinem Hund sagen kann, ich habe alles im Griff und dazu gehört neben das Einwirken auf den Hund egal in welcher Art und Weise, die eigene Körpersprache und das eigenen Auftreten.
    Die einen haben da generell ein entsprechendes Auftreten und bräuchten keine Methoden, sondern nur ihr Bauchgefühl und mehr nicht.