Beiträge von Cerridwen

    Den Leuten erklären das so etwas nicht geht, hat auch keinen Erfolg.

    Ich wurde mal von einem angeblufft, der im vorbeigehen meinem Hund ein Bröttchen in den Rachen stopfte. Nun ich habe es meinen Hund ausspucken lassen und dem Herrn wieder in die Tasche gestopft mit den Worten, der Hund bekommen genug zu fressen, da brauche er keine ungesunden Brötchen. Gut der war erst mal stumm, aber nach dem der seine Stimme wieder gefunden hatte, kam einiges an Beleidigungen die Straße hinter her.
    Beim nächsten Hund wird er es wieder machen, mit Garantie sogar. Weil es geht rechts rein und links wieder raus.

    Es sind Menschen und denen ist es auch egal.
    In einem anderen Fall hatte ich einen Hund dabei, der allergisch auf alles reagierte, was mit Getreide zu tun hatte. Da bekam ich als Antwort: "Tiere können keine Allergien haben, das ist völliger Quatsch"

    Um sein Tier zu schützen, sollte man es einfach nicht irgendwo anbinden. Wer es tut, sollte sich dann auch nicht beschweren, wenn jemand etwas mit seinem Hund tut, was man nicht gut heißt. So leid es mir tut, wenn ich mein Tier irgendwo anbinde und weggehe, dann setze ich es bewusst einer solchen Gefahr aus.

    Tja und aus solchen Gründen - oder auch aus denen, das es Menschen gibt, die einfach die Leine nehmen und gehen - lasse ich meine Hunde entweder mit einer Person draußen oder zu Hause, aber niemals unbeaufsichtigt irgendwo angebunden.

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    wenn ich das futtergedönze als einziges mittel sehen würde (und das habe ich auch nie behauptet),
    würde ich dir zustimmen ,das es eine lächerliche art und weise ist sich
    in einer hundegruppe zu präsentieren.

    Nun du scheinst dich aber sonst im Leben nicht entsprechend zu präsentieren...

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    ...und mit "granate" meinte ich einen -mit problemen bestückten hund -in eine gut funktionierende gruppe einzubauen.

    Auch dann brauche ich nur ein Räuspern, weil ich einen solchen Hund generell mit mehr Abstand zu den anderen füttern würde.
    Denn auch dieser Hund würde seine Probleme nicht nur über das Futter definieren.

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    das sich deine beiden hunde bis auf den tod ...kannst du das beweisen? :D

    könnte ich, wenn ich einen der Hunde los werden wollte.


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    aber das bis zum bitteren ende hab ich auch schon bei so lapalien
    wie bällchen,körbchen,stöckchen....usw gesehen.

    Wer Ressourcen als Lappalien bezeichnet, der zeigt das er sich nicht wirklich damit auseinander setzt, was seinem Hund wichtig ist oder nicht. Hunde denken nicht in Lappalien, wenn sie etwas verteidigen, ist es ihnen wichtig und was ihnen wichtig ist, werden sie nicht mit einem anderen Hund teilen.

    Also bei meinen kann man nicht an der Art der Ressourcenverteidigung sehen, wer welchen Rang hat. Beide würden ihr Futter bis zum Tod verteidigen, wenn sie müssten. Da sie es aber nicht müssen, können sie auch in einem Abstand von noch nicht einmal 50 cm gefüttert werden.

    Auch hat das Füttern oder das Knurren am Napf nichts mit meinem Individualbereich zu tun. Denn ich futtere nicht vom Boden wie meine Hunde und ich akzeptiere, das sie in ruhe fressen können - genauso wie ich es wünsche beim essen nicht gestört zu werden.
    Meinen Individualbereich mache ich dann deutlich, wenn ich auf der Couch sitze und keinen meiner Hunde um mich haben möchte oder ähnliches, aber nicht, in dem ich ihm den Napf wegnehme, weil er grummelt.

    Wenn ein Hund es nötig hat, beim fressen sein Futter vor seinem Menschen zu verteidigen, dann stimmt meist etwas in der Beziehung der beiden nicht und es mangelt an vertrauen, was ja auch verständlich ist, wenn das Futter entfernt wird, weil der Mensch meint, er hat alles Recht der Welt, sich so respektlos aufzuführen.
    Und wenn sich ein Mensch so aufführen muss, damit er seine "Position im Rudel" halten kann, dann kann man wirklich von Kontrollverlust sprechen.

    In einem Rudel - egal ob immer so zusammen oder durch Gasthunde - wo eine Position klar vergeben ist und diese Position entsprechende anerkannt wird - und bei entsprechendem Auftreten ist das meist in 20 Minuten der Fall - dann braucht man auch keine Granate, dann reicht ein räuspern.

    Bei einer Ressourcenverteidigung ist es im übrigen auch völlig egal, ob ich einen Knochen oder einen Napf auf den Plätzen verteile. Wenn ein anderer Hund zu dem Platz geht, wird er vermutlich angeknurrt oder gar vertrieben werden. Je nach Wichtigkeit der Ressourcen.

    Wenn ich verstehe, wie ein Hund tickt, dann kann ich sehr viel damit anfangen, ohne mich mit lächerlichen Mitteln behaupten zu müssen.


    Wie ich schon sagte, wenn man in dem Fall nicht gehen ein Leckerchen tauschen kann, dann würde ich es mit einem gleichwertigen Knochen probieren.
    Dazu würde ich einen Trainer draufschauen lassen, der dann erklären kann, wie man die Beziehung verbessern und das entsprechende Vertrauen aufbauen kann.

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    dragonwog
    Es ist ein himmelweiter Unterschied ob man etwas auf DVD (oder Youtube) sieht oder ob man einen kompletten Zusammenhang vor Ort mitbekommt. Ich war zufällig das WE bei HTS als die Filmaufnahmen für die "Hundehalterschulung" gemacht wurde. Ich kenne und kannt den Hintergrund HTS. Wenn ich mir die DVD allerdings separat anschaue, kommen mir so einige Fragen. Ich kenne die Antwort. Aber wenn ich mich in die Lage meiner Kunden versetze, empfinde ich solche Veröffentlichungen als Gradwanderung.

    Nun wie es endet, wenn man einfach nur die DVD schaut und dann mal probiert, habe ich nun gesehen - es endete in einem Biss und zum Glück war es nur ein Welpen, denn sonst wäre Arm ab gewesen.

    Eine DVD kann nur einen kleinen Einblick geben und mehr nicht. Sie kann einem sagen, ob eine Methode was für einen ist und ob man sich vorstellen kann nach dieser Methode zu arbeiten oder nicht. Wenn man sich für eine solche Methode entscheidet, dann sollte man doch spätestens in diesem Moment mit jemanden in Verbindung setzen, der entweder mit der Methode arbeitet oder nach der Methode ausgebildet wurde und der es einem genau zeigen und auch noch alle offenen Frage beantworten kann.

    Ansonsten kann ich nur sagen, das man sich sehr auf sein Bauchgefühl verlassen sollte, was das Leben mit Hunden angeht.

    Ich gehe ja nicht nach HTS in dem Sinne, weil keine Ampel. Aber mal so gesehen, ja meine Hunde können mit ihrem Verhalten was zum Leben zu tun und sich so auch das eine oder andere Privileg erarbeiten.
    Hier wird auch die Ruhe eingefordert. Bedeutet, wenn Hund bettelt oder was auch immer, bekommt er keine Aufmerksamkeit. Ist er aber ruhig und entspannt bekommt er diese. Gleiches gilt bei der Begrüßung, begrüßt wird nur der, der ruhig und entspannt ist und das kann halt auch mal sein, das es 20 Minuten dauert, bis sich die beiden beruhigt haben. Das selbe beim Gassi gehen, sie dürfen vor mir laufen, wenn sie ruhig, entspannt und aufmerksam sind. Sind sie es nicht, dann dürfen sie sich hinter mir einordnen (max. neben mir).

    Vieles hat - so habe ich es auch auf den DVD´s von HTS verstanden - mit der Körperhaltung, Körperspannung und der inneren Einstellung zu tun. Wenn der Körper in seiner Haltung in sich zusammengefallen ist und keine Spannung hat, dann kann ich auch keine positive Einstellung haben und dann werden die Hunde auch entsprechend unruhiger sein oder weniger aufmerksam auf mich, als auf andere Dinge. Dann wird es auch häufiger dazu kommen, das ein Hund seine eigenen Entscheidungen trifft.
    Bin ich aber vom Körper her stolz und positiv, dann wird mir ein Hund auch eher folgen und mir auch eher die Entscheidung geben.

    Natürlich muss man erst einmal die Revolution von unten anzetteln, wenn man immer erst das hässliche Entlein war und mit einem mal zum stolzen Schwan werden möchte. Die Hunde werden eine Zeit brauchen, bis sie verstehen, das ein neuer Wind weht, aber sie werden - in den meisten Fällen - ihre Position gerne abgeben, weil sie sehr schnell merken, das es für sie einfacher wird.
    Aber gerade in diesen ersten Schritten sollte man sich Hilfe holen, denn diese können unter Umständen wirklich unschön werden.

    Ich habe es in der Wohnung aufgebaut. Zuerst im selben Raum. Pfiff - Hund schaut - Leckerchen. im nächsten Schritt bin ich dann aus dem Zimmer gegangen und Pfiff, wenn Hund kam, gabs Leckerchen. Später habe ich dann von überall in der Wohnung gepfiffen und danach bin ich dann langsam damit nach draußen. Erst in ablenkungsarmes Gebiet und dann wenn Hund sicher und jedes Mal auf Pfiff gekommen ist, habe ich die Ablenkung langsam erhöht.

    Ähnlich habe ich dann auch alle weiteren Pfiffsignale, wie Stopp oder ähnliches aufgebaut.

    Sollte das nicht eigentlich schon jeder wissen?
    Ich meine das ist doch so ein alter Schuh und es sind inzwischen auch andere "Moderassen", Papageien und andere Tiere, die dort angeboten werden. Zum anderen ist es nicht mehr nur Kamerun, sondern auch Frankreich und Großbritannien, wo sich solche Betrüger hin verkrümmelt haben.
    Wenn da heute noch jemand darauf reinfällt, nach der langen Zeit und den vielen Warnungen - die sogar schon im Fernsehn waren - dann tut es mir persönlich nicht einmal mehr leid.

    So ich habe nun nicht alles gelesen.

    Aber eines sei gesagt, Hunde denke in Ressourcen, Knochen ist halt für den Hund die beste Ressource, die ihm wichtig ist und die er nicht abgeben will.
    Das ist nicht schön, aber da bedarf es kein Willen nehmen, sondern einfach nur für den Hund das Vertrauen, das er seinen Knochen irgendwann wieder bekommt.
    Wenn es mit Leckerchen nicht geht, dann kann man es mal mit einem identischen Knochen versuchen.

    Essen wegnehmen um Hunden den Willen zu nehmen?
    Gut das höchste was ich in einem Raum gefüttert habe waren 5 Hunde und alle hatten den Individualabstand, den sie benötigten. Da gab es auch kein Knurren. Jeder hatte seinen Napf, wer fertig war mit fressen, bekam ein Kaustängchen als Nachtisch und wurde damit auf seinen Platz geschickt. Als auch der letzte Hund seinen Nachtisch abgeholt hat und damit auf seinen Platz war, ist der erste hin und hat die leeren Näpfe kontrolliert. Bei mir hat nicht ein Hund geknurrt oder versucht dem anderen das Futter abzunehmen und wenn hat ein kurzes räuspern gereicht, das der entsprechende Hund sich mir zu gewandt hat, als den anderen vom Napf zu vertreiben.
    Selbst Hunde, die sogenannten Futterneid oder Beuteagressionen gezeigt haben, haben es ohne Probleme überstanden. Wenn ich einen "Problemfall2 dazwischen hatte, dann wurde dieser separat gefüttert und zwar bei geschlossener Tür.

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    Das "Ampel-Konzept" ist eine simple, effektive Anwendung der Lerngesetze.
    Die Konditionierung des Negativmarkers ist im entsprechenden Youtube Video mit einem Welpen zu sehen. Bei der eher "straforientierten" Erziehung kann man eben leicht den Bogen überspannen, weswegen die simple Übernahme der "HTS-Methoden" ohne zu wissen, was man tut, gefährlich sein kann.

    deswegen:

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    HTS - zum Beispiel - sollte man sich wirklich zeigen lassen und sich wirklich richtig in diese Methode einführen lassen, damit man sicher stellen kann, das man es richtig umsetzt und vielleicht ein Verhalten nicht noch schlimmer macht, als es vielleicht schon ist.

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    Cerridwen: Stopp und Raus sind Signale, die ich über aversive Körpersprache etabliert habe, das wäre also schummeln, die zu verwenden, auch wenn da heute meist die Grünphase reicht.....

    Nun warum wäre es schummeln? Dem Hund ist es doch egal, was "gestern" wie aufgebaut wurde.

    Nehmen wir doch mal an, man hat bisher nach Schema x gearbeitet und stand aber schon seit längerem nicht mehr wirklich dahinter, was dann dazu führt, das man mit seinem Hund nicht weiter kommt. Dann findet man eine Methode - Schema y - das einem ganz gut zusagt und wo man auch wieder hinter stehen kann. Aber dort behält man doch auch die Signale und Verhalten, die der Hund schon kennt und kann - meist also "Sitz", "Platz" und "Hier" oder ähnliches.

    Entsprechend kann man doch diese Verhalten - in deinem Fall "Stop" oder "Raus" - doch als Alternativen abfragen, wenn man ein neues Verhalten - aus dem Bad fernbleiben - nutzen.