Beiträge von Cerridwen

    Wenn es um den Geruch geht und das Spielzeug egal ist, dann schau doch mal nach Kunstschweiß von Beutetieren. Bekommt man eigentlich im Bereich Jagd und Jagdhundausbildung. Damit kannst du fürs AJT auch gleichzeitig kontrollierte Reize schaffen und das Vorstehen zum Beispiel üben.

    Jupp und über Alternativverhalten.
    Was nützt es mir, wenn ich bei einem Spaziergang zwischen den Feldern ein Raus verlange und mein Hund es aus Schiss vor Repressalien nicht macht?

    Wir haben es viel über Tricks aufgebaut und diese dann umgewandelt.

    Ich möchte halt einen Hund, der immer fröhlich mitarbeitet und das erreiche ich bei meinem sensiblem Spinner nur über die positive Schiene und im Spiel.

    Zitat

    Cerridwen
    Wenn du mit jemand ein Beratungsgespräch führst, diesem Halter Tipps, Empfehlungen, Anweisungen, Hausaufgaben gibst, könnte derjenige diese Informationen hier in 3 Sätzen so wiedergeben, daß jeder alles versteht und keine falschen Vermutungen kommen ?

    Ich denke nicht. Diese 1-2 Stunden sind so komplex, da wird so viel geredet, empfohlen, erklärt, daß man das überhaupt nicht genau beschreiben kann. Daher werden Mißverständnisse immer vorprogrammiert sein und ein übernehmen der geschriebenen Tipps für den eigenen Hund kann nie funktionieren, weil die Feinheiten fehlen.

    Gruß, staffy

    Das mag durch aus sein, aber es ist doch ein riesen Unterschied, ob jemanden empfehle, seinen Hund über mehrere Tag nicht zu beachten (fiel hier im Forum ja schon öfter: mal 3 Tage, mal 5, mal eine Woche oder gar 14 Tage) oder ob ich sage in Situation x wird Hund erst mal nicht beachtet, bis er sich entsprechend verhält...

    Das ist der einzige Punkt: was ist der Grund, warum man Menschen empfiehlt, ihren Hund über Tage nicht zu beachten?

    Zum ersten liegt es an dem Menschen, wie er für sich perfekt definiert.
    Dann liegt es am Hund und seinen Eigenschaften und Veranlagungen.

    Ein einfacher Hund und ein sehr ehrgeiziger zielorientierter Mensche, können durchaus ohne Auffälligkeiten durch die Pubertät kommen. Aber das finde ich persönlich ist sehr sehr selten.
    Normale Hund mit normal ehrgeizigen Haltern werden schon ihre Zeit brauchen, bis der Hund Perfekt ist.

    Aber einfach mal ein anderes Thema, wann ist ein Hund perfekt? Wenn ich mir die Hündin einer Bekannten anschaue, finde ich diese mehr als pefekt, meine Bekannte hingegen allerdings nicht. Mein eigener - jetzt mal nur der Große - ist in den Augen vieler Menschen perfekt, in meinen noch lange nicht, da ist noch jede Menge Potential.

    Es ist doch immer eine Sache der eigenen Einstellung und nicht an Maßstäben zu rechnen.

    Nun wir haben auch ein "nimm" aufgebaut. Eigentlich auch so ähnlich. Das mit dem längeren Halten kommt einfach dann, wenn man zum Beispiel mit einem Clicker oder Markerwort arbeitet. Das wird dann immer ein Sekündchen später gegeben und später dann mit dem Auslasssignal verbunden.

    Das mit dem "Nimm" hat den Vorteil, das der Hund - der einen Dummy oder ein anderes Apportel nicht kennt - eine Vorstellung davon bekommt, was er damit machen soll.

    Später wird das Signal einfach übergangen, da der Hund ja gelernt hat, das Ding ins Maul zu nehmen und zum Halter zu bringen.

    Unser Großer wurde mit 12 Wochen von einem American Bulldog angegriffen und hin bei dem in der Gusche. Passiert ist damals nichts und das einzige was er zurückbehalten hat, ist eine gesunde Skepsis bis hin zur leichten Unsicherheit bei Hunden mit großem bulligen Kopf - egal welcher Rasse.

    Sobald die Nase aber merkt, das nichts passiert, geht er auch mit diesen spielen und toben. Ist er sich bei dem Kandidaten nicht sicher, lässt er ihn einfach links liegen und ignoriert ihn.

    Von daher würde ich mir da nicht allzu große Gedanken machen und die Situationen eher etwas neutraler beobachten und ihn normal aufwachsen lassen.

    Wenn du mich mit dem spielen meinst, kann ich dich beruhigen, er spielt nur mit unserem zweiten und nicht mit fremden Hunden.

    Vergiftungen haben noch andere Symptome als nur Erbrechen und Magenkrämpfe und wenn man dieses im Auge behält, dann kann man da schon sehr gut unterscheiden.
    Natürlich sind wir auch vorsichtig, aber irgendwie muss man - wenn man sich sicher ist was man tut und wo seine Grenzen sind - nicht immer direkt zum TA. Ich würde mir auch nicht erdreisten und sagen mach dieses oder jenes, wenn ich das Tier nicht gesehen habe, aber wenn ich meinen Hund um mich habe, dann kann ich das schon entscheiden.

    Es ist immer ein Drahtseilakt.