Beiträge von Cerridwen

    Nun ich habe einen Hund von ca. 30 kg und einen von ca. 10 kg und ich kann sie im Normalfall halten und auch händeln.

    Kurz nach dem Umzug hatte ich aber zweimal die Situation, das es mich fast hingehauen hätte und ich erst mal wie ein Fähnchen hinter meinen Hunden her bin. Einige Schritte, die durch aus einem Menschen hätten in Panik versetzen hätten können, wenn es einer gesehen hätte. Beim ersten mal habe ich es nach einige Schritten geschafft, die Kontrolle wieder zu übernehmen. Beim zweiten mal habe ich die Leine des großen einfach losgelassen - gut beim zweiten mal war ich aber auch indirekt selber schuld, wollte einige Schritte Joggen und im selben Moment flatterte ein Vogel von links nach rechts über den Weg und Feyd hat das als Signal zum Jagdbeginn verstanden. Aber auch der stoppte auf Zuruf und kam sofort zurück.

    In Berlin hatte ich eine Situation, da habe ich mich freiwillig auf die Knie gepackt um die Hunde zu Halten. Da hatte ich neben meinen beiden noch meinen Sitterhund mit auch etwa 30 kg dabei. War bis zu dem Zeitpunkt nie ein Problem, aber an dem Morgen kam der "Staatsfeind Nr. 1" uns entgegen und die nahmen sich gar nichts, von beiden Seiten. An diesen wirklich freiwillig eingehandelten Bluterguss werde ich mich ewig erinnern, aber das war die einzige Möglichkeit die Bande zu halten und unter Kontrolle zu halten.

    Von daher kann man das also nicht pauschalisieren, ob es unverantwortlich ist oder nicht, denn auch der besterzogendste Hund kann mit einem mal nach Vorne gehen und da entwickelt auch ein 10kg schwerer Hund eine Zugkraft, die unverhofft zu schweren Verletzungen führen kann, allein durch den Ruck, wenn das Ende der Leine erreicht ist.

    Für mich zählt zur aktiven Beschäftigung auch die "Gassigänge" dazu, weil diese sind ja nicht nur dazu da, um sich zu lösen, sondern auch um was zu tun oder zu spielen.
    Und wenn ich die mit einrechne, dann komme ich schon pro Tag auf 2 - 3 Stunden + das Kuscheln auf dem Sofa.

    Unsere Gassigänge - wenn ich sie laufe dauern ja schon zwischen 30 min und 1,5 Stunde und da gibt es dann gemeinsam Rennspiele, gemeinsames Spurenverfolgen, üben, Tricks und was auch immer noch dazu.
    Im Haus vielleicht dann noch mal das eine oder andere, was wir draußen noch nicht machen können und natürlich auch immer mal kurze Spielsequenzen wie rangeln um ein Spielsöckchen oder um ein anderes Spielzeug oder eine Jagd um ein Kaustängchen.
    Nun dann auch noch das rumtollen im Garten.

    Bei uns läppert sich das so zusammen und ist in sofern gar nicht bewusst gesteuert.

    Zitat

    Cerridwen: Ich finde es immer noch faszinierend, dass das Dog-Institut nach HTS arbeiten soll, beim Longieren hab ich da nicht soooo viel wieder gefunden, aber vielleicht sieht das andere Training ja anders aus.

    Ich kann nur sagen, was ich von Anja weiß. Ich kann auch sagen, das die anfänglich anders gearbeitet haben und dann das System umgestellt haben, nach dem die Chefin eine Weiterbildung oder Trainerseminar oder so bei Anita gemacht hat. Wann genau sie umgestellt haben, kann ich auch nicht sagen.
    Wie gesagt ich war selber nie da, weiß also auch nicht, wie sie nun genau arbeiten oder wie die Chefin selber menschlich ist und kenne nur die Aussagen und die "private" Arbeit am eigenen Hund von Anja, mit der ich mich ja doch recht häufig unterhalten haben. Nun Melli kenne ich halt. Aber die beiden finde ich auch menschlich sehr nett.

    Zitat

    Lars Jordan wurde mir schon mal empfohlen. Weißt du zufällig wie er arbeitet?

    Leider nicht genau, wir haben uns eigentlich auch weniger darüber unterhalten.
    Aber er geht eher über Konditionierung - was aber in den Bereichen der Rehabilitation auch sehr sinnvoll sein kann. Ich kann nur sagen, das Pedro ihn liebt und die beiden wunderbar klar kommen und das obwohl Pedro eher ein Frauenhund ist.
    Ich kann auch nur sagen, das seine Boxer - und auch andere Sitterhunde - sehr gut im Gehorsam waren und auch sein kleiner pubertierender Fratz. Halt wie bei jedem Hund nicht immer, aber doch - für die Revaler - auffällig oft. Halt klare Ansagen, aber ruhig und klare Körpersprache - so wie ich es beobachten konnte.

    Das die Trainerin beim DI schnell verschwunden war, kann tatsächlich daran liegen, das die so ausgebucht ist. Deswegen haben die auch im September noch die Praktikantin dazu genommen und (ich weiß nicht ob immer noch) suchten noch einen Trainer zur Verstärkung.

    Zitat


    Wenn der Hund bei korrekter Ausführung Schiss hat vor Repressalien, dann hast du was falsch gemacht beim Aufbau.... :roll:

    Um zu einer korrekten Ausführung zu kommen, muss man dem Hund ja erst einmal erklären, was man von ihm möchte ;) Wenn ich das mit Druck aufbaue, dann kann es bei einem Sensibelchen nach hinten losgehen. Ich sehe ja immer den Unterschied im Hund, wenn mein Mann mit denen etwas macht, der in seiner ganzen Art immer etwas ruppiger und ungebärdiger ist.
    Während meine Hunde bei mir das Signal freudig und schnell ausführen, gehen sie bei meinem Mann sofort in eine beschwichtigende Haltung und verlangsamen die Ausführung - ohne das ihnen jemals weh getan wurde, sondern nur, weil mein Mann nicht so geduldig und ruhig ist und schon in der Stimmer lauter und fordernder.

    Zitat

    Wie hast du das 2.Bad tabuisiert. Kannst du bitten den konkreten Aufbau nennen?

    Nun ich habe nichts anderes gemacht, als die erste 2 Wochen im neuen Haus mit einem Clicker am Handgelenk und einem Leckerliebeutel am Hosenbund herum zu laufen. Dann haben ich mir in den Bodenfliesen eine Linie gesucht, die der Hund auf keinen Fall über treten sollte. Da sie wie gesagt Stop als "Wartesignal" kennen und ebenso das Raus um zu einem Punkt x zurück zu kehren, konnte ich das sehr gut verwenden.
    Zuerst bin ich mit an der Linie kurz stehen geblieben und habe das Stopp gegeben und habe es belohnt, kurze Zeit später bin ich nicht mehr stehen geblieben und habe das Signal gegeben und belohnt. Danach habe ich dann gar nichts mehr gesagt und wenn Hund von sich aus stehen geblieben ist, gab es eine Supperbelohnung und wenn nicht, gab es kurz raus und dann hat sich Hund ganz demonstrativ vor die Linie gesetzt und gewartet.
    Dann habe ich irgendwann gar nichts mehr gesagt und den Hund selbst herausfinden lassen, was ich von ihm möchte, denn die Grundlage hatte er ja schon und hat er es gemacht, super.
    Nach zwei Wochen gab es dann nur noch selten das Markerwort und fast nur noch verbale Bestätigung und hin und wieder flog mal ein Leckerchen oder ein Spielsöckchen.
    Nun letztes Wochenende musste der Hund unter die Dusche und es war eher ein Problem ihm klar zu machen, das er rein darf und soll und das er bitte direkt in die Dusche gehen soll, weil er ja bisher nicht ins Bad durfte.

    Genauso habe ich es auch mit dem Keller gemacht.

    Das Doginstitut arbeitet nach HTS und eher an der Führung als an der Dressur. Vielleicht ist das etwas für dich. Gibt es in festen Kursen, in offenen Stunden und im Einzelunterricht.
    Weiß aber, das Einzelunterricht einiges an Wartezeit mit sich bringt, weil die Cheffin ausgebucht ist, da die zweite Trainerin (Anja) noch in Ausbildung ist - ist wohl im Dezember fertig und Melli ist erst mal nur Praktikanten.

    Zur Hundeschule selber, zu dem Ablauf kann ich so nichts sagen, ich kenne aber Anja sehr gut und auch ihre Hündin und habe gesehen, was sie da in kürzester Zeit geschafft hat und war sehr begeistert. Mit Anja hatte ich fast täglich auf dem HuPl in der Revaler zu tun. Melli habe ich später in der Welpen- und Junghundespielstunde von den Friedrichshainern kennen gelernt, als ich die Stunden der Anja übergeben habe und sie ja notgedrungen Ersatz für mich brauchte.

    Oder Lars Jordan, den kenne ich auch eher privat vom HuPl in der Revaler und als Hundesitter für meine dicken Pedro - den hat er übernommen, als ich wegzog. Von dem hatte ich auch immer einen sehr guten Eindruck und von seinen Hunden (samt der Sitterhunde)

    Zitat

    Ja gibt es. Sie heißt Jan Fennell und ist Britin. Die Bücher lese ich zur Zeit und es macht Spaß sie zu lesen und gewissen Dinge für den eigenen Alltag zu übernehmen.

    LG
    RR

    Und die gute Jan Fennell ist schon etwas älter und war damals ihrer Zeit schon voraus - auch wenn in ihren Büchern immer wieder etwas von Dominanz steht.

    Zudem arbeite Mrs Fennell auch mit nicht beachten, nicht anfassen und nicht reden, aber eben nicht - wie ja hier genannt - 3 Tage lang, sondern in ganz bestimmten Situationen. Dieses ist meiner Meinung nach technisch schon gar nicht möglich, sondern halt in Situationen. Für mich durchaus eher verständllich, weil der Hund, wenn er sich beruhigt und entspannt hat, wieder ganz normal geherzt und totgequatscht werden kann und trotzdem noch etwas lernt. Nämlich das jegliche Aktion vom Menschen ausgeht und das nerven nichts bringt, dafür aber ruhiges und anständiges Verhalten sich lohnt.

    Versuch doch mal einen Jäger ausfindig zu machen, bei denen kann man Fell günstig bis umsonst bekommen. Ich habe hin und wieder mal ein Fell von dem Arbeitskollegen meines Mannes bekommen, wenn der mal auf der Jagd war (wir ein schönes Stück Wild und die Hunde das passende Fell dazu). Halt keine ganze Decke, aber schon mal ein Stückchen.

    Ich denke, das es in diesem Fall auch gar nicht um eine Konstitutionsmittelfindung ging, sondern um eine symptomatische Mittelfindung und da kann es durch aus sein, das Pulsatilla in dem Moment durchaus passend war.
    Und das auch Aconitum unabhängig ein passendes Mittel war.

    Das mit dem Konstitutionsmittel wurde erst hier angesprochen und auch, das es wohl eher nicht Pulsatilla ist.

    Ob dort nun den Ansprechpartnern die entsprechende Ausbildung fehlt oder nicht, vermag hier niemand zu sagen und ist eigentlich auch nicht nett, so etwas zu behaupten, ohne die Personen zu kennen.