Beiträge von Cerridwen

    Wie hat die Sitterin denn auf das Verhalten reagiert?

    So kleinere Reibereinen sind eigentlich ziemlich normal. Frei nach dem Motto: Erst mal klar stellen, wer das sagen hat und wo der Platz des anderen ist.
    In der Regel ist es schnell gegessen. Wenn dann der Sitter sich noch entsprechend verhält und entsprechend interagiert, dann gibt es keine Probleme und die Tiere werden ein super Team.

    Wenn du allerdings bei der Sitterin selber schon Bauchschmerzen hast, dann sollte man es lieber lassen, denn man sollte schon selber mit einem guten Gefühl an eine solche Sache heran gehen.

    Hm ich würde das ganze mal ohne "Nein" sagen versuchen. Also einfach nur so als ob man nebenbei daran hindern auf die Couch zu kommen. Den Hund dabei auch nicht wirklich anschauen.
    Manchmal bringt das mehr Verständnis, als wenn man immer ein Wort sagt.

    Das mit dem Folgetrieb hatte unser auch nicht, der ist auch direkt seine eigenen Wege gegangen und es war egal ob ich weg war oder nicht.
    Wir sind dann immer auf ein eingezäuntes Gelände gegangen und haben ihn da ohne Leine laufen lassen.
    An der Straße dann immer an der kurzen Leine und im Wald oder ähnliches an einer Schleppleine.

    Heute ist es schon anders und ich muss sagen, der Große hat heute mehr Folgetrieb, als er in der Welpenzeit je gehabt hätte - zumindest draußen auf den Feldern.

    Ich würde auch das Herz untersuchen lassen und vielleicht noch mal eine Wurmkur der Lungenwürmer geben.
    Es kann durch aus sein, das die Entwurmung vorher auf eine andere Gruppe der Parasiten abzielte.

    Wenn das alles negativ sein sollte, kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen, das manch ein Husten schon sehr langwierig sein kann. Ich selber habe fast 3 Monate mit Husten herum gekämpft und auch der wollte sich nicht verkümmeln, trotzt Antibiotika und manchmal hilft dann auch nur Geduld haben.
    Mit meinem Terriermix hatte ich das ganze auch schon durch und der hat auch gut 2 Monate immer wieder Husten und das auch alles ohne Befund. Wir hatten dann auch nur die Möglichkeit das ganze aus zu sitzen und es verschwand dann auch wieder.

    Zur Haltung gehören doch auch Erziehung und Auslastung, das kann man nun nicht wirklich trennen.

    "Artgerecht" geht ja bei dem Menschen nur bis zu einem gewissen Rahmen, weil dieser ja viele Punkte in denen die Hund agieren gar nicht wirklich übertragen kann.
    Für mich ist es wichtig, das es für die Hund klar ist, aber ich trotzdem nicht der Despot bin und die Hunde eine gewisse Eigenständigkeit haben und das sie alles immer mit einer gewissen Leichtigkeit und Freude tun und Spaß bei allem haben.
    Das sie den Kontakt zu uns Menschen haben, aber sich auch zurückziehen können, das sie Vorgaben bekommen, sich aber auch selber ausprobieren können und so selbst zu Ziel und damit zum Erfolg kommen. Aber auch, das man anatomische und genetische Anlagen sinnvoll nutzt und die Hunde diese auch ausleben lässt. Ebenso, wie auf die Bedürfnisse eingehen und entsprechend dieser handeln und nicht nur etwas tun, weil ich es als Mensch so toll finde.

    Zu dem bereits gesagten, würde ich die Menschen gar nicht erst so dicht ran kommen lassen. Ich würde mir 4 - 6 Menschen suchen, die mir helfen können, würde in einer gewissen Entfernung - dort wo der Hund noch entspannt bleibt - einen Eimer mit Bällen oder Leckerchen hinstellen und die Leute dann wie zufällig vorbei laufen lassen und dem Hund erst mal aus der Entfernung etwas zu werfen lassen.
    Mit der Zeit kann man den Abstand dann verringern und ganz langsam auch anfangen, das aus der Hand anzubieten, aber ohne den Hund dabei zu beachten und später dann das ganze mit der Ansprache kombinieren.
    Es braucht zwar etwas Zeit, zeigt aber auch gute Erfolge - neben den bereits gesagten Dingen.

    Nun die Preisgestaltung hängt doch auch immer noch etwas von der Konkurrenzdichte ab und deren Preisgestaltung und von den Lebenhaltungskosten und Einkommensverhältnissen generell. Dazu von der Hundedichte.

    So wird man immer Ausreißer nach unten finden die vielleicht eine Einzelstunde für 5 Euro anbieten - in Berlin gibt es da eine von - und es wird auch immer wieder Ausreißer nach oben geben, wo die Einzelstunde schon auch weit über 60 Euro liegen kann - auch jemand aus Berlin. Während der Durchsschnitt sich auch 20 - 30 Euro einpendelte.
    Und das es dem HH erst einmal egal ist, wo er hingeht, Hauptsache er bekommt des für den günstigsten Preis oder sogar umsonst.
    Ich kann mich noch sehr gut an ein Telefonat erinnern, wo mir jemand sagte: es gibt jemanden, der bietet es für 5 Euro, wenn sie 4 Euro nehmen, dann bekommen sie den Zuschlag. Da kann man nur dankend ablehnen und sich verabschieden.

    Diesen Punkt kann und darf man nicht außer acht lassen, unabhängig von Ausbildung, Qualität, Quantität und sonstigen Ausgaben, die man zu tätigen hat.

    Ich habe auch ein exemplar, dem das langsame Laufen sehr schwer fällt, der kann/will kein Schritt laufen und trabt immer. Den muss ich auch einem mal öfter erinnern, das ich auch noch da bin - wenn auch selten. Da sieht dann die Leinenführigkeit so aus, das der Hund vorgeht, bis sich die Leine straft, dann stehen bleibt, bis ich vorbei bin und sich die Leine hinter mir straft und dann das ganze Spiel von vorn.
    Wenn ich ihn bewusst nach hinten stelle, dann trippelt er auf der Stelle, geht aber trotzdem kein Schritt und wenn ich ein Schritt verlange, dann geht das vielleicht 2 - 3 Schritte, danach wird wieder getrabt.

    Bei dem war dann die ultimative Lösung nach hinten stellen, da belohnen und das konsequent über ich weiß nicht welchen Zeitraum.

    Zitat

    Gibt es einen besseren Grundstein? :???: Sowit ich weiss ich Kynologie hier kein Studienfach oder irre ich mich?

    Na dann mal Hand hoch: Welche der hier vorhandenen Trainer hat ein abgeschlossenes Biologiestudium mit Fachrichtung Verhaltensbiologie und welchen Abschluss genau? Diplom oder Dr. oder gar Prof?


    Um die Frage wie wird man Hundetrainer noch einmal aufzugreifen:

    Wichtig finde ich an allererster Stelle einmal die Frage nach dem Warum. Wenn ich höre, weil ich gern mit Hunden arbeite, denke ich immer werde lieber Tierpfleger im Tierheim.

    Ich persönlich finde es erst einmal wichtig, das man sich mit Anatomie, Physiologie und der Psychologie auseinander setzt. Wie funzt der Körper und welchen Einfluss hat das auf das Verhalten. Wo werden welche Hormone gebildet und warum haben diese Hormone gerade diesen Einfluss auf das Verhalten. Dicht gefolgt von den wirklichen Verhaltenszusammenhängen, von Erbanlagen und wann diese ausgebildet werden und wie diese Aktiviert werden. Welche Anlagen sind noch "wolfstypisch" und warum, welche Interaktionen sind natürliches Repertoire und welche angerzogen und so weiter und sofort.
    Gut ich gebe zu, das dieser Bereich durch ein Studium sehr gut abgedeckt wird, aber es gibt auch sehr gute Fachliteratur zu dem Thema und auch anderen Bildungsträger, die einem dort helfen, dieses zu verstehen und sich damit dieses Wissen anzueigenen.

    Dann finde ich sehr wichtig, das ein Ausflug in die Krankheitslehre und die Behandlungsmöglichkeiten schon auch in gewisser Weise wichtig sind. Denn viele Verhaltensweisen können körperliche Ursachen haben und gewisse Krankheiten gehen mit ganz bestimmten Verhaltensweisen einher. So kann man oft schon sehr gut eingrenzen, wo ein Problem liegen könnte und kann dem Hundehalter gezielte Untersuchungen anraten. Das macht es oft einfacher als einen großen Rundumcheck zuveranlassen, wo dann der TA doch wieder die Hälfte der Werte nicht hat, weil diese dann doch spezieller sind.

    Wichtig finde ich auch immer in dem Zusammenhang der Verhaltensprobleme die Ernährung und da sollte man dann auch wissen, was bestimmte Lebensmittel im Körper verursachen und was das zur Folge hat. Es gibt unter 50 Kunden garantiert einen, der nicht nur wissen will, das sein 1 - Euro - Supermarktfutter schlecht ist, weil die Zutaten schlecht und minderwertig sind, sondern der will dann ganz genau wissen, warum dieses schlechte Futter einen Einfluss auf das Verhalten seines Hundes haben soll.

    Dazu ist es immer ganz nützlich, sich einen Kommunikations- oder Rethorikkurs anzutuen. Damit man einen Überblick über Kommunikationstypen und -arten bekommt und wie man mit diesen umgeht und wie man Kommunikationen zu einem guten und sicheren Ziel fühlt. Positive Kommunikation und negative Kommunikation haben schon einen großen Einfluss auf die Arbeit. Zudem ist auch gut, um sich im aktiven Zuhören zu schulen.
    Daneben kann ein Kurz zur Existenzgründung, Buchhaltung und Marketing nicht schaden.

    Dann und erst dann - meine Meinung - sollte man anfangen sich um die Praxis zu kümmern und das natürlich auch sehr breitgefächert und auch Dinge, wo man genau sagen kann, danach würde ich niemals arbeiten. Ob es nur Kurse, Seminare, Schulungen, Vorträge, Vorführungen, Tag der offenen Tür oder was auch immer ist, ist dabei völlig egal. Dazu sollte man sich auch Veröffentlichungen jeglicher Art dieser Referenten zu Gemüte führen. Das ganze sollte man auch immer Länder oder gar Kontinente übergreifend im Auge behalten.
    So bekommt man einen sehr schönes wissen und man ist - trotzt - seiner eigenen Linie viel flexibler im Umgang mit Problemen und kann schneller mal das passende für das jeweilige Mensch - Hund - Team finden.

    Aber es ist eigentlich unrelevant, ob man nun das Geld für entsprechende Fachliteratur ausgibt - und da gibt es einige - oder ob man zu einem Ausbildungswerk geht und sich dort entsprechend eines System ausbilden lässt. Wichtig finde ich, das man verstanden hat, was man da gelernt hat und es auch dem Kunden mit einfachen Worten wieder erklären kann, so das dieser auch versteht, warum das genau so ist und aus welchem Grund das genau so gemacht werden sollte, denn der Trainer sollte niemals zu eine Guru oder Besserwisser werden, sondern immer Helfer für die Menschen bleiben.

    Nun aber es wäre doch im Vorfeld wichtig, zu fragen, wann die letzte Wurmkur gegeben wurde. Oder vielleicht bei Verdacht erst einmal eine Kotprobe zu untersuchen. Aber einfach mal dem Hund eine Wurmkur zu verabreichen, kann - so wichtig es vielleicht auch sein mag - nicht im Sinne des Erfinders sein.

    Bei der Spritze tippe ich mal ganz stark auf ein Breitbandantibiotikum.

    Es gibt Würmer, die in die Lungen gelangen können und dort dann einen entsprechenden Husten auslösen können, aber dieser Husten ist dann in der Regel eher weniger mit würgen, es sei denn der Hund wurde noch nie entwurmt und hat eine extremen Befall. Aber davon gehe ich nun mal nicht aus, denn es kam ja die Aussage vom TS, das es bei jedem Besuch eine Wurmkur gibt. Ebenso sieht es auch mit den Würmern aus, die das Herz angreifen können.

    Am Wochenende wurde bei Hund Katze Maus auch erst wieder auf die Wichtigkeit der Entwurmung hingewiesen, aber dort wurde der übliche 3monatige Intervall erwähnt.