Beiträge von Cerridwen

    Nun ich würde vermutlich erst mal alles runterfahren und dann langsam wieder aufbauen.
    Während des Runterfahrens würde ich vermutlich auch öfter mal ganz alltägliche Situationen im Haus - aufmerksamkeitsheischende Situationen komplett ignorieren und mich dann mit dem ruhigen und entspannten Hund beschäftigen.
    Wenn der Hund dann hoch dreht und rempelt, dann würde ich eher darauf achten, das ich es im Vorfeld sehe und mich dann schnell weg drehen, so das der Hund ins leere springt. Aber das bedarf schon eine gewisse Aufmerksamkeit. Zum anderen ist es ein guter Augenblick, Grundgehorsam abzufragen - zum Beispiel ein Sitz.

    Ansonsten kann man nur raten, sich mal ein bis 2 Stunden bei einem guten Trainer zu genehmigen, der einem mal hilft, sich selbst zu analysieren.

    Ob bei uns im Wald Leinenzwang ist, weiß ich nicht einmal. Aber da Feyd auf dem Weg bleibt und nicht in den Wald rein und schon gar nicht auf die Jagd geht, darf dieser auch ohne Leine laufen. Lenny bleibt an der Leine, weil er jagen gehen würde.

    Zum einen würde ich für den Rückruf immer 2 oder 3 kurze Pfiffe hinter einander verwenden. Ich habe festgestellt, das dort eher drauf reagiert wird.

    Zum anderen muss man die Pfeife auch erst mal konditionieren. Ich habe es gemacht, wenn ich das Futter hingestellt hatten, dann den Pfiff verwendet und das Futter freigegeben. Das eine Weile gemacht und dann mal versucht, was passiert, wenn man pfeift, wenn man noch im selben Zimmer ist. Wenn Hund kommt Party und zwar richtig. Später aus einem anderen Zimmer und dann immer langsam die Ablenkung steigern und trotzdem immer noch anfeuern, wenn Hund auf den Pfiff kommt. Der Pfiff soll ja was tolles sein und nicht nur "och ne wat will der Mensch jetzt von mir".

    So kann man auch jedes weitere Signal mit der Pfeife aufbauen. Ein Stopppfiff - dafür eignet sich ein langer Pfiff sehr gut, einen für ein Notsitz oder Platz - dafür nutze ich eine Trillerpfeife, einen um dem Hund zu sagen, das er bei der Suche auf der richtigen Spur ist, oder was auch immer man für Signale belegen möchte.

    Nun da ich ja für mich entscheide, ob ich mich bewusst über Verordnungen hinweg setzen, dann muss ich auch mit den Konsequenzen - also auch mit schreienden und meckernden Menschen - rechnen. Aber entweder Leine ich dann an und habe meine Ruhe oder ich ignoriere diese Meckerköppe, aber sich auf ein Streitgespräch einzulassen sollte nicht unbedingt das Mittel sein, besonders wenn man im Unrecht ist.

    Zum anderen brauche die Behörden einen auch nicht auf frischer Tat ertappen. Eine Anzeige mit einem Beweisfoto oder entsprechenden Zeugen reichen schon aus, um eine Anzeige und damit auch eine Zahlungsaufforderung zu bekommen.

    Nun wenn in der geduckten Haltung auch noch fixiert wird, dann wirkt es schon bedrohlich und dann bin ich auch immer etwas vorsichtiger und da ist es auch erst einmal egal, ob es sich um ein Hütehund handelt oder nicht.
    Geduckte Haltung und ein Hund der dabei den Blickkontakt meidet, den gehe ich auch eher gelassen entgegen, denn dieser beschwichtigt.

    Zum anderen bin ich der Meinung, das man einem Hund schlecht das respektvolle Verhalten gegen über einem anderen Hund beibringen kann - gegen über Menschen schon eher. Das Verhalten, wie man sich einem Hund nähert, sollte der Hund schon von seiner Mami etwas beigebracht bekommen und dann später in der Welpenschule ausprobieren und als Junghund an souveränen Alttieren weiter üben. Natürlich ist es sinnvoll, das mit dem Besitzer abzusprechen, wie sich der andere Hund verhält, um seinen eigenen Hund nicht in Gefahr zu bringen.

    Aber um es doch mal klar zu sagen, bei manchen Hunde ist es völlig egal, ob der Hund sich diesen schnell oder langsam nähert, wenn der gerade auf den zugeht, sieht der es als Frechheit an und wird auch entsprechend reagieren. Bei einem solchen Hund ist es sinnvoller sich in einem Bogen zu nähern. Aber das sind ganz feinen Signale, die dort ausgesendet werden, die wir als Menschen gar nicht wahrnehmen, unsere Hunde aber schon und wenn sie es von der Pieke an gelernt haben, dann werden Hunde das auch verstehen. Hunde sind sehr klar in der Kommunikation und die Youngsters lernen es eher von einander als durch uns Menschen gelenkt.

    Also lieber erst einmal das Gespräch mit den Leuten suchen und entspannt bleiben, wenn direkt jemand sagt ist nicht so gut, nimm deinen Hund und gehe einfach weiter, wenn jemand sagt, keine Ahnung was passiert, dann höre auf dein Bauchgefühl und wenn dir jemand sagt, der war da immer super in solchen Situationen, egal was passiert ist, dann kann man es - bis zu einem bestimmten Grad und unter Beobachtung laufen lassen.
    Ein Leitsatz für mich war immer, sind beide Hunde noch laut und gut zu hören, dann ist es halb so schlimm. Ist es eher still und/oder nur ein Hund zu hören ist es Gefahr. Bisher lang ich damit auch immer richtig.

    Ich bin hier froh über jeden Hund den wir treffen und ich lasse als erstes nach einer kurzen Frage immer erst den Großen hin, wenn der und der andere Hund entspannt bleiben, dann darf der Lütte mit dazu.

    Sinnvoller ist es, wenn man erst schau sagt, dann clickt wenn der Hund schaut und dann die Belohnung gibt.

    Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, den Hund aufmerksamer zu bekommen. dieses geschieht eigentlich eher im Freilauf und wird gerne gemacht, wenn Hunde jagdlich motiviert sind. Dort macht man es schon mal, um die Anzahl der Rückblicke zu steigern, das man erst klickt und dann den Rückblick sozusagen belohnt. Aber dazu klickt man auch die freiwilligen Rückblicke.

    Vielleicht ist auch die Ablenkung noch zu hoch und sollte um einen Stufe gesenkt werden.