Beiträge von Cerridwen

    Ich kann keine Geschirr etwas abgewinnen, die so im Bereich des Schulterblattes sich kreuzen und entsprechend immer recht eng in den Achseln laufen.

    Ich würde generell zu einem anderen raten, welches einen Steg über den Rücken hat - mindestens.

    Punkt 1: Was ist an einer Handfütterung gefährlich.

    Im Grunde bei kleineren Kommunikationsproblemen ohne ernsthafte Auseinandersetzungen nichts.
    Bei einem Hund der schon mal eine Ressource verteidigt hat, gehört etwas mehr dazu um sich selber zu schützen.
    Das bedeutet nicht nur nicht bücken, wenn etwas runter fällt, sondern auch sonst auf die eigenen Körpersprache und den eigenen Blick zu achten. Aber auch den Hund ganz genau im Auge zu behalten und entsprechend zu agieren und zwar wirklich agieren und nicht reagieren. Warnsignale können gerade bei solchen Hunden minimal sein und die nächste Reaktion schnell folgen.
    Das beziehe ich jetzt hier nicht nur gezielt auf diesen Rotti, sondern allgemein.


    Punkt 2: Die Psychologin
    Ein Kurs dürfte nicht das richtige sein, sondern eine individuelle Betreuung zu Hause. Das ist in sofern wichtig, da die Probleme dort am gravierensten sind und das man dort anfangen muss zu arbeiten und später dann in den Kurs überwechseln kann.


    Punkt 3: der Hund ist nicht so schlimm
    Das empfinde ich mal als Liebe zum Hund und der damit verbundenen Blindheit.
    Meiner Meinung nach - besonders nach den Threads, die man ja hier verfolgen konnte - habt ihr ein massives Problem und ich möchte fast so weit gehen und sagen, das du auf einem Pulverfass sitzt, wo die Länge der Zündschnur noch nicht so sicher ist.
    Dein Hund hat einmal gebissen und er wird es wieder tun, wenn du wieder mal seine Signale überläufst oder vielleicht auch schon wenn du ihn mit der falschen Körperhaltung und dem falschen Blick auf ihn zugehst.
    Es hilft nichts, wenn du es dir schön redest und meinst, das es keine Probleme gibt. Du musst dir es schon irgendwann selber eingestehen, das eben nicht alles so rosarot ist und das nicht alles Friedefreudeeierkuchen ist, den dann und auch nur dann bist du dazu bereit an deinem Problem zu arbeiten und die Beziehung zu deinem Hund auf eine richtige Basis zu bringen und neu aufzubauen.

    Zusagen, das der Hund schlichtweg Angst hat, ist genauso gefährlich, wie zu sagen, das der Hund Rudelführer ist.

    Fakt ist, das in der Kommunikation zwischen Hund und Mensch etwas nicht stimmt oder es gar zu einer Fehlkommunikation kommt und das kann nur ein Trainer beurteilen, der sich das ganz genau anschaut und entsprechend - in Einbeziehung der Körpersignalen von beiden Enden der Leine - beurteilt und dann sagt, zeigt und erklärt, wie man dort am besten vorgehen kann und das ohne Gewalt oder ähnlichem.

    Zitat

    Spätestens, wenn Du auf Asphalt trailst, ist's vorbei mit den Bodenverletzungen. Aber diese ganze Diskussion ist mir jetzt eh auch zu sehr OT.

    Und warum beginnen die Mantrailer auch im Wald oder auf Feldern und gehen später auf Asphalt? Ich meine ist auch OT, ist leider so *kicher*

    Vor 10 Jahren hieß es generell nur Fährten oder Spurensuche, von daher, wie gesagt eine Definitionssache.

    Die Methode an sich ist nicht schlecht, aber a mit sehr viel größeren Abstand und b mit deutlich mehr Zeit und in langsameren Schritten.
    Die Aktion mit MK gesichert austragen zu lassen, finde ich persönlich ein Armutszeugnis. Nicht das der MK nicht halten könnte, denn das sollte dann auch nur einer von bester Qualität und perfekter Passform sein, sonder eher aus dem Grund, das es keine Lösung ist und das Problem noch verstärken können.

    Ich als Trainer würde eher schauen, ob ich die beiden Hunde nicht in getrennte Gruppen unterbringen könnte oder einen Hund aus den Kurs nehme und später den Kurs wiederholen lasse. So entsteht eine solche Situation gar nicht erst und alle können in Ruhe und entspannt arbeiten.

    Ich würde nicht drauf warten, das der Hund grummelt, sondern auch mal etwas genauer auf die Körpersprache achten.
    Augen, Ohren, Schwanz, Körperstellung und Bewegung. Da kann man dann meist den Schnapper hervorsehen und entsprechend reagieren.

    Aber ansonsten nicht weiter herumprobieren, sondern Hilfe holen.

    Nun dann werfe ich noch das Tracking in den Raum.

    Man kann sich aber auch über Begriff streiten - vielleicht ist es wichtig, wenn es um Prüfungen geht oder wie auch immer.

    Mein Hund kann Fährten, auch wenn er Verleitspuren hat und Trailen, wenn er keine Geruchsprobe hat und da ist es völlig egal, auf welchen Untergrund.
    Er kann spurtreu suchen, er kann dem Individualgeruch folgen und er kann in der Flächensuche die Wege abkürzen.
    Er findet Menschen genauso gut und sicher wie Tiere oder Gegenstände.

    Grundstock war bei uns - im übrigen auch bei vielen anderen Trailern - das Buch "Fährtentraining" und dann üben üben üben.
    Und das ohne Seminar und das trotzdem mit Erfolg.

    Ich glaube einfach, das es eine Frage der eigenen Definition, der eigenen Motivation und des am Ende vorausgesetzten Nutzen ist. Wenn ich in den Rettungsdienst - zum Beispiel - will, werde ich anders an die Sache herangehen, als wenn ich es nur zum Spaß mache.

    Nun auch beim Mantrail gibt es ine Bodenverletzung und dann den Rest der Duftglocke. Entsprechend ist es doch egal wer bei was die Spur legt, es ergibt sich immer der Individualgeruch des Legers.

    Ob ich dann den Hund an spurgenaue Suche führe und entsprechend im Bereich der Bodenverletzugnen suchen lasse oder ob ich ihn nun rechts und links abdriften lassen und dem Individualgeruch folgen lasse oder ob ich ihm sogar noch mehr ausweichen lasse und in dem Bereich von dem Gärungsprozess suchen lasse, das liegt dann im Auge des Betrachters oder des Seminarleiters.

    Wenn ich will, das der Hund auch noch Gegenstände auf der Fährte findet, werde ich ihn eher an eine spurgenaue Suche fördern. Wenn mir das aber von Anfang an egal ist, dann werde ich ihn halt im Individualgeruch oder gar im Gärungsgeruch suchen lassen.
    Aber in allen Bereichen sucht der Hund im Normalfall mit der Nase und nicht mit den Augen.

    Ich kenne auch Mantrailer, die auf Spurentreue - sprich auf Bodenverletzungen - suchen lassen, damit sie vielleicht vom "Opfer" verlorenen Gegenstände schneller finden.