Beiträge von Cerridwen

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    Cerridwen "Wir hatten 3 Monate Probezeit ausgemacht...."

    Nun wo ist dein Problem? Würdest du jeden Hund behalten, auch wenn es in der Familie und in der Zusammensetzung gar nicht passt und es nur Probleme gibt? Das kann man nämlich nie zu 100 % ausschließen.

    Nun ich wollte zu diesem Zeitpunkt keinen 2. Hund - also nicht so wirklich - und mein Mann war eigentlich komplett dagegen.
    Ich kannte den Hund, es war der Hund eines Kunden, gerade mal 4 Monate alt, mehr Haut und Knochen und super nervös als normaler Welpe. Wenn dieser Hund damals einfach so von Privat zu Privat weiter gegeben worden wäre, wäre er zu einem Wanderpokal geworden.
    Wir haben ihn dann zu uns genommen, damit der Hund erst mal zur Ruhe kommen kann, sich erholen und Kraft tanken kann.
    Dann muss ich natürlich auf die Stimmung in der ganzen Familie achten. Was bringt es, wenn ich einen Hund fest aufnehme, dieser sich aber auf Dauer in unserem Troubel nicht wohlfühlt oder mit anderen Dingen nicht zu recht kommt oder eines der anderen Familienmitglieder darunter leidet?

    Es war ein Kompromiss um zu schauen, ob dieser Hund zu uns passt oder nicht. Hätte es nicht gepasst, wäre es nur fair gewesen, dem Hund ein optimales Zuhause zu suchen und zwar bei einem Menschen, der sich mit der Rasse auskennt und nicht zu jemanden, der meint er hat Haus und Garten, geht viel Joggen und will einen kleinen sportlichen Hund dazu haben und am besten einen JRT.

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    Rein aus Sicht der Defintionen heraus müsste der Fährtensucher also spätestens an der Strasse ein Problem bekommen.

    Müsste bekommen, heißt aber nicht, das er sie auch bekommt oder?

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    Wie Du die Aufnahme von dem Geruch deines Mannes beschreibst, hat das was mit Erfahrungswerten zu tun. Der Hund kennt diesen Geruch aus recht vielen anderen heraus und wird ihm auch in einem belebten Stadtbereich folgen können. Das zeigen recht viele andere nach der Modeerscheinung des MT ausgebildeten Hunde ebenfalls auf. Hier geht es um den Bereich des Meuteverhaltens.

    Nur das der Hund nicht ausgebildet ist und schon gar nicht nach der Definiton "Mantrail", sondern lediglich kurze Fährten im Garten abschüffeln drufte und das der erste Versuch außerhalb des Gartens werden sollte.
    Der Hund aber zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wissen konnte, was man von ihm möchte und auch sonst nicht den Spuren meines Mannes folgt.

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    Das spricht gegen die Arbeit in der Fährtenarbeit, wo man eine Spurtreue wünscht. Hier werden bei der Konditionierung Tempo, Körperbewegungen, Ausarbeitung durch die Bestätigungsform mit Futter auf der Spur selbst beeinflusst um eine möglichst nahe Ausarbeitung in den getretenen Bodenverletzungen zu erlangen.

    Ein über die Beutemotivation, sprich weglaufenden Runner, aufgebauter Fährtenhund ist dem MT zuzurechnen, da er die Konditionierung nicht mit den Bodenverletzungen in Einklang bringt, sondern sich an den abgestossenen Geruchspartikeln des zu suchenden Menschen orientiert.

    Nun aber die Fährte muss doch gelegt werden, anfänglich gerne mit Futter, was aber ja auch wieder abgebaut wird und dann wird noch nicht einmal am Abgang Futter gelegt.
    Auch die Spur fürs MT - Training muss gelegt werden.
    Also schon mal kein Unterschied, wenn man über die Anfänge der Hilfe mit Futter heraus ist.

    Aber warum ist mit einem Mal ein Fährtenhund, der einer Spur folgt, die jemand anderes gelegt hat und sich vielleicht noch damit beschäftigt die Spur zu legen und der Hund von mir aus auch mit Spurtreue sucht, mit mal dem MT zuzurechnen? Und das wo man doch beides nicht vergleichen kann? Und wenn dieser Fährtenhund dem MT Bereich zuzuordnen ist, warum soll dieser Hund dann auf Asphalt die Spur nicht mehr verfolgen können?

    Nun klar übt man so etwas mit Leine, aber was machst du, wenn die Leine ab ist und es passiert so was?
    Dann muss man sich was einfallen lassen.

    Und ob ich jetzt näher gehe und den Hund ohne was zu sagen mitnehme und vielleicht noch etwas kämpfen muss, weil der Hund den Anker wirft oder ob ich hingehe, dem Hund etwas leckeres zeige und ihm damit auffordere mitzugehen, nimmt sich im ersten Moment nicht viel. Nur das der Hund bei zweiterer Methode noch lernt, Frauchen ist interessanter, egal was ich da gerade erschnüffelt habe und genau das ist der Punkt, wo ich persönlich hin möchte. Das ich später diese Leckerchen wieder abbaue und durch ein variables Lob in allen Richtungen ersetze, sollte sich von selbst verstehen.

    Nun wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt, wo der Hund noch ansprechbar ist, dann funktioniert so manches mit dem Gehorsam.

    Ich kann mein Terriertier auch gut abrufen, wenn er nur auf der Spur ist oder in der Entfernung etwas wahr nimmt und noch vorsteht. Aber wenn ich diesen Punkt verpasse, dann kann ich nur hoffen, das er sich an dem großen orientiert und mit dem gemeinsam wieder abdreht, wenn ich rufe. Wenn das nicht greift, dann heißt es ab warten.

    War bisher zweimal und beide male war er innerhalb einer Minute wieder da. Sobald ich meinen Hund wieder sehe und sehe, das er sicher zu mir läuft, dann rufe ich das Kommsignal und feuer ihn richtig an zu mir zu kommen und dafür wird er dann auch belohnt. Ob er kurz verschwunden war oder nicht, mache ich ja auch nicht anders wenn ich ihm im Garten oder auf der Wiese kurz aus dem Blick verliere, weil ich nach dem zweiten schaue oder weiter gehen will. Warum sollte ich das in der Situation anders machen?

    Also mein Mann war auch nicht wirklich einverstanden, als Hund zwei kam. Es war am Anfang ein Kompromiss und wir hatten 3 Monate Probezeit ausgemacht. Mein Mann war dann der, der gesagt hat, der Hund bleibt und basta.

    Also unverschämt finde ich es nicht. Ich würde erst mal alle Seiten sich an den Gedanken gewöhnen lassen und dann nach einer gewissen Zeit noch mal schauen.

    Ich würde zu einem Halsband tendieren, da ich - wenn das Tier nicht gerade in der Kabine mit fliegt - gar nicht situationsbedingt die Rescuetropfen geben kann. Durch das Halsband gibt es dann an sich schon eine ruhigere Grundstimmung.

    Nun für mich stellt sich dort als erstes die Frage, hat der Hund das Signal schon generallisiert. Das ist hier nicht sicher, also helfe ich, in dem ich hingehe und den Hund mitnehme/weglocke und ihm das Signal noch mal im ruhigen Ton sage - ist ja auch eine Konsequenz und die Belohnung fürs Folgen, wenn auch erst nach der 2. Aufforderung.

    Das man danach dann halt das Abrufen in weniger interessanteren Situationen noch einmal verstärkt übt, sollte außer Frage stehen. Aber dann auch so, das der Hund lernt, der Mensch ist immer interessanter, egal was auch passiert.

    Ich persönlich würde - wenn ich will das ein Hund zu mir kommt - nicht mit dem Fuß aufstampfen oder ähnliches - auch nicht um die Aufmerksamkeit zu erregen, denn ich möchte ja das der Hund freudig kommt.
    Mein großer würde beim Fuß stampfen in der Situation erst mal meiden, dann in einem riesigen Beschwichtigungsbogen hinter mich laufen und dort so einen Meter bis 1,5 Meter bleiben und zwar den gesamten Rest des Spazierganges und sich nicht einmal mehr trauen zu pinkeln. Das kann dann auch nicht das gewollte sein, aber mein Großer ist auch ein Sensibelchen und ein Weichei.
    Unserem Terrier würde das vermutlich gar nichts ausmachen.
    Bei unseren brauche ich auch nicht mehr mit Lecker hin gehen, auch wenn ich es anfänglich gemacht habe und das mit Erfolg. Heute gibt es bei Dingen, wo Hund überlegt, ob noch etwas schnüffeln oder direkt kommen ein Fangenspiel. Ich renne weg und die Hunde fangen mich ein, funzt immer.

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    Wenn Erfahrungen aus dem "Profibereich" keine Wertschätzung bei Dir haben, dann kann ich es nicht ändern.

    Was hat die Frage nach dem warum mit Wertschätzung zu tun?
    Erfahrung ist das eine, aber zu sagen geht nicht, weil noch nicht gesehen ist keine Antwort auf eine Frage nach dem warum.

    Wie hier auch schon erwähnt wurde, mit den in der DDR ausgebildeten Hunden der Polizei und der Armee. Das waren auch nur normale Fährtenunde und denen war es egal wo sie gesucht haben und auch ganz besonders den Untergrund. Ich kannte dort einen ehemaligen Armeehund persönlich, nur ist Benny leider nicht mehr am leben.

    Ich möchte noch einmal wiederholen, das der Begriff "ManTrail" sehr jung ist und wie auch schon erwähnt eine Modeerscheinung. Mantrail war schon immer eine Unterform der Fährtenarbeit und wurde von 10 - 20 Jahren nie getrennt von einander gesehen, sondern als eine weitere Spezialisierung.
    Von daher verwundert es mich schon sehr, das man so darauf pocht, das ein Fährtenhund nicht auf Asphalt einer Spur folgen können soll und das dieses nur ein Pivileg der Mantrailhunde ist.

    Ich könnte meinen Hund - das Terriertier - auch nicht wirklich vorführen, weil er erst seit 2 Monaten fährtet und das aus reinem Freizeitvergnügen. Aber trotzdem hat er schon vor dem eigentlichen Fährtenabgang, den wir im Feld vereinbart hatten, die Spur meines Mannes auf Asphalt aufgenommenen und verfolgt. Ich kann noch nicht sagen, ob es Zufall war oder nicht, weil wir es danach nicht noch mal getestet haben, wegen dem Schnee.
    Mein Großer interessiert sich nicht wirklich für Menschenspuren, der nimmt lieber die Fährte von Hunden, Katzen oder Pferden an und folgt diesen sehr zuverlässig und das übrigens auch schon zu Berliner Zeiten mitten in F´hain, an der Rummelsburger Bucht und im Treptow Park.