Beiträge von Cerridwen

    Hm ich habe nie gesagt, dass Mantrail sinnlos oder überflüssig ist. :hust:

    Es ist schon spannend, was einem alles in den Mund gelegt wird.
    Ich habe lediglich gesagt, das Mantrail und auch das Fährten einen gemeinsamen Ursprung haben. Und ich habe mich erdreistet, nach einem Warum zu fragen, das Fährtenhunde nicht auf Asphalt suchen können sollen.

    Aber fassen wir das alles mal zusammen.

    Fährtenhunde können keine Spuren auf Asphalt verfolgen, weil...
    ... es die Definition so sagt
    ... es von den hier aktiven Mantrailern noch nicht gesehen wurden oder sie es noch nicht gesehen haben
    ... weil das Suchmuster ein anderes ist
    ... weil der Fährtenhund nur mit der Nase sucht und der Mantrailhund mit all seinen Sinnen
    ... wenn der Fährtenhund es könne, hätte er gefälligst in die Rettungshundestaffel einzutreten um Menschen zu retten

    Mantrail ist besser als Fährte, weil...
    ... man da auch in der Stadt suchen kann, was man dem Fährtenhund abspricht
    ... man Menschen retten kann, was man dem Fährtenhund abspricht
    ... man viel Zeit und Geld investiert, Fährtenhunde kosten ja im Traninig keine Zeit und kein Geld


    Was haben wir daraus gelernt: man huldige die Mantrailer und die Rettungshundestaffeln :gott: weil man ja nichts ist, wenn man nur eine artgerechte Auslastung sucht und es nur als Sport machen möchte und sich zu keiner elitären Gruppe zu gehören wissen möchte.

    Also ich finde es auch richtig, einen Hund in ein passendes Zuhause zu vermitteln, egal ob 2. Hund, Tierschutzhund oder Welpe vom Züchter.

    Es kann immer was geben, was nicht passt. Ich kann mich noch so gut auf die Anschaffung vorbereiten und ich kann alles noch so genau planen und timen und es kann vorher noch so gut mit einem anderen vorhandenen Hund passen, alles ist kein Garant, das es auch im Zusammenleben wirklich passt.

    Was ist denn das für ein Hundeleben, wenn man nicht zusammenpasst und nicht warm miteinander wird oder sich die Hunde nur angiften oder andere Probleme auftauchen können, die man nicht wirklich lösen kann, weil halt die Chemie nicht stimmt. Da ist dann weder der Hund noch der Mensch glücklich.

    Wenn es dann wirklich nicht passt, dann muss ich schon Profi genug sein und dann für den Hund entscheiden und nicht nach meinem eigenen Egoismus, weil was nicht passt wird passend gemacht.

    Zitat


    Wenn ich sehe, was die Leute in unserer Staffel alles investieren an Zeit und Geld, ist eine Hundesteuerersparnis doch das mindeste was ich von der Gemeinde/Stadt erwarten kann.

    :hust:


    Aber das erklärt immer noch nicht die Frage, warum ein Fährtenhund nicht auf Asphalt suchen können kann :lachtot: und warum nun auch noch der Färtenhundführer in die Rettungstaffel eintreten sollen. Um zu beweisen, das er auch auf Asphalt suchen kann? Um Steuern zu sparen? Um ehrenamtlich zu arbeiten?

    Nun ich kenne sehr viele Menschen, die in die Rettungshundestaffel gegangen sind und den Hund als aktiv gemeldet haben - also die Prüfung abgelegt haben, mit der Begründung, das sie sich dann die Hundesteuer sparen. Das ist Fakt.

    Das "pfoteln" ist ein Bettelinstinkt, der aus der Welpenphase geblieben ist.
    Wenn er Mami gepfotelt hat, dann öffnete die Milchbar und es gab etwas.
    Das Verhalten wird bei behalten und immer mal wieder gerne ausgepackt, wenn man etwas möchte.

    Rettungshundestaffel = Aktiver Hunde = Steuerersparnis = wenn das nicht schon mal ein Anreiz ist, warum Rettungshundestaffeln im Moment so einen Zulauf haben.

    Zitat

    Das der Hund Spuren verfolgen kann, wird in keinster Form bezweifelt. Hier geht es um die Unterscheidung der vorliegenden Gerüche und das spreche ich einem Fährtenhund auf Asphalt ab. Selbst wenn der HF den Abgangsort kennt.

    Ist doch ein Wiederspruch in sich. Entweder er kann den Spuren folgen oder er kann es nicht.

    Zitat

    Die Erklärung für das Funktionieren Deiner These habe ich Dir gegeben, was noch lange nicht heißt, dass der Hund dem MT zuzuordnen ist.

    Nun es ist eine These, die auf wissenschaftlichen Ansichten beruht. Aber rein logisch nicht nachvollziehbar und mit dem gesunden Menschenverstand schon gar nicht.


    Zitat


    Könnte es sein, dass die andere Motivation gemeint ist? Der Mantrailer sucht doch den Menschen, der die Spur gelegt hat, den zu finden ist sein Erfolg. Die Spur ist nur das Mittel zum Zweck, den zugehörigen Menschen zu finden. Was genau der Fährtenhund sucht, bin ich mir nicht sicher - was liegt da am Ende, ein Jackpot? Was ist seine Motivation? Ist da nicht die Fährte in gewissem Sinne Selbstzweck, ist sie nicht wichtiger als das, was der Hund am Ende findet? Welchen Zusammenhang hat die Belohnung mit der Spur?

    Nun kann nicht auch der Jackpot am Ende einer Fährte ein Mensch sein, der das Lieblingspielzeug hat, wenn man die Möglichkeit hat? Ich denke schon.
    Kurz gesagt:

    Zitat


    Die Motivation bei beiden ist entweder Spielzeug oder Futter = Beute machen. Wo ist die Motivation für den Hund nun anders? Beide suchen eine Spur ab und erhalten am Ende den Jackpot.

    Zitat


    Also sucht der Fährtenhund den Jackpot, der am Ende der Spur liegt? Woher weiss er, was genau er sucht, wird ihm der Jackpot vorher gezeigt, oder wie wird das verknüpft? Und nochmal, in welchem Zusammenhang mit der Spur steht die Belohnung?

    Woher weiß der Mantrailhund, was er genau sucht?


    Fassen wir zusammen: Hf die Fährten sagen, das ein solcher Hund auch auf Asphalt keine Probleme haben muss. Mantrailer sagen ein Fährtenhund kann nicht auf Asphalt suchen, weil geht nicht - warum auch immer. Und der normale HH mit etwas Menschenverstand fragt sich dann, warum es nicht möglich sein soll, das ein Fährtenhund einer Spur auf Asphalt folgen kann, weil Spur ist doch Spur.

    Zitat


    Meiner Meinung nach ist die Anschaffung eines Hundes eine Anschaffung für sein ganzes Hundeleben. Und bei den geringsten Zweifeln daran, hat man die Finger davon zu lassen.

    Da stimme ich dir ganz uneingeschränkt zu. Beim Ersthund ist es auch (fast) immer uneingeschränkt möglich. Aber sobald es um einen 2. oder 3. oder auch noch ein andere Hund dazu kommt und man so eine Gruppe aufstellen will, dann kann man das nicht immer mit Sicherheit sagen, das es ein Hundeleben lang sein wird.
    Auch wenn sich Hunde super verstehen, wenn sie sich kurz kennenlernen, ist es keine Garantie, das diese auch immer ein perfektes und homogenes Team sind und sich immer vertragen.
    Wenn ich dann merke, das es nicht geht, dann muss ich Profi genug sein und zum Wohl der Hunde entscheiden und wenn nötig mich auch von einem trennen und für ihn das perfekte zu Hause suche in dem er dann glücklich werden kann und halt nicht einfach nur abschieben um den Hund wieder loszuwerden

    Ich habe nicht sehr lange gebraucht und hatte auch Frusttage und Rückfälle.
    Der Hund kam aus dem Libanon und kannte nicht viel.

    Bei dem habe ich auch das eine oder andere gemischt. Zuerst einmal habe ich den eingeclickert.
    Angefangen mit Hund gesehen und noch entspannt weil noch weit weg. Klick und Lecker und dann abgedreht und einen anderen Weg genommen. Später immer weiter ran und immer später geklickt. Im Laufe dann nicht mehr einen anderen Weg genommen, sondern einfach einen Bogen gelaufen.
    Dazu dann auch schon mal auf Abstand abgelenkt mit Übungen aus dem Grundgehorsam. Und immer so weiter.
    Hat der Hund dann doch mal ausgelöst, dann wurde er am Geschirr genommen und ich bin dann stur weiter gegangen und wenn der Hund sich wieder beruhigt hatte, habe ich kommentarlos das Geschirr losgelassen und der Hund konnte wieder normal an der Leine laufen.

    Alles in allem hat dann bei mir gut 2 - 3 Monate gedauert - war mein Sitterhund - und bei seinen Besitzern dauerte es noch einige Zeit länger, aber auch weil diese nicht ganz so ruhig und Konsequent waren.

    Im Freilauf und Abrufbarkeit war bei dem Hund so kein Problem, es sei denn es knallte oder es gab einen anderen Reiz auf diesen der Hund - ja immerhin ein Kriegshund mit mehr als einem Trauma - einprasselte.
    Ohne Leine fand er alle toll und tobte auf mit fast jedem Hund herum.