Beiträge von Cerridwen

    Nun ich würde erst mal versuchen zu klären, warum er fiept und dann mal eine "klare Ansage" schaffen und den Hund auf einen Platz verweisen und dann da mal liegen lassen - ganz besonders, wenn es darum geht, das der Hund Aufmerksamkeit möchte.

    Das ganze würde ich dann auch mit den Besitzern besprechen, nämlich, ob er diese Allüren zu Hause auch zeigt oder nicht. Gegebenenfalls würde ich den Hund auch mal zu Hause besuchen und schauen, wie er sich da verhält.

    Wird er in die Wohnung gebracht? Wenn ja, würde ich mal versuchen, den Hund draußen in Empfang zu nehmen und schauen was dann passiert.

    Ansonsten würde ich alles so weglegen und stellen, das er nicht in die Verlegenheit kommt zu klauen.

    Zitat

    Ich war nur so schockiert, weil wenn ich mit Hunden arbeite, dann doch mit allen, oder seh ich das falsch?

    Sagt mal, kann das sein?

    Nun nicht jeder hat Erfahrung mit Problemfällen oder traut sich die Arbeit mit Hunden zu, die gegen Menschen gegangen sind, warum auch immer.
    Bei manchen fehlt auch wirklich die Erfahrung, bei anderen ist es einfach die Angst vor der Verantwortung die sie damit ja auch zum Teil übernehmen. Aber lieber das ehrlich gesagt, als noch mehr Schaden anzurichten.

    Auch ein voller Terminkalender ist nicht unbedingt selten. Ich kenne einige Kollegen, deren Termine auch bis zu 4 - 6 Wochen ausgebucht sind und auch die Nottermine kaum noch unterzubekommen sind. Zwar haben die dann auch den einen oder anderen Kollegen in der Hinterhand, an den sie dann verweisen.

    Ich selber habe in meiner Anfangszeit - auch jetzt noch - Leute an Kollegen verwiesen, wenn ich zu dem Bereich keine Erfahrung hatte oder einfach keine Zeit. Heute ist es eher so, das ich Welpen in eine Gruppe schicke, als sie isoliert und einzeln zu trainieren.

    Sich gar nicht zu melden, geht allerdings gar nicht.

    Nun ich arbeite ja ganz gerne mit den Fehlverhalten ignorieren und ein anderes Verhalten etablieren.
    Da muss ich halt etwas mehr managen und genauer planen. Wenn mein Hund zum Beispiel Radfahrer anbellt oder Jogger, dann muss ich das nächste mal vor dem Hund reagieren und noch wenn er ruhig ist, in eine andere Richtung laufen - zum Beispiel, oder einen Bogen laufen oder einfach umdrehen. Wenn ich mal die Situation verpasst habe, dann sage ich gar nichts und gehe stur meines Weges.
    Was ich dann an der Stelle etablieren will, hängt dann von den Ansprüchen ab.
    Das ist aber auch nicht einfach und man muss schon gut beobachten und rechtzeitig reagieren. Man braucht dazu oft jemanden, der einen Anleitet und einem hilft, den Punkt zu finden und auch darauf achtet, das man die eigene Anspannung nicht auf den Hund überträgt.

    Aber eines muss dort dann auch schon bestehen. Nämlich eine gute Führung und einen Hund, der einem vertraut und auch einiges zutraut.

    Ich würde als Mensch keine Rangfolge für die Hunde festlegen. Zum einen kann man es nicht aufrecht erhalten, wenn es nicht auch unter den Hunden so ist und ob die das genauso sehen. Das kann unter Umständen noch mehr Stress machen, als nützlich sein.
    Allerdings würde ich richtige Raufereien auch nicht zu lassen. Wilderes Spielen ist noch okay, aber mehr auch nicht. Wenn sich meine beiden meinen anzicken zu müssen - wegen was auch immer - ist dieser Gegenstand meiner. Genauso beende ich ein Spiel, was sich hochschaukelt. Ich bevorzuge keine und ich stelle auch keinen nach hinten - Folge mäßig. Das hat schon immer gut funktioniert und so habe ich ein sehr harmonisches Leben im Haus.

    Nun wie soll man das erklären? Nicht mal die Ethologen sind sich da so einig über das Thema.

    Da wirst du dir schon deinen Weg suchen und auch finden müssen.

    Bei uns ist es in aller erster Linie Respekt und zwar allen gegen über im Haushalt und das auf allen Linien.
    Alles andere ergibt sich dann im Zusammenleben von selbst und wenn man dann auch noch souverän ist, dann geben einem die Hunde schon sehr schnell die Verantwortung und man hat ein ruhiges harmonisches Zusammenleben.