Beiträge von Cerridwen

    Darum geht es doch gar nicht *kicher*
    Klar brauche ich für die Fährte keinen Helfer und er kann der Spur folgen.
    Auch ein Fährtenhund kann der frischesten Spur oder auch einer älteren Spur folgen, wenn die Trails zu nahe bei einander liegen.
    Und mein Hund muss beim Fährten nicht unweigerlich nur meiner Fährte folgen, sondern kann es auch bei anderen anderen Personen.
    Ach ja und ein Fährtenhund kann nicht nur in Wald und Wiesen suchen, sondern schafft es mit etwas Übung auf Asphalt.
    Ein Fährtenhund kann auch auf Tierfährten gut arbeiten und auf Menschenfährten. Er kann auch auf spurtreue suchen, sowie auch auf Flächen. Er kann Gegenstände anzeigen oder auch nicht.

    Wo ist nun der Unterschied, außer das ich mir eine Fährte auch selber legen kann und keinen Helfer brauche und beim Mantrail definitiv immer ein Runner vorhanden sein muss?

    Mein erstes Lehrgeld zahlte ich vor über 10 Jahren, als ich mit dem Rücken zu einem Auslauf stand, in dem sich ein reaktiver Hund aufhielt. Ich unterhielt mich mit seinem Betreuer und machte den Fehler nicht zu schauen, wo dieser Hund ist und ging einen Schritt rückwärts. Im nächsten Augenblick hing ich im Zaun, weil der sich meine Kapuze geschnappt hat. Der Schreck war für alle groß und ich war froh, als ich meine Jacke aus hatte und wieder atmen konnte. In dem Moment hätte ich diesen Hund erschlagen könne, während ich nach Luft rang.
    An diesen Hund bin ich auch nie wieder ran gegangen und habe das Training aus sicherer Entfernung geschaut, wie mit dem gearbeitet wurde. Inzwischen ist dieser eines natürlichen Todes gestorben und hatte ein Platz bei netten und erfahrenen Menschen gefunden.

    Ich glaube einem solchen Hund hätte man Jahre lieb und freundlich mit Distanz begegnen können, aber das hätte nichts an seinem Gemütszustand geändert.

    Zitat

    Bin ich die einzige, die der Meinung ist, dass Unterwerfung und brutales Willenbrechen der falsche Ansatz ist?

    Hat hier jemand gesagt, das er den Hund unterwirft oder bricht? Bisher doch nicht - die nächsten Seiten lese ich erst noch.

    Aber du muss doch einen solchen Hund erst mal eine Basis geben, in der er ansprechbar ist.
    Auch ein Wildtier im Zoo, welches nicht ansprechbar ist, wir auf den Clicker nicht reagieren.
    Zu einem späteren Zeitpunkt kann ein Clicker ein sehr gutes Werkzeug werden, aber nicht am Anfang.
    Laufen ist auch gut und schön und auch nützlich, aber gilt es auch da, das man dort nicht einfach sagt, gut dann rennen wir jetzt mal um den Wald und dann ist er kaputt und ansprechbar.

    Nur mal zu sagen, ich habe auch schon Hunde mit den Knie oder dem Fuß weggeschoben, aber nicht getreten.

    Zur Zeit gehe ich mit 3 Hunden und das auch alleine. Gestern Abend hatte ich eine Situation, die hätte bös ins Auge gehen können.
    Da half nur Ruhe bewahren und besonnen reagieren. Ich habe meinen Feyd abgeleint und bin mit den anderen auf die andere Straßenseite gewechselt. Hätte ich keinen abgeleint, hätte es eskalieren können, wenn der Rüde zu uns gekommen wäre. Feyd ist ein sehr souveräner Hund, der sich nur dann mal "prügelt", wenn gar nichts mehr geht und die Situationen wo es so war, kann ich noch an einer Hand abzählen und selbst dann ging es nicht über ein Commentkampf hinaus.
    Für mich in der Situation das einzige, was mir half, Zeit zu gewinnen und alles zu sortieren und die Situation einzuschätzen. Nun es waren zwei Rüden, die auf einem Status waren und außer etwas prollen war nichts und alle konnten ihren Weg fortsetzen.

    Als Tipp kann man also nur sagen, das es nichts nützt, in einer solchen Situation hysterisch zu werden, sondern die Ruhe bewahren und besonnen zu reagieren - und das habe ich auch, als mein 12 Wochen alter Feydspund im Maul des American Bulldogs hing und in Panik schrie.
    Feyd ist also auch das beste Beispiel, das nichts zurück bleibt und das man auch einen Hund mit solchen Erlebnissen ganz gezielt und bewusst für die Arbeit mit schwierigen Hunden einsetzen kann.

    Was das Spielverhalten von verschiedenen Hunden angeht, ich kenne auch nicht alle Spielverhalten von allen Rassen. Aber es war auch als Punkt zum nachdenken gedacht. Um die Situation noch einmal zu reflektieren und zu überlegen, ob der Hund wirklich "außer Kontrolle" oder gar "aggressiv" war.

    Man kann nie einen Trainer mit einem anderen vergleichen, auch wenn sie noch so ähnlich arbeiten.

    Es gibt bekanntlich viele Wege, die nach Rom führen, vermutlich so viele Wege, wie es auch Trainingsmethoden gibt.

    Mit Clicker und Co wird man aber auch keinen reaktiven Hund umerziehen können, auch nicht mit Laufspielchen, das wäre zu schön, wenn es zu einfach wäre.
    Aber es geht schon damit, das man eine positive Grundstimmung vermittelt und dem Hund positive Erfahrungen vermittelt.