Beiträge von Cerridwen

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    Unsere Körpersprache, Cerridwen unsere... und nicht die des Hundes.

    Die Abessinerin

    Aber darum geht es doch.

    Es spricht doch keiner davon, das man den Hund 1 zu 1 zu immitiert, sondern davon, sich die natürlichen Verhaltensmuster zu nutze zu machen und damit den Fremdsprachenbereich Mensch - Hund zu verkleinern, denn der Hund wird unsere Sprache nie lernen können. so wie der Mensch nie wirklich so richtig bellen kann.

    Es geht doch gar nicht darum alles 1 zu 1 zu übertragen, sondern zu schauen, wie verhalten sich Hunde, wenn und dann zu überlegen, wie kann ich dieses Wissen nutzen, um es auf den menschlichen Körper anzupasen und dann dem Hund verständlich zu machen.
    Gute Beispiele sind da nun mal das ignorieren von frechem Verhalten beim wieder kommen, Bodyblocks zur Bewegungseinschränkung oder ähnliches.

    Es geht nicht darum zu sagen, he Hund lass mich mal an deinem Hintern schnüffeln, wie ist denn dein Erregungszustand, ne der ist noch zu hoch komm erst mal runtern, sondern zu sagen Hund du bist kurz vor dem Kollaps, bis du dich nicht beruhigt hast, tut sich gar nichts.

    Ein frontalter Körper wird immer zum Stoppen animieren, während ein seitlich abgewandeter immer zum kommen auffordert. Das ist unter Hunden nicht anders. Darf ich das nun nicht mehr anwenden, weil ich es nicht umsetzen kann, weil ich kein Hund bin? Wäre doch völliger Blödsinn, wenn ich doch weiß, das Hunde besser auf die Körpersprache reagieren.
    Ich kann mir als Mensch auch keine neue Körpersprache ausdenken, weil es immer Elemente geben wird, die auch in ähnlicher Art bei Hunden, Katzen, Frettchen oder anderen Tieren vorkommt und wenn ich es könnte wäre es quatsch, weil die Tiere diese dann erst einmal verknüpfen müssten wie ein Sichtzeichen für ein bestimmtes Hörzeichen.

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    Weil sie unsere Körpersprache besser und vorallem richtiger deuten können als und unsere Lautsprache?

    Weil es uns die Arbeit mit unseren Hunden vereinfacht?

    Die Abessinerin

    Na und warum ist das so? Wenn wir doch gar nicht mit der Körpersparche agieren dürfen, weil es ja vom hündischen abgekupfert ist.
    Das ist doch der Knackpunkt. Hunde reagieren besser auf die Körpersprache, weil sie diese besser versehen können und wir nutzen unseren Körper, um dem Hund zu vermitteln was ich wünsche oder auch nicht wünsche und ignorieren/nicht beachten ist doch auch ein Teil dieser Körpersprache.

    Also wir hatten nie Probleme, weder in der Stadt, noch jetzt auf dem Land.
    Einige Vermieter haben sich schon komisch angestellt, doch meist waren sie dann doch freudig überrascht und sehr nett.

    Gerade bei unserem letzen Umzug vor einem halben Jahr hatten wir dann sogar die Qual der Wahl, welches Objekt wir denn nun nehmen.
    Wir hatten die Auswahl zwischen 2 Wohnungen und 3 Häusern.
    Mein Mann war bei allen Besichtigungen alleine und hatte noch nicht mal ein Foto von den Hunden dabei.

    Das Haus in dem wir nun wohnen, hatte den größten Garten. Die Marklerin ließ sich dann Fotos schicken, weil es sie interessiert hat. Unsere Vermieter waren am Tag des Einzuges eher enttäuscht, das wir die Hunde ins Bad getan haben und sie die nicht sehen konnten - gut zu hören waren sie zwischen durch.
    Die Eltern unseres Vermieters kamen dann mal vorbei und waren so begeistert.

    Es kommt da immer darauf an, wie die Hunde so drauf sind - gut bei uns war es vielleicht auch noch mein Job, der viel Einfluss hatte. Denn die Hunde eines Trainers sollten sich schon zu benehmen wissen.


    Ich würde aber nie von Tieren an sich sprechen, wenn ich irgendwo anrufe, sondern immer direkt den Namen des Tieres, besonders des Hundes nennen.

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    Nö, Cerridwen, ich meinte, wir Menschen sind zu dämlich als das wir hündisch verstehen und richtig einsetzen/anwenden können.

    Der Hund... nun erliest unsere Körpersprache und weiß ganz gut, was Sache ist.

    Warum wohl, denkst Du, reagieren Hunde besser auf körpersprachliche Befehle, also Sichtzeichen, als denn auf verbale?
    Zumal wir dann auch noch das eine sagen und das andere zeigen....

    Ich zitiere mich mal selber

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    Also ich kann jeden nur mal empfehlen, einen Tag seinen Hund zu handlen und zwar ohne Signalwort und ohne Sichtzeichen

    Schön ist auch, wenn wir Menschen zu dämlich sind, hündisch zu verstehen, anzuwenden oder einzusetzen, warum arbeiten wir dann mit einer körpersprachlichen Kommunikation (mit deinen Worten Sichtzeichen) :???:

    Ich beantworte die Anfragen meine Hunde auch, wenn sie höflich und respektvoll sind. Sind sie es nicht, dann besitze ich die Arroganz mich auf meine Sachen zu konzentrieren oder mich mit anderen Dingen zu beschäftigen als mit meinen Hunden.

    Wenn ich zum Beispiel meinen jetzigen Urlaubsgast bei der Berüßung auf seinen Platz schicken wollte, würde das gar nicht gehen, weil der einfach nicht ansprechbar ist und ich müsste diesen dann auf seinen Platz bringen. Dann würde ich aber nicht mehr agieren, sondern reagieren - denn dieser Hund will Aufmerksamkeit und zwar jetzt und um jeden Preis und völlig egal ob negative oder positive. Würde ich ihn auf seinen Platz bringen, hätte ich ein weiteres Problem, der würde in diesem Zustand alleine nicht dableiben, also müßte ich ihn anbinden. Das aber wiederum würde noch mehr Stress verursachen und dieser Hund würde völlig am Rad drehen.
    Gehe ich aber hin und "ignoriere" ihn, lasse ihn an mir rumhüppen, ohne das ich darauf eingehe, mir nach laufen und um mich rumwusseln und würdige ihn keines Blickes, berühre ihn nicht und spreche ihn schon gar nicht an, sondern setze mich mit einem Kaffee und einem Buch in die Küche und warte einfach ab, wird er beim ersten mal einige Zeit brauchen, bis er zur Ruhe kommt. Aber diese Zeiten werden von mal zu mal kleiner.
    Bei diesem Hund war ich in einer Woche klar, das er sich höflich, respektvoll und vor allem lautlos verhalten hat, wenn ich wieder ins Haus kam.
    Ich möchte nicht wissen, in welchem Stadium wären, wenn ich diese Anfrage mit einem Signal oder einer Aufforderung behandelt hätte.

    Ähnliches beim bellen und zur Tür stürmen wenn es klingelt. Ich habe ihn nicht beachtet und an die Leine genommen, damit er die Leute nicht über den Haufen rennen konnte und ihn erst wieder von der Leine abgemacht, wenn er sich beruhigt hatte. 3 Wochen und er Spuck war vorbei.
    Wie lange kämpfen die Leute, die die ihren Hund auf den Platz schicken oder das Verhalten mit einem Abbruchkommando unterbrechen?

    Es ist eine lebendige Interaktion zwischen mir und dem Hund/den Hunden und eine Interaktion, mit der wir uns sehr gut verständigen können.
    Niemand muss es nach machen oder ausprobiern. Aber zu sagen, das die Hunde es nicht verstehen, das wir zu dumm sind, um das Hundeverhalten zu lesen und zu verstehen und dann auch noch als Mensch anzuwenden und umzusetzen ist völliger Quatsch.
    Genauso wenn man sagt, das wenn man mit dem Hund entsprechend versucht auf eine kommunikativen Ebene zu gelangen muss sich dann bitte auch überall und in jeder Situation hündisch verhalten.

    Der Mensch in einem Mensch - Hunde - Team muss einfach eins sein, für den Hund berechenbar, damit dieser sich an seinem Menschen orientieren kann.

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    Nur ist ein Hund intelligent genug um zu merken, daß Du ein Mensch bist und sorry, wenn Menschen versuchen hündisch zu reagieren kann das nur in die Hose gehen, denn die Bandbreite der Kommunikation einschließlich Körpersprache haben wir nicht drauf .... Wir können in hündisch nur bruchstückhaft mit unseren Hunden kommunizieren, wenn überhaupt.

    Sprichst du dann dem Hund nicht die Intelligenz ab, das er zwar unterscheiden kann, das ein Mensch ihn streichelt oder anschaut, aber die Körpersprache des Menschen wiederum nicht verstehen kann?

    Warum ist es so sonst so wichtig, das der Hundehalter auch auf seinen Körper achten, wenn er etwas von seinem Hund möchte.

    Wenn also die "hündische Kommunikation" nur in die Hose gehen kann, dann frage ich mich, warum jeder Hund sehr gut mit einer körperlichen Bewegungseinschränkung klar kommt und diese auch noch versteht?
    Warum reagieren Hunde besser auf die Körpersprache des Menschen, als auf Worte?
    Also ich kann jeden nur mal empfehlen, einen Tag seinen Hund zu handlen und zwar ohne Signalwort und ohne Sichtzeichen :hust:
    Wer das schon mal gemacht hat und zwar wirklich konsequent, der wird feststellen, das diese für den Hund viel klarer ist.

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    Zur Darstellung des Verhaltens auf kurze Sicht ganz interessant.....aber da wurde die Problematik der Langzeitfolgen ausser acht gelassen.

    Ja eben und das ist ja gerade das interessante daran, ob und wie sich das Verhalten der Hunde verändert und ob dieses Verhalten sich dann hält oder nicht. Das es sich nicht dauerhaft hält wissen wir ja.
    Von anderen Folgen mal ganz abgesehen.

    Aber auf der anderen Seite frage ich mich, warum man das mit ECollar tut, wenn es in Deutschland doch verboten ist und warum an einem Mali :hust: