Beiträge von Cerridwen

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    ich habe lediglich die these aufgestellt, dass ein sehr auf sein herrchen oder frauchen orientierter hund sich so sehr über ein lob freuen kann, dass das alleine zum shapen reichen könnte. das gilt allerdings nur, wenn die orientierung am halter soweit vorhanden ist.

    Mein Großer ist sehr an mir orientiert und es gibt für ihn fast nichts schlimmeres, wenn er mich auf einem Spaziergang verliert.
    Aber - und das obwohl Markerwort und Lob auch zu unseren Belohnungen gehören und ihn auch in einem gewissen Grad motivieren - findet er es toll, wenn er am Ende einer Übung etwas tolles bekommt, wenn nicht ist auch nicht schlimm.

    Wie schon gesagt, es ist möglich, aber ich persönlich finde, das ein variieren verschiedener Dinge einfach mehr motiviert und man sich damit für den Hund noch interessanter macht und damit die Beziehung immer noch mal einen guten Schubser bekommt.

    Hm ich würde mich auf der einen Seite rar machen und auf der anderen Seite den Hund zu gemeinsamen Erlebnissen einladen. Erst ganz einfache wie im Garten und im Park sitzen und die Ruhe genießen, Kontaktliegen und kuscheln, aber auch schon mal spielen und richtig toben, vielleicht auch noch aus der Hand füttern.
    Dann würde ich leichte Ausflüge machen, an Stellen, wo sie keine Angst hat und mich dann langsam an die Situation heran tasten.

    An der Straße würde ich dann einfach vermehrt mit "schönfüttern" arbeiten, wenn man diese Bereiche nicht vorerst meiden kann. Ohne was zu sagen, das Futter auf den Boden legen oder ohne Worte und anschauen oder anfassen aus der Hand nehmen lassen.

    Vielleicht kannte dein Hund das Kind doch und er hat noch eine Erinnerung mit ihr. Wenn sie bei der Züchterin in der Nähe wohnt, kann es doch sein, das sie in der Prägephase zum Welpenknuddeln da war und ihm dabei vielleicht erschreckt oder weh getan hat.
    Frag doch mal deine Züchterin nach dem Mädchen und ob da mal was war oder ob sie wüsste/sich erklären könnte, warum er da solche Angst gezeigt hat.

    Lenny hat auch Heuschnupfen und der hat keine roten Augen, sondern den ganzen Sommer über Husten. Sind wir auch nur durch Zufall drauf gekommen. Wir haben ewig nach einer Ursache für den Husten gesucht - incl. Herzultraschall - und dann hatte er einen meiner Allergietabletten erwischt, weil sie mir runter gefallen war und der Spuck war plötzlich vorbei. Ein oder zwei Tage später ging der Husten wieder los und dann das noch mal beim TA wiederholt und siehe da, husten wieder weg.

    Es gibt zwei Wege.

    Entweder zuerst bei bringen, etwas festzuhalten und dann auszugeben und dann nehmen lassen und wieder geben und dann langsam Richtung Boden legen und sich in die Hand geben lassen.

    Oder man legt es direkt auf den Boden und wartet einfach ab, bestätigt aber jeden Schritt in die richtige Richtung.

    Nimmt man das Lieblingsspielzeug des Tieres, geht es meist viel schneller.

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    Also der Satz sollte schon zuende gelesen werden, sie schrieb doch, dass der Hund frei lief obwohl er sich nicht abrufen lasse. Ich denke darum ging es, und nicht, dass alle Rüden an die Leine sollen.

    Nun nimm mal das Beispiel, das du einen Rüden hast, der sich sonst immer ohne Probleme abrufen lässt und den dort dann im Zusammenhang mit der Hündin der Hafer sticht und er mal die Ohren auf Durchzug stellt oder sich bitten lässt.
    Wie möchtest du dann wissen, ob der Hund nun sonst abrufbar ist oder nicht?

    Ich könnte das nicht sagen und das auch nicht bei Hunden die ich kenne, denn es sind immer noch Lebewesen und diese haben auch mal einen schlechten Tag. Da ist meiner keine Ausnahme und viele andere Hunde die ich kenne - ganz gleich welchen Geschlechts - ebenso.

    Da man das also nicht sicherstellen kann, bleibt dann wieder die Forderung danach alle Rüden an die Leine.

    Ich als Rüdenbesitzer hatte es im übrigen im umgekehrten Fall, nämlich läufige Hündin in den Stehtagen ohne Leine und der Besitzer trödelte rum, während sich die Hündin unter meinen Rüden schob. Begründung , na da kann doch eh nichts passieren, der ist doch kastriert. Na herzlichen Dank auch *kicher*

    Wir haben unseren großen Rüden wegen dieser und ähnlicher Geschichten kastrieren lassen. Der war allerdings gerade mal ein Jahr alt.

    Er war draußen nicht mehr ansprechbar und wenn dann nur mit massiver Einwirkung oder mit massivem Kraftaufwand um den Hund zu halten.
    Seine Erziehung hatte er komplett vergessen.
    Er hat so gut wie nichts mehr gefressen und hatte am Ende auch gut abgenommen.
    Schlief kaum noch und war mehr als nervös. Fipsen und jaulen und das zu jeder Tages und Nachtzeit war schon nicht mehr schön, denn ich konnte dann auch kaum noch schlafen.

    Sehr schnell nach der Kastration nahm der Hund das Fressen wieder auf, hat endlich mal geschlafen. Nach so ca. 8 Wochen war er auch draußen wieder ansprechbar und die Nervosität ließ nach und seine Erziehung im großen und ganzen auch wieder.
    Was sich aber gar nicht geändert hat - was auch nicht schlimm ist - ich weiß wann eine Hündin läufig ist und wo sie lang gegangen ist und wenn sie in den Stehtagen war oder ist, dann gibt es auch wieder nervöses fieoen und dann ist es auch mit dem Gehorsam etwas schwieriger - man muss den Herrn dann schon so 2 - 3x bitten.

    Es ist immer ein 2 schneidiges Schwert und man muss es wirklich abwägen und sich überlegen, was für alle das beste ist. Aber man darf halt auch die Erziehung nicht aus den Augen verlieren und kann nicht davon ausgehen, das es dann keine Probleme mehr gibt und alles verschwunden ist. Das wird es definitiv nicht.