Beiträge von Cerridwen

    Jein.

    Es gibt auch bei erwachsenen Hunden solche Tests, die man als Therapeut machen kann - besonders bei Aggressions- und Kommunikationsproblemen, um ein Problem einzugrenzen, aber da geht es dann nicht mehr um auf den Rücken legen oder von oben greifen.
    Was da gemacht werden kann, kann man in diversen Büchern nachlesen. Ich möchte das hier auch nicht unbedingt ausführen, denn es ist nicht immer ganz ungefährlich, besonders wenn gewisse Problematiken vorliegen.

    Naja es gibt noch den Test mit dem von oben greifen und ob der Hund dann neugierig auf die Hand schaut oder zurück weicht, dann ist es entweder Unsicherheit mit Hilfe die wollen mit fressen oder he cool Charakter.

    Wenn man Rot gibt, muss man definitiv auch ein Grün und Gelb haben.

    Such mal nach Ampel und Ampelsystem, da gibt es schon einige Threads zu, in denen dann auch gesagt wird, was bei wem Rot ist und warum.
    Das Rot muss zum Hund und in die Situation passen.
    Bei meinem Sensibelchen würde da im übrigen schon ein erheben der Stimme und ein böser Blick mit leicht vorgebeugten Körper ausreichen, damit der schon zusammenklappt wie ein Taschenmesser.

    Ja da ist auch was dran, an der These. Ich keine einige, die sich als Welpe so verhalten haben und dann sich mit dem Besitzer immer mal wieder so kleinere Grabenkämpfe geliefert haben und in der Pubertät gern schon mal alle in den Wahnsinn getrieben und auch später gern mal eigenen Entscheidungen treffen. Sie brachen halt gern mal etwas mehr Aufmerksamkeit.

    Es gibt aber auch die, die als Welpen sich nicht unbedingt auf den Rücken legen wollten, weil ihnen das Vertrauen fehlte und die dann eher sensible, unsicher und zurückhaltend sind.

    Dieses auf den Rückenlegen und schauen, wie sich der Welpe verhält ist ja nur einer von einigen Tests, mit denen man den eventuellen Charakter - besser dessen Entwicklung - etwas bestimmen kann.

    Hm also es kommt darauf an.

    Ich mache meinen Großen mal los, um einen Situation zu entschärfen, aber nur wenn ich erkennen kann, das der andere Hund sich verständigen kann und entsprechend reagiert.
    Auch mache ich ihn los, wenn ich sehe, das der andere Hund freundlich ist.

    Ich habe Feyd auch schon mal bei einem angeleinten Rüden losgmacht, der rumgestakst ist wie ein großer, hab dem Kind gesagt, es solle im Zweifel die Leine fallen lassen und bin dann ca. 20 m aus der Situation gerannt - mit unserem kleinen Monster - und habe Feyd dabei zu mir gerufen.

    Aber ich würde ihn niemals ableinen, wenn ich eine ersthafte Gefahr sehen würde oder wenn ich ersehen könnte, das sich daraus eine "Rudelprügelei" ergeben kann.

    Im Grunde würde ich sagen, hast du nichts falsch gemacht und der Herr hätte seinen Hintern schon mal früher in Bewegung setzen können, besonders als ihr angeleint habt.

    man sagt schon, das solche Hunde eher nicht an einen Anfänger gehen sollten, weil sei dazu neigen auch mal zu hinterfragen und schon anstrengender werden können. Eben eigenständiger sein/werden könnten.

    Ist halt ein Indiz, auch was das Vertrauen und das unterordnen angeht, abr eben nur ein Indiz.

    Ich strafe auch nicht. Warum auch, wenn es in eine Situation kommt, wo ich strafen müsste, habe ich vorher schon einen Fehler gemacht.
    Wenn mein Hund zum Beispiel die Ohren auf Durchzug hat und stiften geht, dann kommt er an die Leine und wird für den Rest des Spazierganges ignoriert. Selbst wenn ich da dann auch richtig sauer bin, aber was bringt es in der Situation noch zu schimpfen oder zu strafen?
    Sauer bin ich in solchen Situationen dann auch eher auf mich, weil ich einen Fehler gemacht habe, aber nicht auf den Hund.
    Stelle klare Regeln auf, setze diese Konsequent durch, bleibe für deinen Hund in deinen Wünschen und Handlungen berechenbar und biete ihn von vorn herein die erwünschte Handlung in der Situation bei, dann braucht man auch nicht schimpfen oder strafen und wenn doch mal wieder was nicht so läuft wie erwartet, dann tief durch atmen, Alternative abfragen und gut ist es.

    Zitat

    Du würdest dich also nicht aufregen wenn jemand wegen eine LAPPALIE auf deinen Hund eintritt?

    Weißt du, ob die Situation für den Halter des Yorkies eine Lappalie war? Wenn ich einen Hund mit Leinenaggression neben mir hätte, wäre es für mich auch keine Lappalie, sondern ein Rückschritt im Training - mit vermutlich gravierenden Folgen für die Beziehung zu diesem Hund an meiner Leine und ein beginnen bei Punkt null.

    Ich würde im übrigen auch treten, wenn ich alle anderen Mittel ausgeschöpft habe, um meine Hunde zu schützen, wenn es sein muss. Aber das sollte immer das letzte Mittel sein, weil beim "richtigen" Hund kann man dann auch schon mal dabei die Zähne im Bein haben.

    Ob es in der Situation richtig oder gerechtfertigt war, das steht auf einem andern Blatt.