Ich würde sagen, nimm die Tropfen und diese dann 3x täglich max.
12x innerhalb so kurzer Zeit und in der Menge an Globulies halte ich a für übertrieben und b nicht wirklich richtig, wenn nicht eine entsprechende Indikation gegeben ist und das kann nur jemand entscheiden, der den Hund sieht - im Zweifel ein THP.
Beiträge von Cerridwen
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Dann braucht man aber ein Brückensignal. Ich mach das aber nur im Bereich der positiven Verstärkung. Beim Rückruf z.B. Oder wenn ich mal nach dem Click nach dem Keks kramen muss. Da erzähle ich Atti auch, dass er sein Gutsi gleich bekommt.

Ganz wichtig auch bei Strafe. Sie muss angekündigt werden! Der Hund muss die Chance haben, sein Verhalten zu ändern.
Nein und nein *kicher* Man muss kein Brückensignal haben und man muss auch keine Strafe ankündigen, man kann es aber.
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Nun wenn ich bei jedem Schritt mit den Hunden erst einmal überlegen muss, ob und welche Konditionierung ich nun anwende, dann hätte ich den ganzen Tag einiges zu tun und hätte abends einen Knoten im Gehirn.
Ohne eine vernünftige Beziehung wirst du keinen vernünftigen Rückruf konditionieren können. Mit einer Beziehung braucht man eigentlich nicht wirklich einen Rückruf konditionieren, denn der konditioniert sich dann mehr oder weniger von alleine.
Man kann es sich natürlich schwer machen und alles konditionieren und sich immer wieder zum Affen machen oder immer etwas suchen, wo mit man sich interessant machen kann und mit Schlepp machen.
Ich biete den Hunden meine Präsenz und kann dann auch Besucherhunde direkt am ersten Tag von der Leine lassen und über die Wiesen toben lassen. Das hat auch nichts mit Jan Fennell zu tun.Der negative Reiz aus Sicht des Hundes ist, das es doof ist sich in meinem Tempo bewegen zu müssen - das mag sein, aber das ist in meinen Augen immer noch keine Strafe, auch wenn mein Hund es als solche empfinden mag. Wenn ich einem Kind etwas verwehre, ist das auch nicht immer eine Strafe seitens der Eltern.
Nun mein Hund muss nicht hinter mir laufen, wenn er sich benimmt. Aber es gibt Situationen, da ziehe ich es vor, das ich vorgehe und die Hunde hinter mir sind. Das hat mir schon so manche Situation erleichtert und für den Hund ist es eindeutig. Der der vorne geht, hat die Verantwortung und entscheidet.
Das mit "Status" hat im übrigen an sich nichts mit Fennell zu tun - auch wenn das Amichin Bonding in der heutigen Zeit so manchen HH auf den Sprung helfen kann - sondern auch McConnell sagt ja deutlich, das Status und Statusstreben sehr wohl auch zwischen verschiedenen Spezien von Wichtigkeit ist und auch für den Hund eine wichtige Orientierung ist.
Also kann das ganze nicht so wirklich konzept- oder basislos sein. Weil ohne Konzept kann man keine Basis bilden und ohne Basis kann man keinen Hund in kurzer Zeit umkrempeln. -
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das eine kann man empirisch beweisen, das andere ist - meiner bescheidenen Meinung nach - ein Wunschtraum. Hunde lernen nicht wie wir Menschen selbstreflektierend, sonder durch Versuch und Irrtum.Versuch: betteln am Tisch oder ich will Aufmerksamkeit und zwar jetzt und sofort oder man reiche mir mein Futter
Irrtum: Hund bekommt es nicht und versucht eine andere Taktik
Ob man es selbstreflektierend nennen möchte oder nicht. Aber Hunde lernen auch unter anderem darüber, was sich für sie lohnt. Wenn sich ein Verhalten nicht lohnt, weil sie dafür keine Aufmerksamkeit bekommen, dann werden sie ein anderes Verhalten versuchen.
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Ich, und viele andere Leute in der Lerntheorie - die weitaus mehr Ahnung haben als ich, gehen davon aus, dass der Hund nach so einer langen Zeit das überhaupt nicht mehr verknüpfen kann und dass dein Hund danach auf dich hört, liegt wohl eher daran, dass Du deinen Hund gut konditioniert hast und es nur ein "Ausrutscher" war als das du damit mit Jagdhunden z.B. Erfolg haben wirst.Es kommt darauf an, was man einen langen Zeitraum bezeichnet. Denn es gibt auch schon Meinungen, das Hunde sehr wohl länger als 2 - 3 Sekunden eine Verknüpfung zu einem Verhalten auf bauen können.
Ich möchte eher behaupten, das die Ausrutscher/Testphasen/what ever dann nicht mehr auftreten, weil er konditioniert ist, sondern eher, das wir eine entsprechende Beziehung haben und jeder bei uns seinen Platz und seine Aufgaben hat und er nur noch mal erinnert werden muss, wer das Sagen in dieser Beziehung hat. Bei uns klappt das sehr gut.
Ich kann das ganz im übrigen auch bei einem Russelmix und einem Beaglemix genauso handhaben und habe auch damit Erfolg. Aber auch da gibt es einer mehr als gute Beziehungsebene und nicht nur Bindung und Konditionierung.
Wie gesagt, ich strafe generell nicht und ich sehe das Freilauf gestrichen - ab an die Leine - und hinter mir laufen, nicht als Strafe an, sondern als Kommunikationsmittel. Es ist ein Mittel, mit dem ich meinen Status unterstreiche und zwar in einer Sprache, die mein/e Hund/e versteht und in der er sich selbst entscheiden kann, was er als nächstes macht. Benimmt er sich gut, dann kann er wie üblich ohne Leine laufen, testet er weiter, bleibt er an der Leine.
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Da solltest du deinen Ta anrufen und fragen.
Ich habe immer Euphraisatropfen genommen.
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Sicherlich kann man mit einer läufigen Hündin arbeiten.Würdest du, wenn dich jemand neues anruft, sein Problem schildert und erwähnt, daß die Hündin läufig ist - also ohne die Person und deren Hund zu kennen - sofort einen Termin machen ? Würdest du nicht vorschlagen die paar Tage noch abzuwarten ?? Echt nicht !!
Siehste, da fangen die Unterschiede schon an, ich würds nämlich verschieben um definitiv mit nem aufnahmebereiten Hund zu arbeiten, den ich neutral einschätzen kann ...
Gruß, staffy
Ich mache bei einem "Problem"hund und seinen Leuten generell erst mal eine Bestandsaufnahme und schaue dann, wo die Probleme genau liegen und wo der Stand ist.
Danach kann ich immer noch entscheiden und meistens braucht man noch einen Termin, um noch mal an den Grundlagen zu arbeiten. -
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Bestrafung an sich verstärkt niemals ein erwünschtes Verhalten. Ignorieren ist auch keine Bestrafung sondern ein auslassen von Verstärkern. Also indem man Verhalten (hochspringen, betteln usw.) ignoriert und dafür anderes Verhalten verstärkt, verschwindet langfristig das unerwünschte Verhalten - es wird nicht verstärkt.Das mag stimmen, wenn du das Verhalten (hochspringgen, bettel) ignorierst und eine Alternative forderst. Dann kannst du die Alternative verstärken und das würde dann gegen das ignorierte Verhalten ausgetauscht.
Tust du aber nichts, dann muss der Hund von sich aus ein Verhalten anbieten, welches erwünscht ist und wo mit er dann wieder an sein Ziel kommen kann.Zitat
An die Leine nehmen und den Rest des Spaziergangs ignorieren - das schnallt der doch gar nicht warum das jetzt passiert. Außerdem ist die Verknüpfung mit an die Leine nehmen und Strafe eine die ich nicht haben möchte.Warum sollte ein Hund das nicht verstehen, das ich im Moment nicht erfreut bin?
Warum muss ich den Hund "zusammenstauchen", weil er ein, zwei oder drei Signale überlaufen hat?
Wenn mein Hund meint, mich veräppeln zu müssen, dann ist die Konsequenz, Ende mit Freilauf und Leinenzwang. Ich kann dir sichern, die nächsten Wochen benimmt sich mein Hund und testet mich nicht erneut aus, egal was passiert.Zitat
Am Ende gesagt richtig "bestrafen" solltest Du nicht, das bringt nichts. Meist ist das nämlich eine Tatsache, dass Du nicht wirklich gut mit ihr geübt hast. Man muss versuchen das Kind nicht erst in den Brunnen fallen zu lassen, sondern schon vorher genau zu sehen wann ein Fehlverhalten eintreten kann, sie z.B. abrufen und dann das herkommen belohnen.So sollte es sein, aber leider sind gerade Anfänger in der Hundehaltung noch nicht so im "sehen" geschult, das sie erkennen können, wann ein Fehlverhalten eintreten kann. Das müssen solche Menschen erst einmal lernen und auf die feinen Signale hingewiesen werden. Wenn man weiß, worauf man achten muss, dann braucht man keine Strafe.
Ignorieren sehe ich für mich persönlich auch nicht als Strafe, sondern als Kommunikationsmittel.
Aber ganz genau genommen, in der Definition wäre Ignorieren einen negative Bestrafung, nämlich das Wegnehmen von Aufmerksamkeit und/oder Freiheiten zur Reduzierung eines Verhaltens.Jeder Hund ist anders und was für meinen die größte "Strafe" der Welt ist, ist für anderen völlig uninteressant und juckt die nicht die Bohne.
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ebenso bin ich auch glücklich darüber, wenn mir jemand sagt "das und das gehst du meiner Meinung nach falsch an" oder so. ich muss das ja nicht blind adaptieren, aber solche sachen helfen mir auf jeden fall, mein handeln zu überdenken.
Aber dazu müsste man schon sehen, was du machst und vor allem wie du es machst

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Was ich fuer ein Ammenmaerchen halte ist, dass der Hund es "begreift" oder als "Bestrafung" ansieht, dass wenn er auf mein Rufen nicht komme ich ihn abhole und an die Leine nehme fuer den Rest oder eine gewisse Zeit des Spaziergangs.
Hm also meiner begreift es. Wenn er dann wieder ohne Leine laufen darf und ich möchte was von ihm, dann wird es auch pronto ausgeführt, was dann auch entsprechend bestätigt und gewürdigt wird.
So wird schon beim Hund ein Denkprozess eingeleitet, frei nach dem Motto das war dumm, weil keine Reaktion die mir einen Vorteil bringt, also versuche ich das und das bringt mir einen Vorteil.
Ich ignoriere auch nicht stunden- oder gar tagelang. -
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Wie äussert sich das wenn ein Hund auf Pollen reagiert?
In der Regel geht es einher mit Tränen, leicht geröteten Augen, Jucken und hin und wieder auch Husten und Schnupfnase.