Beiträge von Cerridwen

    Wir haben auch eine Borderlabby. Bei dem kommt weniger der Labbi und mehr der Border raus, aber man kann mit ihm viel machen.
    Jagen tut unser nicht, auch nicht auf Sicht. Er zeigt mir an, wenn er was sieht und fragt, was er tun soll.
    Er braucht eine ausgewogene Mischung aus Kopf- und Körperauslastung. Gerade wenn es regnet oder wenn man - aus welchen Gründen auch immer - mal zeitlich das etwas vernachlässigt, wird man es abends definitiv merken. Ansonsten kann man denen auch sehr gut beibringen, das sie im Haus Ruhe halten.

    Ich möchte meinen Borderlabbi auf keinen Fall wieder hergeben und schon gar nicht tauschen und die Zeit auch gar nicht missen.

    Wenn sie nun noch nicht so viel kann, da würde ich mir keine Sorgen machen, diese Hunde lernen sehr schnell und man kann schnell viel aufholen.

    Marder leben schon so eng mit den Menschen zusammen, das ihnen so was nicht mehr wirklich etwas ausmacht.
    Was hilft, ist ein Gitter unter das Auto zu schieben und zwar so, dass das Gitter nicht direkt auf dem Boden liegt und die Maschen nicht zu eng sind. Darauf kann der Marder nicht richtig laufen und entsprechend kommt er dann nicht mehr in den Motorraum.
    Die andere Möglichkeit wäre einfangen und dann wieder weiter weg aussetzen.

    Dein Schreiben sagt wieder, das wir von den Begriffen verschiedene Definitionen haben.
    Entsprechend wirst du auch nie verstehen, was ich tue und auch nicht warum und mit welchen Hintergründen. Denn Ruhe im Haus kann ich auch ohne Training - im Sinne von trainieren - erreichen, nämlich durch ignorieren.

    James o´Hare kann ich jeder Zeit persönlich ansprechen, wie viele andere auch.

    Tja und wie man von einer Objektaggression auf eine territoriale Aggression kommt, ist mir auch irgendwie schleierhaft.

    Liebe Sophia_Sunshine,

    für dich würde ich erst mal ein Buch über die Grundlagen empfehlen, aber da kann schon Wiki helfen, damit du erst einmal die wesentlichen Begriffe wie Dominanz, Status und Rangordnung verstehst. Denn das ist leider das A und O um die Verhaltensbiologie zu verstehen. Ich glaube da hapert es noch etwas, denn sonst würdest du nicht vehement die Hunde auf das Lernverhalten reduzieren, sondern ihnen auch Denkleistung zugestehen.

    Ich habe sehr viel gelesen und das Querbett. Angefangen bei A wie Anton Fichtelmeier bis Z wie Zeitung. Ich habe hier mehr als ein Regal voll Bücher und das Internet ist auch voll mit Infos und dazu dann noch Seminare oder ein reger Gedankenaustausch mit anderen Hundetrainern.
    Schöne Grundlagen findet man in den Publikationen von McConnell - und damit sind nicht nur die Bücher gemeint - und vielen aus ihrer Schmiede. Dort finden man dann auch immer weiterführenden Studien und Literaturquerverweise.

    Und da meine Hunde und auch 7 Wochen der Hund von RudiRüssel mich sehr gut verstehen und wir wunderbar mit einander kommunizieren, kann ich damit gar nicht so falsch liegen, das Hunde eine gewisse Denkleistung haben und ich ihnen auch mal einen intelligenten Ungehorsam zuschreiben kann, als nur auf der Lerntherorie zu reiten und zusagen, den Rest des Hundes ausschalte.

    So und nun gehe ich Schäfchen füttern

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    Wer Lust auf ernsthafte, konsequente Erziehung hat und sich immer wieder neu erklären möchte, der schafft sich einen Terrier an ! ;-)

    Also ich muss mich nicht immer wider neu erklären :p

    Aber ganz im ernst, Terrier haben eine ganz andere Motivationslage als Border. Da muss man schon anders rangehen.

    Wenn dir da Verhalten peinlich ist, dann ist es doch erst recht ein Grund, sich Hilfe zu suchen und in die Hundeschule zu gehen oder sich einen Trainer ins Haus zu holen, der einen bei der Problemlösung hilft.

    Was man sonst noch machen kann, hat Agil ja sehr schön beschrieben.

    Auch Terrier können lernen ordentlich an der Leine an anderen Hunden vorbei zu gehen, ohne Leine zu laufen und doch nicht abzuhauen und auch sich auf dem Hof und am Zaun zu benehmen und still zu sein. Das ist keine Hexerei, nur etwas Organisation und Arbeit.

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    Cerridwen Ich wusste nicht dass man soviel schreiben kann , aber trotzdem so wenig Inhalt hat.

    Dito

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    Jan Fennell ist veraltet und auch ihre Einstellung zu Status und Alpha Schwachsinn. Das es mit dem hinter dir laufen gut funktioniert ist, dass der Hund sich besser auf dich konzentrieren kann, weil Du im Blickwinkel bist und vorallem weil Du Reize splittest, sie sich beschützt fühlen etc.. Nicht weil du dich so als Rudelchef fühlst.

    Ich würde sagen ließ mal was von verschiedenen Etologen zum Thema Dominanz und Statusdenken, dann unterhalten wir uns zu dem Thema weiter.
    Jan Fennell mag für die heutige Zeit in der Theorie einiges falsch ausgelegt haben, aber mit dem "modernen" Wissen in Zusammenhang gebracht, ist es dann schon wieder interessant - vorausgesetzt man versteht den Zusammenhang und die Hintergründe.
    Mein Hund hat mich im übrigen auch im Blickwinkel, wenn er 20 m vor mir läuft und er geht in vielen Situationen von sich aus nach "hinten" ohne das ich es verlange.

    Ich fühle mich nicht als Rudelchef, sondern als der, der das Rudel führt und die Entscheidungen trifft - so wie du es für dich auf einem anderen Weg auch tust -, die für unser Zusammenleben wichtig sind und zwar mit Respekt und Freundlichkeit. Meine Hunde haben festgestellt, das ich "meinen Job" gut mache und entsprechend bringen sie mir den selben Respekt entgegen, den ich ihnen entgegen bringe und das spiegelt sich auch in ihrem Verhalten wieder.

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    Das heisst nicht dass ich meinen Hund Antiautoritär erziehe. Ich "führe" meinen Hund auch. Nur muss ich dazu nicht als erstes durch die Tür gehen, als erstes essen oder ihn zur Strafe hinter mir laufen lassen, in einem Kontext den er gar nicht mehr rafft.
    Es reicht, dass ich ihm sein Fresschen gebe, er von mir beschmust wird, es mit mir spannende Sachen zu erleben gibt, ich ihm die Welt zeige und zum Schluß einfach ein domestizierter Hund den Menschen soweit zugetan ist, dass er ihn meistens seinen Artgenossen sogar vorzieht. Ich brauche keine Pseudo Richtlinien für besonders gute Rudelführer.

    Ich gehe auch nicht als erster aus dem Haus - nur vom Hof, weil dort direkt die Straße ist, esse nicht vor meinen Hunden, ganz im Gegenteil wir essen auch schon mal zusammen.
    Und ich habe mit Garantie auch keine "Pseudorichtlinien" an die ich mich zwanghaft halte, sondern ein gesundes Bauchgefühl, klare Grenzen und Regeln und in denen bewegen sich Mensch und Hund frei.
    Nur das ich einen anderen Weg gehe, meine Hunde von vornherein zeige, was ich für ein Verhalten in Situation X erwarte.
    Man kann sich natürlich jetzt über Definitionen streiten und menschlich gesehen gibt es garantiert das eine oder andere, was man als Strafe betiteln würde, aber es für den Hund in dem Kontext keine Strafe ist. Man könnte auch sagen, das es eher ein herabsetzen der Privilegien ist.