Beiträge von Cerridwen

    Es kommt doch immer auf die Situation an und hier geht es um eine ganz bestimmte Situation.

    Hier wird aber scheinbar vergessen, das der Hund a in seinem Korb war und b Futter und damit eine sehr wertvolle Ressource hatte.

    Niemand kann sagen, wie der Hund reagiert hätte, wenn er irgendwo im Weg gelegen hätte oder ohne eine Ressource im Korb gelegen hätte.

    Toleranz ist das eine, aber an der muss gar nicht gearbeitet werden, sondern an seine Impulskontrolle und an der Frustrationsgrenze, aber das hat erst einmal nichts mit der Situation zu tun.

    Hier ging es darum wie in der Situation reagieren.

    Und ich persönlich finde es a falsch, den Hund aus seiner Ruhezone zu schicken, weil das Kind da rumkrabbelt und b dem Hund seine Kommunikation zu verbieten.

    Die Toleranz kommt in der Regel von allein, wenn sich alle an die Regeln halten und diese auch für alle gelten.
    Wenn der Hund merkt, das du die Konflikte löst, bevor sie entstehen und später das Kind von sich aus die aufgestellten Regel einhält, dann spielt sich das auch ganz gut ein.
    Impuls- und Frustrationstraining kann man in vieles einbinden und braucht es gar nicht an einer bestimmten Situation zu üben.

    Zitat

    Es soll dem Hund nicht die Kommunikation verboten werden, sondern seine Toleranz muss extrem gesteigert werden.
    Was bedroht den Hund wenn das Kind nur in seiner Nähe ist ? Warum droht der Hund dann schon ?

    Wenn du sagst, ein Hund hat nicht zu knurren, verbietest du ihm die Kommunikation.

    Der Hund hat eine Individualdistanz. Zu dem hatte er eine Ressource. Weiß der Hund, was das Kind will, wenn es in seine Individualdistanz eindringt? Nein er weiß es nicht und entsprechend sagt:"eh aufpassen"

    Die Toleranz stellt sich ein, wenn der Elternteil die Konfliktlösung managt und dafür sorgt, das jeder sich an die Regeln hält, entsprechend auch das Kind.

    Zitat

    Tja... so scheiden sich die Geister. Ich halte eure Ansichten in diesem Fall für brandgefährlich.

    Ich halte es für brandgefährlich - ja sogar für grob fahrlässig - einem Hund seine Kommunikation zu verbieten.

    Zitat

    Was lernt der Hund daraus ? "Ich knurre Kinder an und sie werden entfernt. Was passiert wenn Kind nicht entfernt wird ? Nächste Stufe, Hund beißt ?

    Das Elternteil ist dafür verantwortlich, das der Hund gar nicht erst in die Situation kommt, das er knurren muss.
    Ein gutes Leittier - und nichts anderes ist der Mensch - muss unter anderem darauf bedacht sein, Konflikte zu lösen und dafür zu sorgen, das keine Konflikte entstehen.

    Zitat



    Der Hund muss so erzogen werden das Kinder sich alles erlauben dürften. Der Hund hat nicht zu knurren oder zu beißen. Nicht wenn er angeremmpelt oder auf ihn drauf getreten wird. Natürlich sollte es vermieden werden, aber es kann ja passieren. Und schon gar nicht hat der Hund zu drohen wenn das Kind nur in der Nähe ist

    Kinder müssen so erzogen werden, das sie sich nicht alles erlauben.

    Wie soll der Hund kommunizieren, wenn man ihm die Stimmer verbietet? Was passiert wohl, wenn ich dem Hund die Kommunikation verbiete? Genau er wird diese Stufe überspringen und dann haben wir den Punkt, wo es dann wieder hießt. Der Hund hat ohne Vorwarnung gebissen.

    Der Hexe brauchst du es nicht bei zu bringen. Wenn sie keinen Kontakt will, dann braucht sie diesen nicht zu haben und wenn du dafür sorgst, dass das Kind nicht in die Individualdistanz eindringt, dann werden die auch weiterhin friedlich nebenher leben.

    Wichtiger finde ich, das es keinen Grund gibt skeptisch zu sein und das sie bemerkt, das du als wohlwollendes "Alphatier" dafür sorgst, das im "Rudel" keine Konflikte auftreten und das souverän und gerecht - sprich Hund ist im Korb, Kind wird dort weggenommen.

    Im Zweifel mach ein Türgitter zum Zimmer vom Kind und tu das Kind in sein Zimmer (oder in einen Laufstall), wenn du nicht 100%ig auf beide Parteien achten kannst und als "Alphatier" Konflikte verhindern kannst. Dieses Türgitter gibt beiden Seiten Sicherheit. Das Kind kann rumkrabbeln und spielen ohne das was passiert und die Hunde können ruhen und dösen.

    Das der Hund andere an seinen Korb lässt, hat was mit Rudelstrukturen und Respekt zu tun und ein Kind im Krabbelalter ist in der Omegagruppe und hat nichts zu kamellen. Ein erwachsener steht vermutlich immer über ihr in der Gruppe. Obwohl ich persönlich auch nicht zulassen würde, das jeder Mensch an die Körbe meiner Hunde geht und schon gar nicht, wenn diese dadrin sind und da lasse selbst ich sie in Ruhe und schicke sie nicht weg. Ich habe sie ja da, damit sie sich dahin zurückziehen können.
    Wenn sie mitten im Weg liegen, dann kann es auch schon mal vorkommen, das ich sie auffordere zu gehen.

    Das mit dem Bogen laufen hat eher damit zu tun, das du den Punkt finden musst, wo sich dein Hund noch nicht aufregt. Das kann 50 m sein, aber auch 100 oder 200. Mit der Zeit werden die Bögen dann wieder kleiner und man kann ganz normal seinen Weg gehen.

    Aber daneben kommt es auch noch etwas auf die Führung an. Du musst deinem Hund auch noch vermitteln, das du das sagen hast und das du entscheidest, wann Theater gemacht wird und wann nicht.

    Da gibt es auch einige Tricks, wie den Hund hinter sich laufen lassen, im Geschirrgriff festhalten und leicht zurückstellen, die Schrittgeschwindigkeit erhöhen, Blickkontakt und so weiter und sofort.

    Da muss man schauen, was für euch noch am besten ist und in welcher Kombination du am besten mit deinem Hund kommunizieren kannst, denn nur mit Bogenlaufen ist es in der Regel nicht getan oder dauert dann sehr sehr lange.
    Geduld musst du auf jeden Fall haben und dem entsprechend auch Konsequenz.
    Zu schaffen ist es sicherlich, dieses Problem zu lösen.

    Ich finde es nicht gut, das du den Hund weggeschickt hast.
    Sie befand sich, wenn ich es richtig verstanden habe ihn ihrem Korb und damit in einem ihrer Rückzugsorte.
    Wenn das Kind dem Korb zu nahe kommt, darf sie meiner Ansicht nach auch ihrem Unmut kund tun und in dem Moment hätte ich persönlich nicht den Hund aus der Situation entfernt, sondern das Kind.

    Wenn der Hund sich doch schon in seinem Korb befindet, dann muss er diese nicht verlassen, nur weil da das Kind unbedingt in der Nähe des Korbes spielen will. Das Kind kann genauso gut aus der Situation genommen werden und kann wo anders spielen und seinen eigenen Bereich bekommen, wo der Hund nicht hin darf.

    Die Regel gelten für beide Seiten. Hund hat nichts in der Kinderzone zu suchen und das Kind nicht in der Nähe der Hunderuheplätze. Wenn das Kind noch zu klein ist, um das zu verstehen, dann ist es deine Aufgabe, darauf zu achten, das es so ist und zwar schon bevor der Hund fletschen muss, weil das Kind zu nahe an seine Ruhestelle und sein Futter gekommen ist.
    Der Hund ist kein Wanderpokal, der dann durch die Wohnung wandern muss, damit diese mal zur Ruhe kommen kann, nur weil das Kind alle Rechte der Welt hat und überall spielen darf.

    Ich würde zu keinem Trainer gehen, der sagt, Hunde regeln das unter sich.
    Wenn du diese Situationen regelst, dann wird sich dir der Hund auch anschließen.
    Du entscheidest, wo es lang geht und nicht dein Hund und wenn du einen Bogen gehen möchtest, dann tue es.

    Zusätzlich würde ich jegliches ruhige Verhalten in der Richtung bestätigen. Wenn der Hund in die Richtung des anderen Hundes schaut und noch entspannt ist - egal wie viele Meter dazwischen sind, dann würde ich diese entspannte Ruhe bestätigen.