Beiträge von Cerridwen

    Nun entweder hast du ein Problem, welches du gelöst haben möchtest, dann solltest dunes schnell angehen, schon wegen eventuell rechtlicher Folgen, wenn er mal nach dem falschen schnappt. Oder das Problem ist nicht so dramatisch und kann noch weiter nach hinten geschoben werden oder braucht gar nicht gelöst zu werden, weil man hat sich ja schon damit arrangiert.

    Irgendwie ruderst du hier von A nach B. Leg doch mal alle Fakten auf den Tisch und Eier hier nicht so rum.
    Wie soll man die etwas sagen, wenn sich alles mit jedem Posting verändert?

    Um einen Trainer wirst du nicht herum kommen. Vermutlich wird eine einfache Gegenkonditionierung unter Anleitung helfen.

    Ich kann dir auch nur dringend dazu raten, dir einen guten Trainer zu suchen und den die Situation beurteilen lassen. Denn es kann schon von diesem einmal schlagen kommen, das dieser Hund so reagiert. Natürlich kann es einfach an mangelnder Erziehung oder was auch immer liegen.
    Das kann hier nicht beurteilt werden und es gehört in fachkundige Hand.

    Nun man kann auch kein Hund mit einem Pferd und ein Runterziehen nicht mit Schenkel- und Zügelhilfen vergleichen.

    Da finde ich den Vergleich mit der Kindererziehung schon passender. Es gibt auch ein nettes Buch zu dem Thema: Hundekunde kinderleicht von Trish King. Das ist gerade zu dem Vergleichsthema sehr interessant zu lesen und zeigt die vielen kleinen versteckten Parallelen.

    Wenn mein Hund abgelenkt ist und auf ein einfaches Platz nicht reagiert und Hans gug in die Luft spielt, dann spreche ich ihn ruhig noch mal mit dem Namen an und wiederhole das Signal. Spätestens dann ist mein Hund wieder bei mir und führt das Signal aus.

    Konsequenz und ein Signal durchsetzen gut und schön, aber dann sollte ich fragen, was ich von meinem Hund erwarte und welchen Stellenwert dieser Hund hat. Wenn ich ein Signal mit runterdrücken oder ziehen in eine Position zwinge - denn so sanft es auch ist, etwas anderes tue ich nicht - kann es passieren, das der Hund nun diese Position von mal zu mal mehr verabscheut und diese dann gar nicht mehr einnehmen möchte. Damit kann man sich auch ein Signal zerstören, weil der Hund es meidet.

    Was mir auch immer wieder gern aufgefallen ist, das Hunde den Unterschied zwischen Sitz und Platz nicht verstehen, weil beide Worte auf TZ enden und sich damit sehr ähnlich sind. Da kann es helfen, wenn man das I oder das A mehr betont oder eines der Signale verändert.

    Auf die Körpersprache kann man noch achten, da liegt auch manchmal der Hase im Pfeffer.

    Wenn man auf alles achtet und eine für den Hund gute Motivation schaffen kann, dann flutscht das von ganz allein.

    Ein guter HF kann seinen Hund führen und zur Ausführung der Signale bringen und zwar ohne Hände.
    Ich stehe immer noch dazu, zur Erziehung haben die Hände nichts am Hund zu suchen.

    Die einen haben die Erfahrung mit Reiz kuscheln und Schönfüttern gemacht, ich auch und auch sehr gut, aber eben auch mit Berührungen und Streichen - und ich reden nicht von Bedauern oder übertriebenes getue.

    Es gibt viele Wege einen Hund aus der Situation zu holen. Aber wie soll ich zum Beispiel bei einem Knallhund, vor dem Reiz schützen, außer ich gehe nicht i´mit ihm Gassie? Eine Fehlzündung eines Autos, eine knallendes Fenster oder eine zufallende Tür, ein Platzender Luftballon ist nicht immer kalkulierbar und ich kann nicht viel zur Vorbereitung tun. Da kann ich nur reagieren, aber nicht mehr agieren. Anders ist es mit Reizauslösern, die nicht unbedingt unsichtbar sind. Aber auch da kann es immer wieder zu einem plötzlichen Reiz kommen, den ich nicht ausschalten kann.

    Du magst deine Erfahrungen gemacht haben, aber es gibt noch andere Menschen, die viel mit Hunden zu tun haben, welche aber auch andere Erfahrungen gemacht haben. Da greift dann wieder der Satz: Leben und Leben lassen. Gerade beim Thema Unsicherheit, Angst und Panik gibt es viele Weg und die müssen passen.

    Zitat

    ... Wenn ein Besitzer nach einem traumátischen Erlebnis seinen Hund zu sehr bedauert und ihn so in seiner A´ngst bestätigt, festigt sich das Verhalten im Hund. ...

    Ich rede nicht von Bedauern, das ist ein Unterschied. Bedauern ist etwas anderes als beruhigen.
    Das mit Bedauern sich eine Reiz verstärkt ist nichts neues.

    Es ist auch ein Unterschied, ob man mit einem Hund arbeitet, der "nur" nichts kennt und einen Overflow hat oder ob man einen Hund hat, der wirklich tief traumatisiert ist.

    Zitat

    Das saure nur ganz sanft gemacht und ruhig.

    Nur stellt man sich nicht in Frage wenn der Hund das Komando nicht ausführt.? Ich lobe ihn dann mit der Stimme und man nimmt ganz sanft zwei Finger so sanft als ob man den Puls fühlt und am Halsband verdeutlicht man nur die Richt sprich unten.

    So lernt der Hund wenn er es sofort macht wird er belohnt wieder setzten bringt nichts ich habe es gesagt

    Wie sanft auch immer man den Hund ins Platz drückt oder zieht, es wird auf Dauer keinen Bestand haben.

    Wenn der Hund auf Futter scharf ist und das Signal nur ausführt, wenn man das Futter in der Hand hat, kann man auch noch anders das Futter wieder ausschleichen, in dem man das Futter in einen Beutel tut und nur dann reingreift wenn der Hund das Signal ausgeführt hat.
    Oder was bei meinem Terriertier sehr gut geholfen hat, der zwar wußte, was Platz heißt, es aber doof findet. Nimm ein Spielie, was einen hohen Stellenwert hat. wenn das Signalwort bereits sicher mit einer Handlung verknüpft ist, dann wird ein Hund es auch für das Spielie tun. So kann man das ganze immer noch abwechseln. Später kann man es dann versuchen, das man Leckerbeutel oder Spielie etwas abseits legt und erst holt, wenn Hund liegt.
    Manchmal kann es helfen eine Decke unter den Hund zu legen und so weiter und sofort.

    Man sollte etwas finden, was den Hund motiviert, mit zu machen und nicht in eine Position "zwingen" die er gar nicht will.

    Also ich habe einen Angsthund gestreichelt der schon beim Zuknallen einer Autotür sich in ein Mausloch verkriechen wollte und zwar mit ruhigen festen "Strichen". Der Hund hat sich schnell soweit entspannt, das er wieder gehen wollte, gut der Schwanz war immer noch am Bauch, aber er war wieder handelbar und hat nicht mehr in seiner Angst geschrien. Ich habe auch schon eine Hund gestreichelt, der absolute Panik mit unter sich machte und nur noch weg wollte, sobald er nur eine Uniform gesehen hat. Da habe ich in der Entfernung einen Polizisten stehen gehabt. Diese Hunde hätte man in diesem Zustand nicht mit Futter bekommen.

    Natürlich hängt es von der Situation, den Hund und dem eigenen inneren Zustand ab.
    Bei einfachen Unsicherheiten geht es gut mit Futterwerfen und Gegenstand streicheln, aber bei Hunden mit richtigen Angsthunden kann man das nicht machen, der nimmt das nicht an, weil der in Gedanken nur weg will und einen Weg sucht um Weg zu kommen, da ist der Stress so hoch, das er nichts annimmt. Dann kannst du nur stehen und warten und hoffen das der Hund sich beruhigt oder du gibst ihm die Sicherheit.

    Ach ja und das man einen Hund, der Angst vor Menschen hat nicht streichelt, sollte in der Situation schon klar sein. Dieser Hund wird sich dann auch nicht mit einem Streicheln entspannen. Aber das wäre auch etwas anderes, als eine Angst vor Gegenständen.