Nun der Gedanke mit dem Lerneffekt, Frauchen kommt nur wenn ich sitze ist an sich nicht schlecht, aber es ist wieder nur das deckeln eines Teil eines ganzen. Wenn du dieses so ganz genau machen willst, solltest du nicht stehenbleiben, sondern dich wieder komplett aus dem Sichtfeld entziehen. Allerdings ist es das, was sie vermutlich - nach dem was ich hier lese - noch mehr frustriert und aufregt, also nicht die Lösung.
Bewegung baut Stress ab und es wird auch deutlich weniger Stress aufgebaut, wenn man eben alles in eine Fluss laufen lässt. Wenn man aber den Hund in der Bewegung hält und mit der Aufmerksamkeit auf sich selber, so kann der Hund nicht wirklich Spannung aufbauen und entsprechend geht er auch ruhiger in eine Situation. Egal ob der Hund dann mit dem Hund rumtollen darf oder nicht.
Ähnlich auch, wenn du deinen Hund bei wem lässt. Der Hund hat schon Stress und du baust mit dem das du stehen bleibst und wartest, noch mehr Spannung auf, auch wenn der Hund sich dann setzt.
Wenn du sagst, ihr habt die Regeln schon mal geändert und wieder gelockert und es wurde nur schlimmer, wie lange habt ihr das situative nicht beachten durchgezogen?
Ihr könnt natürlich den Hund räumlich einschränken, wie ihr es im Moment macht, dann ist der Hund zwar ruhig und entspannt, aber ist der Hund wirklich glücklich und beugt er sich einem Diktat?
Würde sich ein Hund einem anderen Hund gegenüber so verhalten? Ich habe es nicht gesehen oder erlebt, warum machen wir Menschen es dann? Mein Hund schickt das Energiebündel von Sitterhund nicht weg, wenn der ihn nervt, der ignoriert den und geht im zweifel selber wo anders hin.
Das einzige Problem ist nur, das man wirklich konsequent sein muss und das wirklich in ein und der selben Situation und das es schon mal schlimmer werden kann - Löschungstrotz - und das es länger dauert und das wenn man merkt, das es immer wieder Rückschritte gibt, das Programm komplett durchziehen muss.
Ich gehe sogar so weit, das ich hingehe und sage, der Hund kommt auf Stufe 0 und hat erst mal nichts und ist nichts. Ihm werden alle Privilegien gestrichen. Wenn er vorher auf Couch und Bett durfte ist das tabu, wenn er vorher sein Spielzeug zur freien Verfügung hatte, ist das nun verschwunden und so weiter und sofort. All diese Privilegien kann sich der Hund wieder verdienen.
Dann würde ich persönlich noch regelmäßige Unregelmäßigkeiten in den Tagesablauf einbinden. Bedeutet, wenn der Hund immer um 17 Uhr sein Futter bekommen hat, dann gibt es das erst mal um 18 Uhr oder erst wenn der Hund nicht mehr darum bettelt. Während ich das Futter mache, muss der Hund halt mal im Flur warten, mal auf der anderen Seite der Küche oder es gibt das Futter aus der Hand.
Ich muss für den Hund klar sein und berechenbar, aber trotzdem nicht manipulierbar.
Ich glaube noch nicht einmal, das ihr ein Beziehungsproblem habt, sondern ich vermute eher ein Kommunikationsproblem.