Beiträge von Cerridwen

    War es eine Punktionswunde oder eine Risswunde oder ist die Wunde entstanden weil die Dame weggezogen hat?

    Wenn die Dame beim Arzt war, solltest du dir schleunigst einen Trainer suchen, denn vermutlich hat sie Daten angeben müssen und wenn nicht, wird das OA oder das VetAmt vermutlich auf sie zukommen und um die Daten bitten. Denn Ärzte sind bereits dazu angehalten worden Bissverletztungen dem Amt zu melden.
    So kannst du dann nachweisen, das du das "Problem" nicht auf die leichte Schulter nimmst und so eventuelle Auflagen verhindern.

    Im Grunde würde ich mir persönlich bei einer solchen Situation weniger Sorgen machen, aber mit Argusaugen solche Situationen beobachten oder beobachten lassen.

    Was du aber immer noch nicht verstanden hast, dass das Alleinbleiben können nur ein Symptom ist und nicht das Problem.

    Und es gibt auch Hunde, die etwas einmal offensichtlich gelöst hatten - vermeintlich gekonnt haben - etwas mit einem mal nicht mehr können und es auch nicht wieder erlernen können.

    Nur drehen wir uns hier im Kreis, niemand hier im Forum wird dir sagen können. wo das Problem ist und wie du es am besten lösen kannst. Wir können hier alle nur vermuten und in eine Richtung tippen. Ich habe schon öfter gesagt, das man es sehen muss, das man es in der Situation sehen muss und in dem Zusammenhang.

    Ich hatte es schon mal gesagt, ich glaube noch nicht einmal, das der Fehler beim Hund zu suchen ist und das nicht der Hund sich verändern muss, sondern das ihr euch um mehr als 180 ° drehen müsst. Aber auch das ist wieder nur eine Vermutung ins blaue hinein.

    Welchen Erfolg hat der Hund, wenn du da bist, sie aber nicht ansprichst, anschaust, anfässt oder ihr sonst eine Aufmerksamkeit zuteil kommen lässt? Du bis da, aber mehr auch nicht.

    4 Wochen sind keine lange Zeit, um ein "gefestigtes" Verhalten zu löschen. Ich hatte einen Hund hier, der hat nach 8 Wochen die ersten Anzeichen einer wirklich merkbaren Veränderung gezeigt.

    Einer Verwarnung ist ja noch okay, das ist um es mit der Ampel zu sagen gelb. Aber was ihr macht ist schon eine Stufe weiter, das ist in der Ampel zu sagen schon rot.

    Du schätzt vielleicht deinen Hund falsch ein, das kann ich nicht sagen. Aber du bist vermutlich eher in deinem Handeln und in deiner Körpersprache dem Hund nicht klar genug. Du vermittelst ihm etwas anderes als das was du ihm verbal sagst. Was es genau ist, kann man wie gesagt nur sagen, wenn man es sieht. Aber sehr häufig ist es bei unruhigen und hibbeligen Hunden so, das die Besitzer sehr häufig den Blick zum Hund schweifen lassen um zu schauen, was er gerade macht. Der Hund fühlt sich angesprochen und weiß aber nicht was er machen soll, weil es keine weitere Anweisung gab. Also hibbelt er rum und folgt, weil er endlich eine Ansage auf diese unbedachten und unwissentlichen Blickkontakte. Nur ein Beispiel.

    Es sollte dir im übrigen nicht egal sein, wie sich das Problem nennt, denn zu wissen, wo genau das Problem ist - nicht das Symptom - ist schon ein Teil der Lösung und das Problem zu kennen und zu verstehen ist ein Teil. Wenn ich ein Problem nicht benennen kann, komme ich auf keinen grünen Zweig.

    Es gibt im übrigen auch Hunde, die können niemals richtig und sicher alleine bleiben, auch wenn sie es phasenweise konnten und dann müssen sie es auch nicht wieder lernen können. Wenn man also das Problem nicht sofort und an sich lösen kann, muss man sich nach einer Alternative umschauen, um die Zeit zu überbrücken.

    Wir haben ein ähnliches Problem und müssen auch Optimune 1x am Tag in die Augen schmieren. Dazu gibt es bei uns aber auch noch Tränenersatzflüssigkeit nach Bedarf.

    Wir haben auch eine Sonnenbrille von besagtem Hersteller. Das schöne ist, man kann die Gläser austauschen und sie sind alle zu 100% UV undurchlässig, egal ob hell oder richtig dunkel.

    Wenn die Brille richtig sitzt und der Hund sich daran gewöhnt hat und diese annimmt, sieht der Hund sehr heiß aus und ist ein Hingucker. Allerdings nehme ich die Brille nur, wenn der Hund wirklich richtig knatschig rote Augen hat. Das kommt aber dank der Salbe und der Tropfen eher selten vor.

    Nun der Gedanke mit dem Lerneffekt, Frauchen kommt nur wenn ich sitze ist an sich nicht schlecht, aber es ist wieder nur das deckeln eines Teil eines ganzen. Wenn du dieses so ganz genau machen willst, solltest du nicht stehenbleiben, sondern dich wieder komplett aus dem Sichtfeld entziehen. Allerdings ist es das, was sie vermutlich - nach dem was ich hier lese - noch mehr frustriert und aufregt, also nicht die Lösung.

    Bewegung baut Stress ab und es wird auch deutlich weniger Stress aufgebaut, wenn man eben alles in eine Fluss laufen lässt. Wenn man aber den Hund in der Bewegung hält und mit der Aufmerksamkeit auf sich selber, so kann der Hund nicht wirklich Spannung aufbauen und entsprechend geht er auch ruhiger in eine Situation. Egal ob der Hund dann mit dem Hund rumtollen darf oder nicht.
    Ähnlich auch, wenn du deinen Hund bei wem lässt. Der Hund hat schon Stress und du baust mit dem das du stehen bleibst und wartest, noch mehr Spannung auf, auch wenn der Hund sich dann setzt.

    Wenn du sagst, ihr habt die Regeln schon mal geändert und wieder gelockert und es wurde nur schlimmer, wie lange habt ihr das situative nicht beachten durchgezogen?
    Ihr könnt natürlich den Hund räumlich einschränken, wie ihr es im Moment macht, dann ist der Hund zwar ruhig und entspannt, aber ist der Hund wirklich glücklich und beugt er sich einem Diktat?
    Würde sich ein Hund einem anderen Hund gegenüber so verhalten? Ich habe es nicht gesehen oder erlebt, warum machen wir Menschen es dann? Mein Hund schickt das Energiebündel von Sitterhund nicht weg, wenn der ihn nervt, der ignoriert den und geht im zweifel selber wo anders hin.
    Das einzige Problem ist nur, das man wirklich konsequent sein muss und das wirklich in ein und der selben Situation und das es schon mal schlimmer werden kann - Löschungstrotz - und das es länger dauert und das wenn man merkt, das es immer wieder Rückschritte gibt, das Programm komplett durchziehen muss.
    Ich gehe sogar so weit, das ich hingehe und sage, der Hund kommt auf Stufe 0 und hat erst mal nichts und ist nichts. Ihm werden alle Privilegien gestrichen. Wenn er vorher auf Couch und Bett durfte ist das tabu, wenn er vorher sein Spielzeug zur freien Verfügung hatte, ist das nun verschwunden und so weiter und sofort. All diese Privilegien kann sich der Hund wieder verdienen.
    Dann würde ich persönlich noch regelmäßige Unregelmäßigkeiten in den Tagesablauf einbinden. Bedeutet, wenn der Hund immer um 17 Uhr sein Futter bekommen hat, dann gibt es das erst mal um 18 Uhr oder erst wenn der Hund nicht mehr darum bettelt. Während ich das Futter mache, muss der Hund halt mal im Flur warten, mal auf der anderen Seite der Küche oder es gibt das Futter aus der Hand.

    Ich muss für den Hund klar sein und berechenbar, aber trotzdem nicht manipulierbar.
    Ich glaube noch nicht einmal, das ihr ein Beziehungsproblem habt, sondern ich vermute eher ein Kommunikationsproblem.

    Natürlich sind gesundheitliche Aspekte nicht aus dem Auge zu lassen und ich habe ja schon öfter gesagt, das man es sehen müsste und ich nur von dem hier geschriebenen ausgehen kann.
    Das ist leider immer nur ein Teil des Ganzen, aber dieser Teil spricht halt schon Bände.