Beiträge von Cerridwen

    Verabschiede dich einfach von der Vorstellung, das der ältere Hund, immer über den jüngeren steht oder eben von dem linearen Denken.

    Hunde egal ob Straßen- oder normaler Haushund legen viel mehr Wert auf Ressourcen und da geht es nach Wertigkeiten dieser.

    So liegt zum Beispiel mein kleinere und jüngerer Rüde auf dem Großen und kaut auf dem rum. Der Große läßt das auch mit sich machen, solange es nicht um einen bestimmten Ball geht oder um Knochen. Futter im generellen ist recht hochwertig.
    Dem Kleinen ist nichts so wirklich etwas wichtig, wie seine Mauselöcher, da wird auch der Zwerg zur rasenden Wildsau, egal welchem Hund gegenüber.

    Och mein Mann habt mal einem Hundehalter gebeten, seine Hündin anzuleinen weil unser Rüde Milben hatte, ich war mit besagtem Rüden noch gut und gerne 500m dahinter.

    Ich habe dem Herren dann noch mal zugerufen, er möge doch anleinen und nach einem halbherzigen Versuch bekam ich die Antwort Mein Hund tut nichts. Ich wurde dann deutlicher und meinte, das sie sich dann gerne Milben und einen Satz heiße Ohren abholen kann.
    Er leinte dann an um mir dann zu sagen, das der Hund ja gar nicht so krank aussieht.

    Die andere Frage ist dann auch noch, ob dieser Park von vielen Hunden und Hundehalter besucht wird und ob dort vielleicht eine Freilauffläche ist. Wenn ja finde ich auch, das man dann doch nicht unbedingt mit einem kranken Hund dort langgehen sollte. Wenn nein ist es PP für die nicht hörenden Hunde.

    Nein ich habe jetzt nicht das ganze Post gelesen, denn es strotzt nur so vor Fehlern und falschen Gedankengänge, die auch so kein Ethologe unterstützen würde.

    Nur eines sei noch einmal erwähnt. Kein Hund lebt in einer linearen Hierarchie, das bedeutet, das es kein der steht über dem oder unter dem gibt.
    Das Hunderudel ist in der Regel ein Familienverband und in diesem Rudel haben nur 2 Tiere das Recht sich fortzupflanzen und das sind die Führenden oder auch das Alphapaar, welches auch in der Regel die Eltern des Restes sind.

    In eine gewachsenen Rudel wird auch nicht wahllos irgendwer der Alpha/das Alphapaar, sondern da ist es auch das ruhigste und souveränste Tier/Paar, das allein durch sein Auftreten ein Raunen durch die Menge gehen lässt. Dieses Tier wird sich nicht um seinen Status prügeln und diesen schon gar nicht mit Stänkereien ausnutzen. Jeder Hund der in so einem Rudel lebt, kennt seinen Platz und seine Aufgabe und weiß, wem welche Ressourcen wichtig sind.

    Unterwürfigkeit wird eher in bunten Gruppen ohne Strukturen gezeigt, ein einer Gruppe, wo es kein Leitpaar gibt und wo wertvolle Ressourcen einfach mal in die Runde geworfen werden - wie an einer Futterstelle einer Orga. Nur haben solche Futterplätze nichts mit einer Gruppe zu tun.

    Wenn dein Hund jagen geht, dann nimmt er dich auch nicht wirklich ernst, denn das Jagen ist eine Gemeinschaftsarbeit und wird vom Leittier angeleitet und diese sagen, wen wann und wie vor zum Beutetier geht und wer nicht.

    Zitat

    verzeiht, ich drückte mich nicht klar aus...

    natürlich kannst du die organismen miteinander vergleichen aber die verhaltensweisen nicht.
    wenn der hund nicht so oft muss dann muss eben nicht so oft. Rennst du alle stunde aufs Klo auch wenn du nicht musst???

    Jeder kennt doch sein Tier am besten und beobachtet es, lernt es zu lesen.

    Aber zu sagen, leb du einen tag wie dein Hund und leg dich still aufs sofa für 8 stunden ohne Bespaßung halte ich in der Tat für obscure.

    Sagt dein Hund dir, du ich muss mal pinkeln und wenn er es dir "sagt", du aber nicht da bist, wie willst du das dann mitbekommen, ob er muss oder nicht?

    Also meine Hunde müssen manchmal direkt beim Verlassen des Hofes und dann über Minuten und manchmal gehen wir erst eine ganze Strecke, bevor sie sich entscheiden sich zu lösen.

    Und zu dem "obscuren" Experiment, mach es doch erst mal. Denn auch da hat es nichts damit zu tun ob und wie sich der Hunde beschäftigt oder auch nicht, sondern es geht darum, einfach mal die körperlichen Reaktionen zu beobachten. Wie der Körper und der Geist reagiert und welche Auswirkungen das auf Körper und Geist hat. Das kann sehr interessant werde und vielleicht noch mal einen anderen Blickwinkel öffnen.

    Ich brauche auch kein TenaLady, aber ich halte auch keine 6, 7, 8, 9 oder Mehr Stunden aus ohne die Nasszelle aufzusuchen. Und ich würde es auch nicht aushalten diese Zeit nichts zu trinken um dann nicht zu müssen.

    Für mich schleißen sich Vollzeit arbeiten und Hundehaltung nicht unbedingt aus. Für mich ist es nur so, das ich mir keinen Hund halten kann, wenn ich ihn während der Arbeitszeit (bei mir waren es seiner Zeit 8 Stunden arbeiten und ein bis zwei Stunden pro Strecke Fahrzeit - je nach Schicht) nicht wenigstens einen Gassigänger gönnen kann, der ihn dann um die Mittagszeit wenigstens für eine Stunde mit nimmt.

    Ich habe selbst in der Arbeitslosigkeit auf einen Hund verzichtet, weil ich wusste, das ich wieder arbeiten werde und das dann für den Hund einfach kein Platz sein wird und auch nicht die Zeit, finanziell hätte ich es nicht sagen können.
    Da bin ich lieber ins TH und habe mich da um Tiere gekümmert und denen so zu einem besseren Start verholfen.

    Bevor wir uns Feyd angeschafft haben, hatten wir alles genau durch gerechnet und geschaut, ob es passt und wie es wird, wenn alles anders kommt als geplant. Beim Umzug war es das selbe und auch jetzt, wo sich unser Leben mal wieder komplett ändert, haben wir alles wieder gut durchgeplant und zig Pläne in der Hand.

    Also da ja immer wieder die Frage kam, von wegen den ganzen Tag zu Hause und Auslastung und 24/7 Bespaßung.

    Ich arbeite von zu Hause und bin auch immer mal wieder unterwegs
    Mein Tag beginnt zwischen 7 und 8 und endet an manchen Tage um 22/23 Uhr.
    Aus diesem Grund kann ich meine Jungs gar nicht 24 Stunden lang bespaßen.
    Aber ich kann auf ihre Bedürfnisse eingehen und wenn es sein muss auch mal zwischendurch rausgehen.

    Wir gehen am Morgen eine Stunde max raus, mittags 1,5 - 2 Stunden, am Abend noch mal eine Stunde und ganz spät noch mal 30 Minuten.
    Diese Zeite könne meine Hunde rumtoben und sie werden in der Zeit gearbeitet. In der restlichen Zeit befinden sie sich irgendwo im Haus, dösen beschäftigen sich mit sich und das war es dann auch schon. Sie würden auch nicht fordern, weil sie ganz genau wissen, das es eh keinen Zweck hat. Aber wenn ich dann zum Sturm blase sind sie sofort da und dann ist Action.
    Wie ich die Zeit für´s Forum finden, ganz einfach ich mache auch mal Pausen oder wenn die eine oder andere Datenbank in Debug läuft, kann ich was anderes machen.

    Ich kann entsprechend meine Zeit frei einteilen, kann entsprechend frei entscheiden, was ich wann mache und auch wie ich es mit meinen Hunde regele.


    Natürlich kann der Hund mal in einer Ausnahmesituation so lange alleine bleiben, aber doch nicht in der Regelmäßigkeit und über eine längeren Zeitraum.

    Dann kam die Frage bei dem Experiment: Bin ich ein Hund? Nein wir sind keine Hunde, aber der Organismus funktioniert genauso und entsprechend ist die körperliche Reaktion auf das sich nicht lösen können, wen man muss nicht wirklich anders.

    Es ist also das übliche:

    Man schaffe sich in einer unsicheren Situation einen Hund an, merke nach 3 Tagen, das es alles so nicht hinhaut und hole sich dann das okay das man den Hund über Stunden alleine lassen kann, weil geht ja, muss man halt nur üben.

    Wer was dagegen sagt, ist böse und hat keine Ahnung und es wird diesen dann gedreht und gewendet, das es richtig passt.
    Dann wird darauf rumgepocht, welche Bevölkerungschichten sich denn nun einen Hund halten dürfen und welche nicht und dann wird auf die rumgehackt, die es organisiert bekommen, das der Hund eben nicht 7 und mehr Stunden alleine ist, egal ob über Gassigänger oder andere Organistation. Dann werden zig Ausreden gefunden, warum man das nicht anders organisieren kann und weshalb das auch okay ist. Nimmt man den Ausreden die Luft, dann werden halt neue gefunden und wenn man keine mehr hat, dann werden neue erfunden.

    Da wundert es auch keinen mehr, das immer mehr Studenten, Schüler oder andere Menschen, die vielleicht besser noch eine Zeit auf einen Hund verzichten sollten, einen Hund empfohlen bekommen und es ist ja alles ganz einfach und machbar. Wenn es dann doch nicht machbar ist, dann ist das Geschrei auch wieder groß, aber Hauptsache erst mal einen Hund haben.

    Mal so ganz nebenbei, mein Terriertier stammt aus so einer Haltung, wo die Menschen alles so schön überdacht und geplant hatten und es dann doch nicht gepasst hat. Immerhin haben diese sich - wenn auch schweren Herzens - für das Wohl des Hundes entschieden und nicht ihren eigenen Egoismus gepflegt.

    Vielleicht sollten sich die Leute, die meinen das alles so schick ist für den Hund das er zig Stunden alleine ist, mal in ein Experiment begeben. Nämlich nur mal einen Tag so zu leben, wie sie es ihrem Hund zu muten. Also morgens mal aufs Klo und was essen, Flasche Wasser und dann nichts tun, kein Fernsehn, kein Buch, kein Radio, kein Computer, nicht rausgehen, nicht ans Telefon, keine andere Beschäftigung und nicht aufs Klo gehen. Bin gespannt, wer das 7 Stunden und mehr aushält :lachtot: