Beiträge von Cerridwen

    @ lotuselise

    Nun da ich einen hin und wieder - im privaten - unsicheren Hund habe, der sich vor Dingen erschrickt, die er eigentlich kennt, weiß ich auch, das ich solche Situationen meistern kann ;) Da können es auch mal gelbe Säcke sein.

    Aber auch da sehe ich es meinem Hund sehr genau an, das er gerade mit der Situation überfordert ist oder Angst hat. So kann ich dann entsprechend reagieren und meinen Hund entsprechend führen.

    Mein Hund darf im übrigen knurren und sogar bellen.

    @ yannik
    natürlich kann ich nur vor den Menschen schauen und nicht in diese rein. Aber ich kann doch schon schauen, das ich meinen Hund so hinlege oder so "verstaue", das Menschen nicht an ihn herankommen. Und ich muss dann halt gerade solche Leute vermehrt im Auge behalten.


    Ich finde nichts schlimmeres, als mit einem Hund arbeiten zu müssen, der nicht warnt - egal in welcher Art und Weise.

    Habe ich das richtig verstanden, der Hund hat jetzt schon eine Woche Antibiotika bekommen, aber der Zustand hat sich nicht gebessert?

    Ich würde zu einer Kastra raten, denn eine Vereiterung kann, wenn sie geschlossen ist, tödlich verlaufen. Dazu ist das ganze sehr schmerzhaft.

    Wenn der Ta doch schon sagt, ihr könnt es abstottern, dann ist es doch nicht auf einmal so eine große Belastung.

    Gerade in dem Alter muss man immer mit etwas rechnen und dann lieber jetzt was unternehmen, als dann eine Notop haben, die gut und gerne das dreifache kosten kann.

    Ich würde nicht lange überlegen, und das Alter ist zwar stolz, aber da geht immer noch was.

    Bei uns alles, weil es nichts zur freien Verfügung gibt. So habe ich viele Möglichkeiten und kann immer wieder wechseln.

    Mein Favorit ist im Moment das Bringsel/Beißwurst aus Feuerwehrschlauch. Robust und unverwüstlich und schnell wieder trocken. Aber auch normaler Gartenschlauch ist ein tolles Bringsel und wenn es nicht gefunden wird, dann ist es kein Drama, weil 20 m kosten ja nicht so viel :hust:

    Ich würde auf der einen Seite jedes freiwillige stehen bleiben positiv belegen, belohnen und benennen.
    Im zweiten Schritt würde ich Situationen einfügen, wo der Hund stehen muss - vor einer Tür, an der Straße oder was auch immer.
    Im dritten Schritt würde ich es dann erst in der Bewegung machen und dann auch mit eindrehen vor dem Hund.

    Zitat

    Ich sehe z. B. in unserem TH, daß immer weniger Hunde vermittelt werden, dagegen immer mehr eindeutig Auslandshunde dazu kommen. Hunde, mit denen die Halter nicht klar kommen, Hunde, die mit dem Umfeld, in das sie ad hoc befördert wurden, auch nicht.

    Ist das im Sinne des Tierschutzes?

    Genau das ist doch der Punkt.
    Die Tiere müssen aus der Perrera raus, egal unter welchen Umständen und ob sie dann vom Regen in die Traufe kommen.

    Wenn eine Organisation diese Tiere auch auf Dauer betreuen kann, dann spricht auch nichts dagegen, diese zu holen, aber wenn dort die Plätze nicht sind, dann geht es halt nicht.

    Das betrifft auch nicht nur alt oder krank oder ähnliches. Aber wenn ein Angsthund der bis dato nur streunte und keinen Bezug zu Menschen hatte, dann mit einem mal eingefangen wird und dann einfach mal ausgeflogen wird und in eine Großstadt kommt, zu Menschen die dem Problem nicht gewachsen sind.

    Ich würde mal schauen, ob der Splitter nicht mit dem Atem in einem Zusammenhang steht und ob da nicht ein ganz anderes Mittel in Frage käme.

    Wenn man mal alle möglichen und unmöglichen Symptome zusammenfasst und diese dann in einem Repertorium zuordnet, dann kann vielleicht ein ganz anderes Mittel bei herauskommen.
    Danach schaut man einfach ins Arzneimittelbild und schaut, ob es wirklich alles abdeckt oder wenn nicht, welche Mittel sich ausschließen und welche sich ergänzen.

    Je nach Alter des Splitters, würde ich eher auf eine Hochpotenz gehen und auch beim Atem eher auf einen Hochpotenz und dann vermutlich eher eine einmalig Gabe.

    Wenn man gerade am Anfang steht, sollte man sich die Hilfe von einem THP holen und dann mal mit dem zusammen schauen.

    Nun wenn ich mich an die Reportage von dem Mädel aus Hamburg erinnere, die nach Spanien ist und dort in einer örtlichen Tierschutzorganisation mitzuhelfen.
    Was ich da gesehen habe fand ich - und das ist noch untertrieben - unter aller Sau.

    Dort waren so viele Hund in kleinen Ausläufen gefercht, das sie hätten gestapelt werden müssen. Dann waren dort alle in einem Auslauf und wurde mehr als ruppig wieder in ihre Zwinger verfrachtet und da würde es mich nicht wundern, wenn diese danach Angst vor Menschen haben - wenn sie es nicht schon vorher hatten. Wenn man das ganze genau gesehen hat, haben die Mitarbeiter einfach jegliche Übersicht über die Hunde verloren.
    Die Welpen kamen in Ausläufe, die einfach alles andere als welpengerecht waren.

    Klar hat man sie zum Ta gebracht und klar hat man den TA die in ihrem Urlaub das Hotel zum Op verwandelte die Katzen eingesammelt und diese dann kastriert und dann war man am Flughafen und hat Flugpaten gesucht.
    Wenn man dann mal bei den Menschen vor Ort war, dann hat man nur gesehen, das man eher keine Aufklärung betrieben hat, sondern die mit Vorwürfen überschüttet. und das die dann dicht machen ist ja wohl auch klar.

    Ich persönlich fände es nur gut und richtig, wenn die Hunde nur ausgeflogen werden, wenn diese einen Endplatz haben. Und ich habe größten Respekt vor der handvoll Vereinen und Menschen vor Ort, die genau so vorgehen und die gezielte Auswahlen in den Perreras treffen, welcher Hund eine Chance hat und für welchen es wohl besser ist, auf die letzte Reise zu gehen. Die immer ein Auge darauf haben und den Einheimischen die Chance geben, diese Tiere zu adoptieren.
    Denn was nützt es einem Hund, der auch in Deutschland 0 Vermittlungschancen hat, gerettet zu werden.

    Nun nehmen wir mal andere Länder. In Beirut zum Beispiel gibt es ein Projekt, wo die Tiere aufgenommen werden und versorgt werden. Dieses Projekt finde ich persönlich sehr gut. Warum? Weil die Tiere erst von der Organisation ausgeflogen werden, wenn sie einen Endplatz haben und nicht wenn gerade ein Flugpate da ist und der Hund von dem "Tierheim" in eine Pflegestelle verbracht wird.

    Wenn das die Organisationen in den anderen Ländern genauso machen würde, würde ich es sogar noch gut finden. Aber das machen sie nicht, wie man immer wieder in den Reportagen sieht. Da kommt es ja noch nicht mal selten vor, das man Hunde in Pflegestellen steckt, die bei einer Vorkontrolle durchgefallen sind, weil einfach räumlich gar nicht genügen Platz da ist und die Leute einfach vom persönlichen mit einem solchen Hund gar nicht umgehen können. Bedenken egal, schieben wir zur Seite, Hauptsache wieder einen Hund gerettet.
    Allerdings frage ich mich immer häufiger, warum so viele Welpen gerettet werden und so wenige alte Hunde.

    Und?

    Ich habe kein schlechtes Gewissen, das ich einen Hund aus dem deutschen Tierschutz habe, wo keine Tiere eingeschläfert werden. Ich habe auch kein schlechtes Gewissen, weil ich einen Hund von Privat übernommen habe. Und ich werde auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn der nächste Hund von einem Züchter kommt.

    Wir können nicht alle Hunde retten und wir retten auch nicht wirklich Hunde, wenn wir sie aus dem Ausland holen und hier keiner weiß, was aus diesen werden soll, weil sie nun erst mal in eine Pflegestelle gehen und wenn es dann nicht passt in die nächste und so weiter.

    Wir können den Tieren in den Perreras nur helfen, wenn sich dort etwas vor Ort ändert. Wenn den Menschen geholfen wird und wenn die Menschen mehr Verständnis für das Tier bekommen. Doch solange immer nur die Tiere aus der Perrera geholt werden, wird sich an der eigentlichen Situation nichts ändern und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Wir können nicht immer nur holen und holen und damit Platz für neue Tiere schaffen, sondern man muss vor Ort etwas tun.

    Es ist doch meine Aufgabe, den Hund so zu führen - entspechend auch zu schützen, das er nicht in Situationen kommt, wo er sich so bedrängt fühlt, das er knurren muss.
    Bedeutet, das ich im Bus oder in der Bahn den Hund so ablege, das egal wie voll es ist oder so sehr jemand stolpert, weder der Hund in Gefahr gerät, noch der Mensch.
    Wenn draußen ein Kind auf uns zuwackelt, den Hund so stelle, das ich das Kind abfangen kann und dem Hund so vermittel, mein Part, kannst entspannt bleiben.
    Ebenso auf Veranstaltungen. Da gestehe ich meinem Hund sogar zu, zu Bellen, wenn ich etwas übersehe oder eine Situation falsch eingeschätzt habe oder von der Situation "überrannt" wurde. Passiert nicht oft, aber es passiert.

    Ansonsten ist mein Hund an sich freundlich und geht auch gern freundlich auf Menschen zu, aber wenn es ihm mal nicht gut geht, dann ist es meine Aufgabe, das aufzufangen und wenn ich dazu nicht in der Lage bin, dann soll mein Hund sagen können: "Mama mach mal, ich finde das gerade dumm"