Hallo Momole,
irgendwie kann ich Dein Problem verstehen.
Du hast einen Hund aus dem Tierschutz, der vor Dir schon einige Erfahrung in seinem Leben gemacht hat.
Ich habe auch solch einen Hund ...er kommt aus Kroatien und war die ersten Monate seines Leben ein Straßenhund und dann in einer Tötungsstation.
Ich glaube wir werden diese Tiere nie ganz verstehen.
Und diese uns Menschen auch nicht. Das Mißtrauen ist einfach sehr tief verwurzelt.
Mein Hund hat sich damals zum Meisterdieb entwickelt.
Er hat aber wirklich alles geklaut, was für ihn wichtig war.
Egal ob es ein alter Tennisball im Maisfeld, oder ein kaputtes Zerrseil am Wegrand war.
Alles wurde nach Hause geschleppt und schnurstraks im Körbchen „gebunkert“ :/
Es ist mir einfach nicht gelungen, ihn von diesem Verhalten abzubringen.
Alles rein ins Körbchen ...und gut war es.
Gut solch eine Erfahrung mit einem Ball hatte mein Hund nicht.
Bälle haben ihn einfach nicht interessiert. (Wenn man sie nicht irgendwo klauen konnte.)
Aber sein Verhalten hat mich ehrlich gesagt auch genervt.
Und ich habe ihm das Körbchen weggenommen. Aus – Ende.
Ich habe einfach am nächsten Tag, an einem andern Platz eine Matratze hingelegt.
Ab diesem Moment gab es kein Körbchen und keinen sicheren Platz mehr für ihn.
Ich habe ihm einen andern Platz zugeteilt ... in meiner Rolle als Rudelführer oder Teamchef, egal wie wir es nennen wollen.
Sein Körbchen war weg...und ich habe ihn mit Leckerchen an seine neue Matratze gewöhnt.
Dort hat er dann von mir sein Spielzeug bekommen.
Dort gab es Leckerchen ....und nur dort. Nicht er hat sie dort versteckt ....nein, ich habe sie ihm dort gegeben.
Für einen Hund stellt diese veränderte Situation eine echte Herausforderung dar.
Mein Hund hat (hoffentlich) dabei gelernt, dass ICH ihm seine Plätze zuweise und ICH ihm sein Spielzeug gebe.
Er hat kapiert, dass nicht er seine Ressourcen sichern muss, sondern dass ich ihm seine zugestehe.
Ich hoffe, ich konnte dies so schreiben, dass es verständlich rüber kommt.
Wenn nicht ...frage ruhig ...