„Jagdverhalten“ dient im Gegensatz zum aggressiven Verhalten nicht der Distanzvergröße- rung, sondern dem Beuteerwerb und sollte daher nicht als Teil des Aggressionsverhaltens betrachtet werden (Feddersen-Petersen und Hamann, 1994), (Bernauer-Münz und Quandt, 1995), (Jones-Baade, 2002 c).Es beinhaltet Angriff- und Beißverhalten, ist aber eine appetive Komponente des Fressver- haltens.
Beim „Jagdverhalten“ fehlen auch die typischen Drohsignale, wie z.B. Knurren oder Zähne- fletschen (O`Heare, 2003), (Borchelt, 1983), da mit Beutetieren nicht aggressiv kommuniziert wird (Feddersen-Petersen, 2004).
Im Gegensatz zu aggressiven Verhaltensweisen spielen beim Jagdverhalten Emotionen wie Angst oder Wut keine Rolle (Bernauer-Münz und Quandt, 1995).