@Einstein51 Vielleicht hat die Hündin ein gesundheitliches Problem..eine Herzerkrankung, Schilddrüsenunterfunktion, ein Problem mit dem Bewegungsapparat...
Beiträge von dragonwog
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Das anpassen passiert ganz schleichend ohne Selektion. Und manche Rassen ja. Sind nciht mehr Mode, will keiner, ausgestorben. Leider wahr.
Neue Rassen liebend gern. Abschwächen okay. Aber weg züchten was die Rasse letztendlich irgendwo ausmacht geht gar nicht. Deswegen sagte ich gleich zu Anfang bis zu einem gewissen Grad sollte das bleiben. Aber wenn ein Hütehund nicht mehr hütet, so gar nicht. Das ist mies. Und leider gehen Showlinien schnell mal in die Übertypisierung weil es nur noch nach Aussehen geht. Den Fokus nur auf eines zu legen geht immer nach hinten los.
Dann müsstest du mit deinem Rotti konsequenterweise Schafe oder anderes Vieh hüten...
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Habe jetzt nur bis hierher nachgelesen. Ein ursprünglicher Retriever sollte, wie die Arbeitsversion, über eine ausgeprägte Apportierveranlagung verfügen. Er unterscheidet sich vom FT im Körperbau, der deutlich solider ist und nicht Richtung DK geht. Er ist auch robuster bezüglich Führerfehlern, nicht so hyperschnell und -sensibel. Aber Lara004 schrieb über den durchschnittlichen Labi oder Golden aus Familienzucht. Und bei manchen (nicht allen!) ist da herzlich wenig übrig vom ursprünglichen Retriever - der schon so recht familientauglich war und ist.
Vor 5 Jahren habe ich meinen Splash abgeholt. Seine Züchterin ist u.a. Richterin für Retriever-Arbeitsprüfungen. Nun müssen Retriever in D/Ö/CH wenigstens eine minimale Anlageprüfung zur ZZL ablegen. Sie hatte kürzlich eine solche gerichtet - und war entsetzt, wie viele LR und GR kaum noch Apportieranlagen zeigten.Klar kann man sagen, braucht ein moderner Familienhund nicht. Aber dann sollte man dringend anfangen, stringente(!) Wesensprüfungen einzuführen, die die familientauglichen Eigenschaften prüfen. Viele LR und GR sind tatsächlich super zum "Familienhund" geeignet - auch mit Apportierfreudigkeit und einem gewissen Arbeitseifer. Notfalls tragen sie da nämlich auch einfach Holz heim als Job, oder sammeln weggeworfene Petflaschen ein.
Ich habe nichts dagegen, dass relativ anspruchslose Familienhunde gezüchtet werden - Schosshunde gibt es schon seit Jahrhunderten. Aber es ist nicht so einfach, wie mancher sich das denkt, wenn man es seriös betreiben will. Bei den bekanntesten Retrieverrassen ist die Bandbreite riesig - vom "faden" Einfach-dasein-Hund bis zur Hochleistungssportmaschine ist alles in der jeweiligen Rasse vereint, mit unzähligen Zwischenstufen und auch Sonderschlägen wie zB der gezielten, konsequenten Zucht von Blindenführhunden, die ganz andere Anforderungen zu erfüllen haben.
Die wenigsten Rassen haben eine so riesige Population, dass sie diese extreme Aufsplitterung vertragen können. Ich mag Retriever allgemein sehr, auch in ihrer Vielseitigkeit. Aber wenn man ihnen die auch heutzutage sehr alltagstaugliche Apportierfreude abzüchten will, sollte man sie wirklich eher Red River-Hunde statt Retriever (to retrieve = zurückbringen) nennen.....
Ich gehe grundsätzlich d'accord mit deinem Beitrag. Ich weiß nicht wie das in der Schweiz ist, hier müssen die Retriever zum Wesenstest wenigstens Anlagen in Richtung "Zutragen" zeigen, ansonsten gibt es keine Zuchtzulassung. Prinzipiell sollte meiner Meinung aber jeder Zuchtretriever zumindest ne Dummy A abgelegt haben.
Und ja, bei den Retrievern sooo viele Aufsplitterung, es nervt mich, wenn sämtliche Linien über einen Kamm geschert werden
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Nen jagdlich geführter Hund bekommt auch nicht alle zwei Minuten am Hochsitz nen Leckerchen reingedrückt, damit er mitmacht.
Was sollte ein Jagdhund am Hochsitz zu suchen haben außer nen Knalltrauma? Und vielleicht sind die Flats einfach gut erzogen

Arbeitst du mit deinen Hunden ernsthaft? Arbeitet der Hütehund an deinen Schafen?
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Reservierte Flats??
Aus welchen Linien wenn ich fragen darf?
Wenn man einen Field Trial Retriever einfach in die Familie packt, zeigt er in der Regel genau das, was du beschreibst...fressen, sich lösen und schlafen. Gerade im Ursprungsland will man keinen nervigen Hund außerhalb der Saison oder Trainingszeit.
Ich weiß immer noch nicht, was du mit "Trieb" meinst? Die Motivation etwas zu tun? Anscheinend besteht ja die Motivation zu fressen, also kann man mit Futterbelohnung die Tiere zu guten Leistungen motivieren...
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Die Entwicklung zum unkomplizierten, triebarmen Familienhund lässt mich schaudern. Beinahe tägl. begegnen mir z.B. Labradore aus reiner Showlinie (oder Vermehrertiere...) und ich weiß, so sind sie nicht alle, doch das sind für Karikaturen dessen, was wir als "Raubtier" bezeichnen. Stark übergewichtig, ohnehin sehr korpulent, i-wo trieblos und faul. Kaum sind sie von der Leine, watscheln sie meinen Futterbeutel hinterher. Keinerlei Interesse an der Umwelt, die haben nur Augen für mein Futter und wenn sie raffen, dass sie von mir nichts zu erwarten haben, dann machen sie es sich hechelnd bequem und dösen.
Ich weiß, das ist ein krasses Beispiel, doch wenn sich der Hund in diese Richtung entwickelt- Prost Mahlzeit!
Immerhin sprechen wir immer noch von einem Raubtier, dass nicht auf der Welt ist, um ohne spezifische Bedürfnisse Familien zu begleiten. Begleithunde sind gut und wichtig, nicht falsch verstehen. Doch soll z.B. der Hütehund Hütehund bleiben dürfen und nicht zu einem Schatten seiner selbst gezüchtet werden. M.M.n. tritt man die faszinierende Geschichte der einzelnen Rassen mit Füßen, wenn man rein auf "Alltagstauglichkeit" züchtet. Menschen, die Anspruchslosigkeit verlangen, sollen sich keinen Hund holen.Oh mein Goooott, ein verfressener Hund...das ist natürlich mindestens der Untergang des Abendlandes. Ein leicht motivierbarer, unkomplizierter Familienhund ist nicht etwa eine Bereicherung des Alltags, nee, das ist eine Karikatur.
Wenn das Raubtier "Wolf" nicht entscheidend durch die gezielte Zucht beeinflusst worden wäre, gäbe es keine arbeitsfähigen Jagdhunde, die ihre Beute bereitwillig und unzerknautscht beim Menschen abliefern.
Man kann jeden Hund fett füttern, frag mich gerade, warum der Labbi da mal wieder herhalten muss..
Ich habe ehrlich gesagt auch noch keinen unverfressenen Labbi aus Arbeits/Field Trial Linien kennengelernt..
Und die haben in der Regel n Tacken weniger Interesse an ihrer Umwelt als die Show Exemplare, das Größte ist nämlich für die Zeugs zusammen mit ihrem Menschen zusammen zu machen...Und richtig schlimm find ich die Aussage, dass Menschen, die einen anspruchslosen Hund wollen, erst gar keinen halten sollen. Ja sorry, es möchte nicht jeder jahrzehntelang an unangepasstem Verhalten rumbasteln um sich hinterher auf die Schulter zu klopfen.
Ich bin froh wenn jemand einen einfach zu erziehenden alltagstauglichen Begleiter haben möchte, der dadurch eine gute Lebensqualität hat...Aber..das ist ja nicht cool und in..im Gegensatz zum Retriever Bashing
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Der umgekehrte Weg wäre wesentlich einfacher. Einen wesensfesten Familienhund nehmen, und die Optik nach Marktbedarf verändern. Wird teilweise bei Designermixen schon gemacht, wäre aber auch in seriöser Zucht denkbar. Passiert ist es bisher leider fast nur in Richtung Übertypisierung, aber es wäre auch in andere Richtungen möglich - das Erscheinungsbild lässt sich züchterisch viel leichter gezielt manipulieren, als die Charaktereigenschaften und die Anlagen.Ja ja ja!!
Es gibt Hunde, die sind einfach so wunderbar unkompliziert. Lassen sich superleicht mit Keksen motivieren und haben entsprechend schnell einen zuverlässigen Grundgehorsam. Bringen von Haus aus eine hohe Frustrationstoleranz mit, habituieren sehr schnell, kriegen sehr schnell Aufmerksamkeits- und Erregungslevel gebacken..top!
Man hätte es so viel einfacher mit solchen Hunden. Aber in der Zucht von Familienhunden wird darauf eigentlich nie wirklich Wert gelegt...
Ob die im Titel genannten Schlagwörter in den Alltag passen? Das hängt ganz von der Lebenssituation der jeweiligen Halter ab und wie lenkbar diese Eigenschaften sind.
Z.b. gibt es einen Dalmatiner, der ein Reh gerissen hat..Hund war am Wegesrand, Reh auch, Reh tot.
Nachdem aber mit dem Hund gearbeitet wurde, bleibt er für drei Keksis den gesamten Spaziergang auf dem Weg und ist eine absolut sichere Bank im Rückruf. Vorfälle mit Wild oder unerlaubtes Hetzen und Stöbern sind über Jahre nie wieder aufgetreten. Der Jagdtrieb war also langfristig gesehen kein Problem, weil der Hund so gut motivierbar und ansprechbar ist. -
Du siehst da kein Stress und Meideverhalten?Er geht an Mary ran und sie leckt sich in weniger als einer halben Minute sicher an die zwanzig mal über die Schnauze, wendet den Kopf ab, etc..
Wenn mein Hund jemand, nur weil ich mich ihm näher, direkt so massiv beschwichtigt, suche ich mir auf der Stelle einen kompetenten Hundetrainer und sehe zu, dass sich da ganz schnell ganz gewaltig was ändert.Nee, bei aller Liebe. Dieses über die Schnauze lecken kann auch ganz einfach auf die Nahrungsaufnahme zurückgeführt werden (machen viele Hunde übrigens auch nach nem Click..). Massive Beschwichtigung geht mit vielen Distanzvergrößernden Bewegungsmustern einher, da seh ich nicht viel. Auch keine autonomen Stressanzeichen.
Mal als Beispiel diese nur nett trainierten Malis
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Die zeigen, besonders der eine, viel Beschwichtigungsverhalten, abgeklappte Ohren beispielsweise, zurückgezogene Maulwinkel. Beim Laufen sieht man dann angespanntes Hecheln und eine angespannte Gesichtsmuskulatur.
Mit den Vorher Nachher Videos...das ist auch super schwierig.
Man weiß nicht, wie die Vorgeschichte war, ich finde, so richtig kann man in keiner Richtung was mittels so nem Video beweisen.
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Hier hätte es anfangs wesentlich mehr Konflikte gegeben, wenn Klein Bubbles nicht da gewesen wäre.
Die beiden Pointer sind sehr auf ihre Ressourcen bedacht und es gab da einige Situationen mit Konfliktpotential. Dazu gehören: Auf die Couch gehen, wenn der andere schon da liegt, das Teilen von Streicheleinheiten und Zugänge zu Futterquellen (Ort vor der Küche, Schrank auf welchem Leckerlies liegen etc.).
Wenn die beiden sich länger unnett angestarrt haben oder einer nicht gemerkt hat, dass ja die Couch bereits belegt ist, dann ist Bubbles dazwischen und hat die Situation aufgelöst. Als Prinzessin kann sie sich eh alles erlauben und blocken, ohne, dass sie selbst eins auf die Mütze bekommt.
Ich fand es erstaunlich, wie gut Bubbles die ganzen kritischen Sachen identifiziert hat. Wenn einer der beiden Pointer zur Küche gewatschelt ist, hat sie sich die Situation gleich näher angeschaut.
Mittlerweile haben sich alle drei ganz gut arrangiert und Bubbles muss nur noch ganz selten eingreifen.