Beiträge von dragonwog


    1.Hast du eine Quelle dafür ,dass "Rache" selbstbelohnend ist? Und eine dafür, dass Strafen so hochgradig selbstbelohnend ist? Wenn man das Konzept mit n bisschen mehr als dem radikalen Behaviorismus betrachtet, ist das in Frage zu stellen... Dem Großteil der Hundehalter Empathielosigkeit zu unterstellen find ich immer ganz schön...fragwürdig.

    Zu dem unteren Teil...gewisse Gefühlslagen sind an der Körpersprache ablesbar. Da brauch ich nicht rätseln, wenn der Hund den Kopf von der Tüte wegdreht ist das Meideverhalten. Das "Tütenriechen" kann aus vielerlei Gründen eine aversive Situation für den Hund darstellen, ich würde das keinesfalls auf den Geruch reduzieren.

    Zum limbischen System...sämtliche Perzeptionsarten werden u.A. im limbischen Systen verarbeitet. Also nix mit "gerade DIE Informationen, die durchs Riechen erlangt werden", nö, akustische Informationen sind dem nicht unterlegen, schon gar nicht ab einer bestimmten Reizstärke.

    Bei Sam würde halt nicht nur Fell fliegen oder nen paar Löchlein entstehen.
    Das heißt für mich unverträglich.

    Das Problem ist..je nach "Glück" wird der Hund, der ein paar Kratzer bei einem anderen verursacht, als gefährlich eingestuft und in Folge manchmal sogar beschlagnahmt oder euthanasiert.

    Deswegen kann ich jeden verstehen, der keinen Wert auf Fremdhundkontakte legt...

    Es ist aber ein Unterschied, ob ich die nicht gewünschte Alternative des Hundes mit einem Abbruchsignal unterbrechen kann um ihn dann erneut zurückzurufen..

    Da dürfte man (in der Regel) den Rückruf nicht versauen aber hat halt noch eine Chance zu intervenieren.

    Beispiel von vor paar Tagen...Bubbles findet eine gefüllte Brötchen Tüte...ich sage "nimms" (Signal zum Apportieren), sie schaut mich an und entscheidet sich dafür, die Tüte öffnen zu wollen..dann sag ich "Nein" uns "nimms" und das Tierchen kommt mit der Brötchen Tüte an.

    Interessant. ;)
    Hunde können das, Menschen wird es abgesprochen (siehe "wann seid ihr sauer auf euren Hund" Thread)

    Beeindruckend, diese Caniden :lachtot:

    Äh da steht im Kontext dass es eben nicht einfach geht, im Gegenteil...

    Aber lachen soll ja gesund sein, von daher..

    Oh, moment - von 'einfach' hat keiner gesprochen. Daran, dass es aber, wenn man weiss, was man tut, funktioniert, ändert auch der Link nichts. :smile:

    Nein. Es gibt keine Beweise für die Änderung von unbewussten emotionalen Bewertungen durch klassische Konditionierung. Weder beim Menschen noch beim Tier.

    Natürlich kann man das Verhalten ändern.
    Ob und inwiefern emotionale Bewertungen dabei modifiziert werden...kann keiner evaluieren und schon gar nicht behaupten.

    Genau dein Argument wird übrigens immer und immer wieder angebracht..."wenn man weiß was man tut funktioniert es"

    Ist ähnlich arrogant wie Jean Donaldson, die meinte, man brauch nicht über die Grenzen von Grenzen der im hundlichen Sinne definierten Gegenkonditionierung zu reden, die gibt es nicht..wäre genauso so sinnvoll wie die Frage was man machen sollte, wenn sich der Hund in eine Kiwi verwandelt.

    Ganz toll...

    1. Wir haben hier ein Gassigebiet, wo man tagelang niemanden treffen braucht... also evtl. alle 3 Tage mal eine Begegnung, macht 10 im Monat, macht.....wenig Trainingsmöglichkeiten :( :
    2. War ich bemüht, es richtig zu machen und wirklich nur positiv zu trainieren (man bekommt ja immer gesagt, dass das halt seine Zeit braucht =) )
    3. Würde ich wohl heute noch an dem Punkt stehen, wenn ich nicht eine gute Trainerin gefunden hätte :gut:

    Ja irgendwie schade, dass die Problematik in "positiven" Kreisen so häufig gänzlich unter den Tisch fällt, egal wie die Resultate in der Praxis dann letztendlich aussehen und wie der wissenschaftliche Hintergrund dazu ist...