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Ist das so wirklich gerecht? Was meint Ihr dazu?
Ich würde sagen, das ist haargenau dasselbe wie bei Kühen, Schafen und anderen Nutztieren. Vielleicht auch Nutztieren, wie Hunde, die eben nicht überall leben um mit dem Menschen zu leben, sondern damit er sie essen kann.
Wir haben auch Mäuse, und bei uns sind leider schon viele gestorben. Sie waren auch schon krank, und ich habe sogar die Erfahrung machen dürfen, dass der Tierarzt die Behandlung abgelehnt hat. Seiner Meinung nach, würde es sich allein wegen der Kosten her nicht lohnen.
Zu dem Thread muss ich sagen, dass ich manche Vorschläge wirklich... abscheulich fand. Andererseits würde ich das Tier auch ungerne weiter leiden lassen. Wenn ich die Möglichkeit nicht habe, das Tier durch einen Tierarzt erlösen zu lassen, und zum Beispiel einen erfahrenen Jäger zu Hause hätte, würde ich mich wohl auch dafür entscheiden. Das mag jetzt ziemlich makaber klingen, aber diesen Tod stelle ich mir immer noch angenehmer vor, als in einer Gefriertruhe zu erfrieren oder zerquetscht zu werden. Eine Katze ist da vermutlich meistens schneller: ein Biss in den Nacken, und das war's.
Traurig finde ich es aber auch, wenn man so handelt, weil man sich vorher nicht ausreichend informiert, oder sich einfach mal umentschieden hat. Auch Mäuse werden vom Tierheim aufgenommen, und auch private Pflegestellen gibt es.
All unsere Mäuse wurden mit Teelichtern im Garten begraben. Bei der ersten war es damals besonders fies, da selbst Zoe sie scheinbar "vermisste", bzw sie immer gesucht hat.
Ich glaube, dieser Thread wird nach einiger Zeit wohl darauf hinauslaufen, ob Nutztierhaltung gerechtfertigt ist, oder Thema vegetarische oder vegane Ernährung.
Ich bin, was das angeht, eh immer sehr hin und hergerissen. Ich esse doch sehr, sehr selten Fleisch. Zum einen, weil ich es gar nicht wirklich mag, und zum anderen, weil ich natürlich auch an die Tiere denke. Eigentlich immer bloß, wenn es sonst weggeschmissen würde
Auch wenn ich daran denke, wieviel Tiere mein Hund schon gefressen hat, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Allerdings hat er eine Art Recht darauf, wie ich finde. Schade ist nur, dass der Hund mit dem vom Menschen gehaltenen Tier auskommen muss.
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Hingegen mit ganzen Tieren käme ich nicht klar
mm, ich denke, so einen großen Unterschied sehe ich darin nicht. Natürlich ist es anders, anonymer, aber, ihr könnt mich gerne gefühllos nennen, ich denke, ich hätte damit kein allzu großes Problem. Manchmal beneide ich sogar die Kulturen, wo die Tiere noch selbst erlegt werden, aus der freien Natur und das ganze Tier genutzt wird. Vielleicht, wenn wir hier diese Anonymität nicht mehr hätten, vielleicht würden die Menschen dann nicht mehr so verschwenderisch sein.
Es ist wie, als würde man mit einer fremden Kreditkarte einkaufen gehen, und nicht auf die Preisschilder schauen. Egal wie sehr die Karte dann belastet würde, man kann den Preis ja ausblenden. Hmm, schwer zu erklären was ich meine 
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Ist die Maus wohl erst etwas wert, wenn sie in einem Käfig gehalten wird und mit Namen jemandem angehört?
Nein.
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Vielleicht muss man das Tier in der Tat "vor Augen" haben, wenn das Elend ein Gesicht hat, wenn man es anfassen kann, ist es wohl auch anders.
Da muss ich Dir recht geben. Nur die Frage, was wünschenswert ist. Wenn ich mir vorstelle, es wäre nicht so, ich glaube, dann würde keiner mehr glücklich werden können. Am besten wäre wohl einfach ein bisschen mehr Bewusstsein.
Ich würde wohl trotzdem von mir sagen, dass auch ich mit zweierlei Maß messe. Vielleicht ist das eine notwendige Schutzmaßnahme?
liebe Grüße, Alina, die selbst Mücken wieder nach draußen setzt - nur Zecken dürfen nicht mehr leben 
Edit: Tut mir Leid, es ist viel zu lang geworden, und ich habe viel zu lange getippt 