Beiträge von WolleAufVierPfoten

    Also tatsächlich chronisch krank mit Magenschmerzen. Da wundert es nicht, dass sie ängstlicher wird. Ich würde dringend weitere Diagnostik machen und auch die Schilddrüse abklären lassen.

    Was wäre "weitere Diagnostik"?

    Beim Sodbrennen wurde schon viel Diagnostik gemacht. Das einzige, was man laut TÄ noch machen könnte, wäre eine Gastroskopie mit Biopsie. Laut ihr wäre man dadurch aber auch nicht schlauer, da man damit keine Diagnose bekommt, nur einen Verdacht. Und dann wäre die Empfehlung eine Ernährungsumstellung. Da unsere Hündin durch die Futterumstellung + Nahrungsergänzung beschwerdefrei ist, kommt das aufs gleiche raus.


    Ich finde das ganze auch einfach wenig greifbar. Wir waren heute morgen 2 Stunden unterwegs, zwischendurch 30 Minuten Nasenarbeit. Es war stürmisch, ständig klapperte irgendwo etwas, die Autobahn hat man auch gehört, aber beste Laune und keine Angst.

    Unsere TÄ ist kommende Woche sowieso in Urlaub, ich denke ich werde danach einen Termin machen und noch mal die spezifischeren Blutparameter untersuchen lassen. Da die nächsten Tage ruhiger sind und ich auch wieder regelmäßig Gassi gehen kann, werde ich dann auch schon schlauer sein, ob weniger Stress einen Effekt hat.

    Aktuell stresst mich das Thema auch so sehr, dass das die ganze Situation nicht besser macht (gestresster Halter -> gestresster Hund). :frowning_face:

    Verstehe ich das richtig, dass der Hund eine chronische Magenerkrankung hat?

    Sie hat einen empfindlichen Magen und reagiert auf fetthaltiges Futter mit Sodbrennen. Seit dem Umstieg auf NF Pferd und 2x täglich Lupovet IGOR Vegan vor ca. 1 Jahr ist das aber weg.

    Insgesamt geht es ihr viel besser als damals, wo die Symptome sehr deutlich waren. Da hat sie keine Nacht durchgeschlafen, ständig Schmatzen und Pfoten lecken... das ist jetzt alles weg.

    Sie hatte vor 4 Wochen die akute Gastritis. Die war aber bei der Kontrolluntersuchung nach 5 Tagen nicht mehr auf dem Ultraschall sichtbar. Auch Bauchspeicheldrüse und restliche Verdauungsorgane waren unauffällig. Sucrabest hat sie 7 Tage bekommen, das Antibiotikum 10 Tage. Danach war alles OK.

    Ist die Schilddrüse gecheckt worden?

    Schilddrüsenwerte wurden nicht gecheckt, nein. Allerdings sehe ich bei ihr auch keine typischen Symptome, also keine Haut-/Fellveränderungen, Müdigkeit, Ohrenentzündung, Gewichtsabnahme bzw. auch keine generelle Verhaltensänderung. Diese Angstepisoden sind halt alle 2-3 Tage für 15 Minuten und lassen sich mit bestimmten Situationen triggern. Wäre da eine SDU realistisch?

    (Ich will das nicht ausschließen, will aber auch keine Diagnose hinterherlaufen, die super unrealistisch ist. Ich kenne Hunde mit SDU, die langsam aber stetig immer träger wurden. Das ist bei unserer Hündin so gar nicht der Fall.)

    Die Werte unten im Spoiler wurden bislang untersucht. Bis auf Phosphor war alles im grünen Bereich. Phosphor war etwas zu niedrig, das lässt sich allerdings dadurch erklären, dass sie sich zu dem Zeitpunkt mehrfach übergeben hatte und nüchtern war.

    Blutwerte
    • GLU (Blutzucker)
    • CREA (Kreatinin)
    • BUN (Harnstoff)
    • BUN/CREA (Verhältnis)
    • PHOS (Phosphor)
    • CA (Calcium)
    • TP (Gesamtprotein)
    • ALB (Albumin)
    • GLOB (Globuline)
    • ALB/GLOB (Verhältnis)
    • ALT (Leberenzym)
    • ALKP (Enzym)
    • GGT (Leberenzym)
    • TBIL (Bilirubin)
    • CHOL (Cholesterin)
    • AMYL (Amylase)
    • LIPA (Lipase)
    • Na (Natrium)
    • K (Kalium)
    • Na/K (Verhältnis)
    • Cl (Chlorid)

    Was mir aus aktuellem Anlass durch den Kopf geht: hat sie vielleicht vor irgendwelchen Geräuschen Angst?

    Ja, ist möglich.

    Ich hatte erst die Autobahn im Verdacht. Hier bei uns im Viertel hat sie in die Richtung gestarrt, aus der man die Autobahn nachts ganz leise hören kann. Auch auf einem Feldweg ist sie genau da stehengeblieben, wo man den Schall der Autobahn gut hört. Aber der Wald ist 2 km in die andere Richtung, da ist von der Autobahn nichts zu hören. Daher habe ich den Gedanken wieder verworfen.

    Das habe ich auch im ersten Post vergessen: generell habe ich auch den Eindruck, dass sie versucht, etwas zu wittern, wenn sie ängstlich wird. Sie hält die Nase immer wieder senkrecht in die Luft, man hört wie sie schnüffelt und dann geht das Starren los.

    Was mir beim Nachdenken gerade auch noch eingefallen ist: sie hat bis zur Gastritis Relax Plus von Vet-Concept bekommen. Die TÄ hat gesagt, dass wir das erst mal 2 Wochen nicht mehr geben sollen, weil das Magnesiumoxid die Magenschleimhaut reizt. Wir geben jetzt seit 10 Tagen ein anderes Präparat mit L-Tryptophan, aber es dauert natürlich, bis der Spiegel wieder erreicht ist. Ich weiß, Tryptophan ist etwas umstritten, aber wir hatten in der Vergangenheit schon den Eindruck, dass das L-Tryptophan unsere Hündin gelassener macht.

    Dinge die ich mich da frage :

    1. Weil Hündin - wann war die letzte Läufigkeit?

    Im Dezember.

    Zitat
    1. Schmerzen können ne Option sein, grad weil du ja von einer Gastritis schreibst. Tierärztlich abklären macht also total Sinn.

    Ja, ich sehe das grundsätzlich ähnlich. Allerdings frage ich mich auch, in welche Richtung es dabei gehen soll. Bei der Gastritis wurde ein großes Blutbild gemacht, der komplette Körper abgetastet und auf Schmerzen untersucht. Dabei war nur der Bauch auffällig. Bei der Nachkontrolle waren die Bauchschmerzen weg, aber auf meinen Wunsch wurde noch Ultraschall aller Organe gemacht. Die TÄ ist auf Gastro-Themen spezialisiert und meinte, dass nichts auf ein grundlegendes Problem hindeutet und sie würde es dabei belassen, solange die Bauchschmerzen nicht wieder auftreten. Die Symptome der Gastritis sind seitdem auch nicht wieder sichtbar gewesen.

    1. Bist du dir sicher dass da wirklich nix war ? Gibt es Tiere die sie nicht kennt ? Kommen bei euch Wölfe vor ? Dachs ? Luchs ?

    Ganz sicher kann ich das natürlich nicht sagen. Es war aber nichts da, was für mich erkennbar war und es waren auch sehr unterschiedliche Stellen. Einmal Blick auf ein Feld, bei uns im Wohngebiet, einmal im Wald...

    Wölfe sind hier nicht bekannt, bis auf eine Wolfsichtung, die es vor 1-2 Jahren mal in die Zeitung geschafft hat. So viele wilde Tiere gibt es hier nicht - wir leben hier in der Natur, aber relativ urban. Es kann aber natürlich immer sein, dass sich irgendetwas verläuft.

    Hallo,

    Unsere Hündin (Lagotto Romagnolo, 2,5 Jahre alt) hat seit ein paar Tagen wiederholt Angst vor irgendetwas. Sie ist generell eher ein unsicherer Typ, gruselt sich gerne mal vor allen möglichen Dingen, war aber nie wirklich ängstlich.

    Beim ersten Mal war sie bei der abendlichen Pippi-Runde plötzlich panisch und wollte nach Hause rennen. Da habe ich mir noch nicht so viel gedacht, es war dunkel, vielleicht ein Tier irgendwo im Busch. Ein paar Tage später waren wir tagsüber auf einer gewohnten Gassirunde, wo sie plötzlich stehen geblieben ist und in die Ferne gestarrt hat. Ich habe sie 2-3 mal mit Signal und Futter motivieren können, noch ein paar Schritte nach vorne zu gehen, aber dann hat sie sich komplett gesperrt und gezittert. Das hat sich jetzt alle 2-3 Tage wiederholt, immer an unterschiedlichen Stellen.

    Körperlich ist sie fit, zeigt keine Anzeichen von Schmerzen und verhält sich außerhalb dieser Angst-Episoden normal. Sie frisst normal, Verdauung ist normal, sie ist lustig und verspielt wie immer und bei Beschäftigung voll leistungsfähig. Heute waren wir bei einem Workshop (unbekannte Umgebung, fremde Hunde) und da hat sie auch konzentriert arbeiten können.

    Ich habe mich mal hingesetzt und überlegt, ob es vor dem ersten Auftreten etwas besonderes gab. Was mir so einfiel:

    Anfang März hatte sie einen Infekt mit Fieber und so heftigen Bauchschmerzen, dass wir zum Notdienst gefahren sind. Verdachtsdiagnose war eine leichte Gastritis. Blutabnahme und Ultraschall (bei einer auf Gastro-Themen spezialisierten Ärztin) waren beide unauffällig, nach einer Woche mit Sucrabest und Synulox war sie wieder fit.

    Kurz danach wurde ich operiert und konnte kaum mit ihr Gassi gehen. Die letzten 4 Wochen war sie daher überwiegend mit meinem Partner unterwegs, der nicht zu festen Zeiten mit ihr gegangen ist. Mal waren sie um 8 Uhr unterwegs, mal erst nach 18 Uhr (natürlich konnte sie zwischendurch auch zum Lösen raus). Sonst bin ich immer in meiner Mittagspause mit ihr gegangen. Die Umstellung hat sie schon merklich irritiert, aber es ging eben nicht anders.

    Vor 2 Wochen hatte sie dann noch eine Bindehautentzündung, bei der sie sich ein Auge blutig gekratzt hat. Die Augensalbe vom TA fand sie schrecklich, aber nach ein paar Tagen war alles verheilt. Ich merke auch keine Anzeichen, dass ihr Sehvermögen beeinträchtigt ist, sie reagiert auf feinste Körpersprache, auch aus Entfernung.

    Ist es realistisch, dass sie von all den Einzelthemen mittlerweile so gestresst ist, dass sie draußen diese starken Ängste und generell eine kürzere Zündschnur hat?

    Ich hatte überlegt, auf Verdacht zum TA zu gehen, weil mich diese Angst-Episoden sehr beunruhigen. Aber auch das wäre wieder viel Stress für sie. Der letzte Komplett-Check (aufgrund der Gastritis) ist ja gerade 1 Monat her und da war alles gut. Was würdet ihr tun?

    Danke!