Guten Abend allerseits,
ich plane, mir in absehbarer Zeit einen neuen Hund anzuschaffen, und würde mich über Erfahrungsberichte und Einschätzungen zum Thema Welpe aus dem Auslandstierschutz freuen.
Kurz zu mir: Bisher hatte ich zwei Hunde, die ich jeweils im Alter von zwölf Wochen von VDH-Züchtern übernommen habe. Beide waren von Anfang an unkompliziert, sehr lernfreudig, schnell erzogen, bis ins hohe Alter gesund und insgesamt einfach nur lieb. Dementsprechend habe ich zwar Erfahrung mit der Welpenerziehung und dem Alltag mit Hund, war bislang jedoch weder mit gesundheitlichen Problemen noch mit größeren erzieherischen Herausforderungen konfrontiert.
Für mich kommen ausschließlich Rassen der FCI-Gruppe 9 (ausgenommen Dackel, zzgl. Bolonka) infrage, da ich wieder einen ausgeglichenen Hund für gemütliche Spaziergänge, Ausflüge und Urlaube suche.
Im Inlandstierschutz waren meine Wunschrassen (auch Mixe) bisher nicht zu finden. Im Zuge meiner Recherche bin ich aber auf mehrere Würfe aus dem Auslandstierschutz gestoßen, die über in Deutschland eingetragene Vereine vermittelt werden. In den vorhandenen Videos wirken die Welpen aufgeschlossen, verspielt und nicht ängstlich.
Dass ein Welpe generell viel Arbeit bedeutet und 24/7 Betreuung benötigt, ist mir bewusst. Mich interessiert jedoch, ob es grundlegende Unterschiede zwischen einem Welpen vom Züchter und einem aus dem Auslandstierschutz gibt.
Zwar habe ich bereits viel (auch Negatives) über Auslandshunde gelesen, diese Berichte beziehen sich jedoch nahezu ausschließlich auf erwachsene Hunde. Erfahrungsberichte zu Welpen aus dem Auslandstierschutz finde ich kaum und wenn, dann handelt es sich um andere Rassen. Berichte über Jagdhunde oder HSH helfen mir beispielsweise nur bedingt weiter, da hier rassebedingte Eigenschaften eine Rolle spielen, die auf den von mir geplanten Malteser (o. A.) nicht zutreffen.
Die Welpen aus dem Auslandstierschutz werden häufig mutterlos aufgefunden und wachsen in Sheltern unter teils sehr verwahrlosten Bedingungen mit zahlreichen anderen Hunden auf.
Meine Frage ist daher, ob eine solche negative Prägung und Aufzucht zwingend langfristige Auswirkungen haben muss oder ob Welpen diesen schlechten Start in der Regel gut wegstecken.
Gibt es hier jemanden, der einen Welpen direkt aus dem Ausland übernommen hat und seine Erfahrungen teilen möchte?
Es ist für mich auch in Ordnung, wenn mir abgeraten wird. Ich habe mich noch nicht festgelegt und übereile nichts.
Vielen Dank fürs Lesen, einen angenehmen Abend und ein schönes Wochenende. 🙂