Beiträge von soph11

    Das hilft mir sehr! Danke für den Beitrag 🫶🏼

    Nee, ich denke auch nicht, dass dieses Couch-Verbieten von der Trainerin DIE Maßnahme ist. Allerdings kann man daraus etwas für sich mitnehmen. 1) Der Hund steht nicht so sehr im Mittelpunkt, sondern soll eben auch mal für sich, unbeachtet, im Körbchen sein 2) die Reaktion mit dem Schnappen kann ich mir mit 2 Motivationen vorstellen, einer eher selbstbewussten nach dem Motto "ey, hier wird nicht an mir gezogen, Finger weg" und eine eher unsichere, eher "äääh nimm mal die Hand weg, das kenn ich so nicht und macht mir Angst". In beiden Fällen wäre es gut, das Sofa erstmal sein zu lassen. Wie schon angemerkt, gibt das Hinweise aufs weitere Training.

    Was aber in so einem Moment immer mal gut ist, ist, die Distanz bissel zu erhöhen, die gedankliche und die physische. Sich nicht dauernd mit Hund beschäftigen, nicht dauernd (auch zuhause) irgendwas üben, sich nicht stetig gedanklich mit Hund befassen, aus dem Augenwinkel beobachten... Klar, er ist neu und ihr mögt ihn, aaaaaber: bei einem selbstbewussten Typ oder einem Typ, der angebotene Freiräume gern für sich beansprucht und dann nicht mehr freigibt, kann das eben zu einem Ungleichgewicht führen. Wie soll ich das sagen. Es geht nicht um das alte "Dominanz"-Thema. Aber manche Hundetypen sind halt frecher, beanspruchen gerne Rechte als ihre und fragen später nicht mehr nach, ob sie dies oder das dürfen. Sondern nehmen es sich heraus und fühlen sich angepupt, wenn Besitzer es dann doch anders wollen. Versteht man, was ich meine? Daher auch der Ansatz: ich kann alles zulassen, solange ich es auch problemlos beenden kann. Da würde ich bei dem relativ vielen Körperkontakt definitiv nochmal nachhaken. Dass er kommt, ist schön, aber das kann auch dazu führen, dass er zB einen von euch beiden sozial kontrolliert (den anderen nicht mehr so gern hinlässt, zB, wenn man körperlich rumalbert, dazwischen geht und sowas). Deswegen würde ich testen und üben, ob er sich wegschicken lässt.
    Das geht alles nicht direkt in Richtung konkretem Umgang mit Schnappen. Weil ich denke, die Ursache liegt woanders - entweder er ist frech oder unsicher - und muss daher woanders bearbeitet werden. Ist er zu frech, nimmt sich zuviel raus, schickt ihn öfter mal weg und setzt das auch durch (und er merkt sicher, ob ihr ihn immer im Augenwinkel habt und ihm damit Wichtigkeit vermittelt). Ist er unsicher, gebt ihm mehr Rahmen, lasst ihn mehr aus dem Fokus, draußen hinter euch statt vorne regeln lassen usw. Auch wenn er unsicher ist, KANN es ihm helfen, weniger immer bei euch rumzutüddeln und mehr Ruhe in seinem Bereich zu bekommen.
    Und auch nach 3 Monate liest er euch sicher schon ganz gut, dh, wenn ihr ihn wegschickt und dabei denkt "ochgott armer Kerli" oder "allein aufm Sofa ist jetzt aber langweilig", dann weiß er das und nimmt es euch nicht ab. ;)
    Ich wünsche viel Erfolg und hoffe, eure Trainerin kann euch gut helfen.

    -s-

    Das hilft mir sehr!!! Vielen Dank! Ich merke auch, dass der Fokus gerade seeeehr be ihm liegt und ich da auch eine Art Perfektionismus eintwickel, die gar nicht angebracht ist..

    Ich würde die Wahl der Trainerin überdenken, Hund darf nicht auf erhöhte Plätze ist völlig veraltet und überholt. Und das anscheinend mit seinem Verhalten anderen Hunden gegenüber in Verbindung zu setzen spricht nicht wirklich für sie. Grundsätzlich seid froh, daß er abschnappt, wenn er sich dazu gezwungen fühlt, habt ihr seine Grenzen schon weit überschritten. Knurrt er vorher? Ich würde jedes Knurren belohnen und ihm beibringen, sich so mitzuteilen. Und laßt den armen Kerl wieder auf die Couch, daß wird euch allen gut tun. Sein Verhalten anderen Hunden gegenüber hat damit nichts zu tun.

    Ich hatte ja vorher schon geschrieben, dass die Sofa Thematik und das pöbeln draußen nichts miteinander zu tun haben. Wie gesagt, ich wollte nur den Zusammenhang herstellen, wieso die Trainerin bei uns zu Hause war. Die Sofa Thematik kam auch nur hoch, weil wir zuhause am Management gearbeitet haben da zB.auch wo liegt das Körbchen, was kann er bewachen usw. Aber danke! ☺️

    sehr hübscher Kerl. Gelungene Mischung. Und der kecke Blick :-) cooler Kerl

    Die Frage ist, ob ihr mit dem was arbeiten solltet. Also richtig arbeiten. Ihr solltet euch jemanden suchen, der/ die euch wöchentlich begleitet über einen Zeitraum. Nicht 1x in sechs Wochen, das reicht bei weitem nicht.

    Finde ich auch! 🥰


    Was meinst du mit begleiten? Einzel Training bei unserer Hundetrainerin?

    Also ja, da würde bei mir nächste Woche eine Trainerin zu Hause stehen.

    tut sie doch.

    Von der kam doch überhaupt der Tipp, der Hund soll nicht erhöht liegen

    Genau, sie war schon einmal zu Hause bei uns und hat da, weil er sie natürlich auch verbellen wollte (nicht nur deswegen) gemerkt, dass Juri die Hosen bei uns an hat. Zumindest ins den ersten 6 Wochen war das so.. und da kam dann auch der Tipp mit dem Sofa


    Der tönt ziemlich stabil, erwachsen und braucht dringen eine klare Linie. Hat ja die Trainern auch deutlich gemacht.

    Ja er ist nicht die typische Angsthund, der Tage braucht um aus seiner Trasnportbox rauszukommen.. er war von Anfang an sehr präsent und hat sich schnell viel getraut.. und trotzdem waren echt sehr vorsichtig mit ihm, denke, dass könnte auch dazu geführt haben, dass er jetzt denkt, er müsste für uns Entscheidungen übernehmen

    Für Hunde ist es völlig normal, dass das Rudel auch mal dicht beieinander liegt. So wie uns tut auch Hunden diese Nähe (wenn freiwillig!!!) gut. Insofern fliegt bei mir nur dann ein Hund (vorübergehend!) vom Sofa, wenn er direkt auf dem oder am Sofa unangemessenes Verhalten zeigt. Da ist für den Hund dann auch ein Zusammenhang erkennbar.

    Wenn man den Hund mehrere Meter entfernt ins Körbchen verfrachtet, könnte der Hund das so verstehen, dass man ihn nicht dabei haben will, weil er (noch) nicht zum Rudel gehört. Das Wegschicken und einen Platz am Rand zuweisen ist jedenfalls das bei Tieren verschiedener Arten typische Verhalten gegenüber einem Neuen. Aber in der Regel geht das nur ca. 1-3 Wochen so und dann wird der/die Neue aufgenommen (oder endgültig weggejagt). Wie soll ein Hund da verstehen, dass er erst ins Rudel aufgenommen und dann wieder "weggestoßen" wird, ohne dass er einen Zusammenhang mit irgendeinem Fehlverhalten erkennen könnte?

    Das ist ein sehr hilfreicher Gedanke!! Das macht es natürlich verständlicher, wieso er da nach uns geschnappt hat...

    Natürlich liegt er immer nah bei uns, direkt vor dem Sofa und direkt an unserem Bett ist jeweils ein Körbchen und mittlerweile holen wir ihn auch morgens kurz ins Bett zum Kuscheln, also die Nähe ist auf jeden Fall da!

    Gibt es Situationen, wo er euch den Weg verstellt?

    Schiebt er sich oft vor euch?
    Läuft euch direkt vor die Füsse?

    Jein, würde ich sagen, er hat sich am Anfang immer gerne in die Türeingänge gelegt und uns so den Weg versperrt, er lehnt sich auch sehr gerne ganz nah an, das macht er auch bei Besuch, also dieses "Anlehnen".. da habe ich jetzt auch schon häufiger gelesen, dass das nicht unbedingt immer was mit kuscheln zu tun hat. Aber den Gedanken hatte ich auch schon..Meinst du, er hat uns gemaßregelt in den Situationen, in denen er geschnappt hat?


    Aber du hast natürlich recht, vielleicht muss unsere Trainerin da auch nochmal nach Hause kommen.

    Vielleicht hat ihn ja auch dieser Handschuh getriggert. Der ist ja wahrscheinlich nicht so klein, wie ein normaler Handschuh. Der Hund hat ja auf den rumänischen Straßen mehrere Jahre überlebt, da wird er ja evtl. schlechte Erfahrungen mit Männern mit dicken, großen Handschuhen gemacht haben :ka:

    Da haben wir auch schon dran gedacht.. der Gedanke tat uns dann nur noch mehr leid :(