Hallo zusammen,
danke für Eure Beiträge. Sie helfen mir wirklich.
Ich versuche mal so zu antworten, dass man mich verstehen kann.
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Oder steht im Raum, dass der Hund langfristig bleibt?
Wissen wir nicht. Ich habe ja nur erfahren, die Besitzerin muss in die Klinik. Ich habe theoretisch bis zu den Osterferien mit ein paar Ausnahmen Zeit, dann fahre ich in den Urlaub, wo ich sie nicht mitnehmen kann. Die andere Pflegedame kann sie nicht die ganze Zeit über nehmen, sie hat teilweise Verpflichtungen. Also war die Idee, dass sie bis auf Ausnahmen bei uns bleibt, bis die Besitzerin wieder daheim ist oder fit genug, um den Hund wieder zu nehmen. Da wir nur wissen, sie hat Rückenschmerzen, wissen wir nicht, wie lange es dauert. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass das Ganze schon seit vor Weihnachten so geht. Die Besitzerin ist morgens mit ihr ihre Morgenrunde geschlichen, scheinbar hat den zweiten Spaziergang die Pflegedame übernommen. Seit Dezember. Die Befürchtung ist ja schon berechtigt, dass sie sich nicht mehr kümmern kann. Das ganze letzte Jahr war gesundheitlich sehr schwierig für die Besitzerin, ich sah sie ja doch fast jeden Tag laufen.
Also stelle ich mich erstmal auf längere Zeit ein.
Für die längere Zeit möchte ich, dass mein Mann auch die Wohnung normal betreten kann.
Ich habe festgestellt, dass ich sie in ihr Bett schicken kann. Dort bleibt sie auch, ich löse auf. Wenn sie auflöst, schicke ich sie zurück. Das funktioniert auch ganz gut. Wenn sie bellt, schicke ich sie in ihr Bett, sie ist ruhig, mein Mann kann z.B. in die Küche. Er setzt sich, ich löse auf, sie geht zu ihm, schnuppert. Er sitzt nur da, schaut sie nicht an, er hat nur die Hand am Rande der Sitzfläche. Hier stupst sie dann vehement, lässt sich kraulen. Ich weiß, wir bestimmen, wann und ob und wie lange. Aber ist in diesem Falle nicht wichtiger, dass sie eine positive Erfahrung macht? Die Idee dahinter ist ja, dass es in ihrem Tempo geht. Kommen lassen, positive Erfahrungen.
Wenn er von der Eckbank aufstehen will, gehe ich mit ihr aus dem Zimmer, damit sie sich nicht bedrängt fühlt. Heute war sie dann ruhig, als er aufstand. Sie ging zu ihm, schnupperte und zeigte dieses "Schmuse/Spielverhalten", was evtl. das Fiddeln sein könnte, das ich erst googlen musste. Ich habe nur Hunde betreut, die ich seit Welpenalter kenne, diese zeigten so etwas nicht.
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Darüberhinaus kann das schmusen/spielen auch Kontrollverhalten und/oder Fiddeln sein und würde damit das genaue Gegenteil zu dem, was Du erhoffst (Freude, Freundlichkeit, Mögen des Mannes) bedeuten. Das muss man aber genau anschauen, um das beurteilen zu können.
Draußen zeigt sie das "Schmuse"Verhalten bei ziemlich jedem. Wenn die Besitzerin stehen bleibt, sich mit jemanden unterhält, dann geht die Hündin auf die andere Person zu, geht auf die Hinterfüße (springt also nicht) an die Person gegenüber, sehr vorsichtig, stupst. Sie drückt auch ihren Kopf total an denjenigen. Ich hatte aber immer das Gefühl, dass das nicht wirklich "Mögen" ist, denn die Rute war da nicht entspannt. Dieses Verhalten finden alle so süß, deshalb hatte die Besitzerin auch viele Angebote, dass sie im Falle des Falles die Hündin nehmen würden. Sie zeigte dieses Verhalten heute auch bei meinem Mann, dazu aber auch noch etwas spielerisches Verhalten.
Was hätte das für Auswirkungen, wenn das wirklich Fiddeln wäre, muss das unterbunden werden? Wir waren ja froh, dass sie von sich aus auf ihn zugeht, obwohl er steht. Falsche Annahme?
Mein Bestreben wäre klar, dass das Verhalten mit dem Mann stressfreier wird. Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob sie im Zweifel auch beißen würde. Ich kenne ja nur die Aussagen, sie möge keine Männer, bei ihrer Besitzerin wird sie an die Couch gebunden, wenn Männer in die Wohnung kommen. Draußen wurden oft Männer verbellt, die Besitzerin ließ das zu. Ich habe aber das Gefühl, dass die Eskalation weniger wird. Sie regt sich kurz auf, dann aber richtig, ich schicke sie in ihr Bett, sie ist ruhig. Hilfreich ist auch, wenn wir uns unten draußen treffen und er sie in die Wohnung führt. Dort lässt sie sich auch problemlos von ihm ableinen, setzt sich brav vor ihn hin. Dort bekam sie ein Leckerli.
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Vielleicht besteht das Problem deiner Pflegehündin auch nicht mit dem Thema "Mann", sondern, wie bei uns, bei dem Konzept "wir leben zu zweit", und dein Mann passt einfach nicht in ihr "Familien Konzept".
Ich würde ihr einen Platz zuweisen, und wenn sie mit einem Spielzeug knurrend an deinem Mann vorbei läuft, schickt ihr sie konsequent auf ihren Platz. Im Grunde ist das ein provokatives verhalten von ihr.
Es ist sicher so, dass sie nur das Konzept "zu zweit" kennt. Wenn Männer kommen, wird sie ja angebunden und bellt sicherlich. Sie hat somit auch keine richtig positiven Erfahrungen mit Männer. Dies möchte ich gerne ins Positive drehen. Man weiß ja nicht, was kommt. Wenn ich das schaffe, dann ist die Situation ja auch nicht so aussichtslos. Denn eines ist klar: Auf Dauer kann ich sie nicht behalten. Wir haben uns bewusst gegen einen eigenen Hund entschieden.
Das mit dem Platz zuweisen habe ich gemacht, sie geht in ihr Bettchen. Dorthin schicke ich sie seit gestern konsequent. Sie liegt dort auch gerne freiwillig, auch die ganze Nacht. Dieser Raum ist auch ihr Rückzugsort, der Mann betritt ihn aktuell nicht.
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Schwierig zu lesen, ich verstehe nicht, worum es geht. Dein Haus, Deine Regeln. Wenn Du auf der Couch liegen, als verwöhnt empfindest, dann lass sie nicht auf die Couch, das lernt die Hündin schnell, auch wenn sie ständig Streicheleinheiten einfordert, Du musst die Hand nonstop auf den Hund legen? kannst Du ignorieren. Gemeinsam spielen, streicheln machst Du, wenn Du das möchtest. Du bietest ja andere Sachen, mehr Spaziergänge... Dass die Hündin nicht unbedingt zu ihrem eigenen Zuhause zieht, bedeutet nicht, dass es ihr ab sofort bei Dir besser gefällt, sie nimmt es hin. Dein Mann sollte sie erstmal möglichst ignorieren, damit sie sich an ihn gewöhnen kann. Ist sie ein kleiner Hund? Ich hatte mal einen Spitzmix in Pflege, der war anfangs ziemlich ähnlich. Ist sie mit in einem Schulbüro?
Das mit dem Nonstop die Hand auf sie legen war nur am ersten Tag. Sie war dann ruhig, hörte auf zu fiepen. Danach war das nicht mehr nötig. Inzwischen ignoriere ich auch dieses Einfordern von Streicheleinheiten. Beim Mann sind wir uns eben nicht sicher.
Es ist ja schon mal okay, wenn sie sich mit der Situation arrangiert. Sie liegt auch nicht permanent vor der Türe, wie ich es von anderen Hunden kenne, die kurz mal bei mir waren. Sie ist bei mir. Ignorieren ist in der Mache, wie reagiert er auf Annäherungen wie dieses Stupsen? Sie ist kniehoch, Bild als Avatar, ich habe auf die Schnelle nicht rausgefunden, wie ich ein Bild hochladen kann. Nein, sie ist nicht im Schulbüro. Wir wohnen in einer Dienstwohnung in der Schule, dort hat sie ihr Bett in meinem privaten Büro/Gästezimmer. Sie kommt mit der Schule nicht wirklich in Berührung, ich gehe aktuell auch so raus, dass ich möglichst wenig Kinder treffe. Also nicht zum Schulstart oder Schluss.
Zusammengefasst:
Zeitspanne: Unbekannt
Ziel: Mann soll in die Wohnung kommen können und sich dort auch bewegen, ohne verbellt zu werden. Ich kann aber schon sehr große Fortschritte zu Samstag sehen.
War das besser verständlich? Mir schwirrt so viel im Kopf rum.