Wanni wird "schneeblöd". Ist aber auch ihr erster richtiger. Und blöd ist das falsche Wort, sie tollt mehr herum und hat mehr spielerische Anwandlungen, auch mir gegenüber. Erfreulicherweise gibt es keine hirnverlorenen Rennattacken!
Beiträge von AnKr
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Das sieht bei uns ganz ähnlich aus. Gerade der Übergang von der ruhigen Scheinträchtigkeit in diese Phase der Reizoffenheit ist bei meiner Schäfermix -Hündin extrem. Und ich kann die Uhr danach stellen.
Nach ca 4 Wochen pendelt sich das aber wieder ein und wird auch von Läufigkeit zu Läufigkeit besser zu Händeln. Trotzdem sehr anstrengend.
außerdem ist das Läufigkeitsintervall bei uns sehr kurz. 4,5 Monate nur. Bei euch vielleicht auch?
Ich erkenne uns da echt wieder. Genau, der Kontrast ist besonders hoch, da die Scheinträchtigkeit bei uns ebenso eher von Trägheit geprägt ist. Bei uns waren es im Sommer auch ca 4 Wochen, im Winter dauerte es jetzt das zweite Mal ein bisschen länger. Ich finde Training echt manchmal herausfordernd, weil wir so starken Schwankungen unterliegen, dass ich ständig total viel anpassen muss.
Oh man, da habt ihr ja auch echt viel Turbulenzen bei dem kurzen Intervall. Tatsächlich waren Wannis erste beiden Intervalle bei uns auch kürzer (3 Monate, 5 Monate), das letzte Mal waren jetzt aber 6 Monate und gerade sieht es auch wieder danach aus. Vor dem Einzug bei uns waren es auch 6 Monate, also schien das bei ihr vielleicht der Umzugsstress gewesen zu sein.
Generell hilft mir die Perspektive, dass es in der Tendenz besser wird oder zumindest die Erziehung dann auch in solchen Phasen mehr unterstützt.
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Maze hat übrigens zum Zeitpunkt der imaginären Geburt auch immer (also bisher zwei Mal) einen absoluten Totalausfall der Zentralsteuerung. Das dauert dann ein paar Wochen und dann gehts wieder. Ich bemühe mich dann nur das absolut Nötigste von ihr zu verlangen und sie sonst in Ruhe zu lassen, weil Training in der Zeit eh nicht wirklich funktioniert. Das hat diesmal eigentlich ganz gut geklappt.
Auch wenn ich niemandem es aktiv wünsche tut es doch echt gut, nicht allein damit zu sein. Ich merke echt, dass ich daran arbeiten möchte, zeitweise noch weniger von Wanni zu verlangen und es ein Stück weit hinzunehmen. Von deiner herausgelesenen Gelassenheit schneide ich mir eine Scheibe ab!
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Danke, das schreibe ich mir mal für die eventuelle Zukunft zur Absprache mit dem Tierarzt auf!
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Ja, passt aber hormonell. Manche sind einfach unsicherer, andere garstiger in dieser Zeit. Ich würde in diesem Zeitfenster Sachen meiden, die den Hund stressen und die man meiden kann. Ich konfrontiere sie zum Beispiel weniger mit Fremdhunden etc ... ansonsten hilft Training in den Zeiten drumherum natürlich sich ein Grundgerüst für diese Zeit zu schaffen, damit der Hund da auch gut durch kommt.
Danke! Das passt zu meinem Gefühl. Ich versuche schon zu trainieren, aber in dem Fenster, in dem es nicht überfordernd ist. Also quasi 10 Schritte zurück. Wenn ich zu viel erwarte, geht garnix mehr. Das ist echt ne Herausforderung für mich, sich darauf einzustellen, weil sie auch viel dünnhäutiger ist und auf mein Feedback ganz anders reagiert. Aber nach 1,5 Jahren behaupte ich einfach mal dass es ok ist, sich noch miteinander einzugrooven.
Hast du wahrgenommen, dass die Schwankungen mit dem Alter milder werden? Oder bleibts grundsätzlich ähnlich?
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Wir scheinen damit nicht alleine zu sein, gut für mich zu hören!
Wanni hat auch eine spürbare Scheinträchtigkeit und produziert auch Milch. Wenn du magst, berichte gerne mal deine Erfahrung mit Mönchspfeffer! Ich habe irgendwie Hemmungen hormonell einzugreifen, aber natürlich kann das ja total hilfreich sein. Bei Wanni habe ich die Ernährung auf Gekochtes umgestellt, da Trockenfutter nie ideal schien. Ich bin mal gespannt, ob das auch Einfluss auf die hormonelle Regulation nimmt. Für den Zyklus danach würde ich wohl dann bei Bedarf auch nochmal etwas Neues verändern wollen. Ich weiß nur noch nicht, was.
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Bei einer ganzen Hundegruppe stelle ich mir das auch aufregend vor!
Spannend, danke für deinen Erfahrungsbericht. Das passt zeitlich genau.
Sie ist eine Deutsche Schäferhündin aus der Hochzucht, die aber auch erst 1,5 Jahre bei uns lebt. Ich nehme sie insgesamt auch vom Kopf her noch weniger weit entwickelt wahr, als vergleichbare Hunde in dem Alter, was an ihrem Aufwachsen (eher reizarm, Zwingerhaltung) liegen könnte. Jünger wirkt sie, anfangs geradezu welpenhaft. Ja, der Unterschied zur restlichen Zeit ist schon sehr stark, wobei sie nicht anderweitig auffällig wird. Also garstig ist sie zum Beispiel nicht. Ich empfinde sie als überfordert und iwie getrieben und reizüberflutet. Ich habe mich auch mal gefragt, ob hormonell mehr aus dem Gleichgewicht gerät, als es sollte. Unsere Trainerin findet es auch eher auffällig.
Was aber gut ist: mittlerweile greift Training auch in dieser Zeit. Also es ist Veränderung möglich. Es gibt auch eine Ansprechbarkeit und Lernfähigkeit, aber auf einem deutlich niedrigerem Niveau.
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Ich denke aufgrund von Wannis viertem Geburtstag aktuell darüber nach, ab wann so ein Junghund-Stadium eigentlich mal abgeschlossen ist.

Ich finde das so spannend. Ich kann wirklich die Uhr nach stellen: 2 Monate nach der Läufigkeit (also wenn sie die Welpen bekommen würde?) habe ich hier für 4-6 Wochen einen anderen Hund sitzen, dann klingt es wieder ab. Mit anderem Hund meine ich: nervös, kaum Impulskontrolle und Frusttrationstoleranz. Im Gegenzug dazu ist sie den Rest der Zeit wirklich richtig toll geworden. Unkompliziert, ansprechbar und reguliert. Ich finde die Schwankung und die Regelmäßigkeit faszinierend.
Hat das wer Erfahrung? Bleibt das so? Also es gibt wahrlich schlimmeres, aber der Kontrast ist wirklich beeindruckend. Normalerweise kann ich sie auch mal entspannt mit in die Stadt nehmen (was ich nie vorausgesetzt habe), aber in diesen "Phasen" ist selbst unsere Standardrunde im Grünen eine Überforderung.