Beiträge von Havländer

    Vielleicht erzählt ihr im Tierheim noch in Ruhe von Euren Beobachtungen? Das klingt schon danach, als könnte denen bei der Abgabe ein Bär aufgebunden worden sein... so können sie ihre eigenen Vermittlungskriterien für den Hund anpassen, er wäre vermutlich schon besser in einer Familie mit deutlich älteren Kindern aufgehoben, 14 + vielleicht.
    Und grämt Euch nicht zu sehr... man kann einfach nicht jedem Hund das passende Umfeld bieten, in dem er auch eine gute Chance hat, zufrieden zu sein. Das musste ich mir zumindest immer mal wieder sagen, als ich mich umgeschaut habe und da Hunde zwischen waren, die ich wirklich richtig gern mochte, bei denen das Herz so was von ja gesagt hat aber der Kopf dann mit einem "jetzt aber mal bitte realistisch bleiben" nein.
    Inzwischen habe ich übrigens einen Hund hier, bei dem bei mir beides - also, Herz und Kopf - sofort ja gesagt haben.
    Man kann so einen Hund ja leider schlecht fragen, wie er das so sieht, aber ich hab schon den Eindruck, dass er ziemlich zufrieden ist.

    Ein kleiner Zwischenstand: Die Tierärztin war genau so zufrieden mit Sammy's Ohren wie ich. Also erst einmal weiter in die Richtung, nur das Monoprotein-Ente-Nassfutter von vet concept, Ententeile irgendwie gar bekommen und verfüttern, wie ich witzig (oder eher fähig) bin und die Ohren weiter spülen (ich hab vergessen zu fragen, ob das weiterhin täglich sein muss).
    Blut abnehmen für den Umweltallergietest ging heute nicht mehr, der Kurier war schon weg.
    Also muss ich am nächsten Dienstag noch mal hin.
    Und natürlich, versuchen, sich nicht zu früh zu freuen... zwischen der ersten und der zweiten Otitis lagen ja auch zwei Monate,
    die symptomfrei waren. Insofern heißt das ja jetzt noch gar nichts.

    Was für Ursachen können dahinter stecken, wenn ein Hund plötzlich total viel Hunger hat? Bzw. kann eine Cortison-Injektion sowas auslösen (über einen Zeitraum von so ca. 3 Wochen)?

    Kortison in Tablettenform auch, auf jeden Fall. An den Deal "Du zeigst mir, wenn du was zu fressen findest, und bekommst dafür was von mir" konnte er sich in der Zeit nicht mehr halten, er hat versucht direkt zu fressen, was er nur findet. Das hat sich dann aber auch wieder gelegt.

    Havländer Aber was gut ankommt: die Knochen mit ein bischen Wasser ordentlich auskochen, dann alles, was sich gut abmachen läßt wie Fleischreste oder Gelenkknorpel zusammen mit der Brühe (evtl. Haferflocken drin einweichen lassen zum Aufsaugen) verfüttern. Sowas finden meine Jungs echt klasse.

    Oh das ist gut! Sammy macht gerade eine Ausschlussdiät, nur mit Enten-Protein, und ich versuch halt, irgendwie trotzdem Abwechslung rein zu bekommen. Ohne Haferflocken geht ja bestimmt auch, dann hat er was zum weg schlabbern.


    Na, entweder die Allergie ist so stark, das man das Risiko eine Provokation nicht eingehen möchte. Dann weiß man aber nicht, ob der Hund ausschließlich auf Huhn reagiert. Wie auch?
    Dass ich sehr gut verstehen kann, dass man das Risiko nicht eingehen möchte, hatte ich bereits geschrieben.

    Ich seh da jetzt wenig Sinn drin, alles doppelt zu erklären um anschließend die Sachen, die ich erklärt habe, von Dir zurück erklärt zu bekommen, und das nicht mal richtig.
    Ich bin hier, weil mich der Erfahrungsaustausch interessiert, die verschiedenen Herangehensweisen, unterschiedliche Therapien,
    all das. Was Du mir hier schreibst, hat nichts damit zu tun...
    da sehe ich unterschiedliche Versuche, mir aus irgend was irgend einen Strick zu drehen. Warum auch immer.
    Lass das doch einfach bleiben.

    Nunja... Kann man machen, wenn man es für sich selbst verantworten kann. Muss man aber auch nicht.

    In meinen Augen fehlt dem Hund kein Stück Lebensqualität, wenn er jetzt nen bestimmten Anteil Futter, auf den er reagiert, nicht bekommt.

    Außerdem mag es ja sein, dass es im ersten Moment nur etwas Durchfall ist. Langfristig kann ein Darm, der dauerhaft in Entzündungsprozessen ist, wichtige Nährstoffe nicht in das Blut transportieren und zudem auf lange Sicht Darmkrebs entwickelten.

    Kann man riskieren, oder auch lassen.

    Bitte wie kommst Du denn jetzt auf einen Darm, der dauerhaft in Entzündungsprozessen ist?
    Da hätte ich dann doch gern einen vernünftigen Beleg, dass das bei einer Futtermittelallergie, bei der der Verdauungsapparat solide arbeitet, der Fall ist?
    Die Lebenszeit ist übrigens bei Hunden mit Allergien nicht verkürzt.
    Allen Menschen hier Angst einjagen, ihr Hund bekäme Darmkrebs, weil er Futtermittelallergiker ist, warum macht man so was?
    Und bitte wie kommst Du auf die Idee, der Hund bekäme hier einen bestimmten Anteil Futter, auf den er reagiert?
    Das ist schon ziemlich dreist.
    Man muss doch herausfinden, worauf er reagiert.
    Dieser ganze Prozess, wie man das macht, den kennst Du gar nicht, ja?
    Hier sind doch mehr als genug unterwegs, bei denen herausgefunden wurde, dass der Hund auf Huhn reagiert.
    Weiter nichts. Oder, nur Schwein haben darf.
    Das haben diese Menschen mit Sicherheit nicht herausgefunden, indem sie dem Hund nur noch hydrolisiertes Futter gegeben haben.

    (Ich habe nichts gegen hydrolisiertes Futter. Wenn es nicht anders geht, geht es nicht anders. Aber hier gibt doch niemand einem Hund
    bis an's Ende seiner Tage nur noch hydrolisiertes, weil er auf Huhn reagiert. Und sonst nichts. Wozu auch?)

    Was schreibst Du denn da nur für Sachen?

    Weiß ich gar nicht, ob ich das so absolut so sehe, aber vielleicht ist das auch gar nicht so gemeint?
    Was Homöopathie angeht, ja, klar, keine Frage, das bringt nix.

    Aber was so die Futtermittelallergien angeht, finde ich vor allem das diagnostische Verfahren irgendwie mittelalterlich.

    Aber mal kurz zu mir selbst:
    Ich hab Asthma, Migräne und Neurodermitis (also, atopische Dermatitis).
    Drollige Kombination, und das war auch in der Humanmedizin einiges an Herumprobieren und vor allem Protokollieren, bis die jeweiligen Trigger klar waren.
    Ich hab eine diagnostizierte Hausstaubmilbenallergie, also, per Blut & noch per Pricktest - die ist definitiv da. Und mir total egal.
    Ich fang nur an zu niesen, wenn ich staubsauge, das war's. Damit kann ich echt leben, die Einschränkung ist so gering,
    ich hab hier keine spezielle Bettwäsche und nix.
    Alles andere habe ich anders in den Griff bekommen.
    Das Asthma ist bei mir infekt- und anstrengungsbedingt. Home office ist für so Menschen wie mich echt ein Segen,
    man wird nicht ständig aus dem Kollegenkreis angesteckt. Vor home office-Zeiten musste ich zeitweise immer mal wieder Kortison nehmen,
    seitdem - keine Infekte, kein Kortison. Das ist wirklich schön.
    Die Migräne - zyklusbedingt, dagegen ist man nu machtlos, aber auch durch einen unvernünftigen Schlafrhythmus.
    Da bin ich teilweise echt selbst schuld, verfluche meine Unvernunft hie und da, andererseits, wenn das Buch halt gerade so gut ist...
    Dabei wäge ich echt schon ab. Obwohl so dieses Gefühl von glühender Eisenstange im Schädel, kombiniert mit Übelkeit, so gar, überhaupt nicht witzig ist.
    Aber ich bekomme es halt mit den passenden Mitteln zumindest soweit in den Griff, dass ich am nächsten Tag arbeitsfähig bin und der Hund
    vernünftig 'raus kommt und auch sonst versorgt ist. Und spätestens nach 48 h ist der Spuk bei mir wieder vorbei.
    Andere Migränepatienten haben erheblich längere Attacken, bei denen greifen auch teilweise Medikamente nicht, wäre das bei mir der Fall,
    ich würde ganz sicher nicht immer mal so schludern.
    Atopische Dermatitis habe ich mit sehr konsequenter Pflege mit den richtigen Mitteln - Urea ist so unglaublich hilfreich! - im Griff,
    auch seit Jahren ohne Kortison.
    Aber die Dermatologen, die auf alles Kortison werfen und damit die Behandlung als abgeschlossen ansehen, kenne ich aus der Humanmedizin leider auch.
    Dabei kann ich mit Schwarzteekompressen bei einem akuten Schub echt noch das Ruder herum reißen.
    Das kann aber alles bei jemandem anderes mit genau denselben Diagnosen wieder ganz anders sein.

    So. Aber wenn mir jetzt wer sagen würde, wenn ich mein Leben lang keine Schokokekse mehr essen würde, wäre die Neurodermitis Geschichte,
    ich würd trotzdem noch hie und da Schokokekse essen. Weil, Schokokekse!
    Würde mir wer sagen, nie mehr Schokokekse = nie mehr einen Asthmaanfall, ich würde keinen Schokokeks mehr anrühren.

    Ganz klar hängt das bei mir damit zusammen, was jetzt wie ausgeprägt ist und na, ja, was jetzt potentiell wie lebensbedrohlich werden kann.

    Für einen Hund ist der Spielraum sehr viel eingeschränkter, man kann ja leider nicht fragen.
    Durch z.B. diese Juckreizskala ist er aber doch gegeben.
    Wäre Sammy jetzt bei einer 10 - also dauerhafter Juckreiz - ich würde ganz bestimmt nicht so vorgehen, wie ich es gerade mache.
    Er ist aber eine 0 und manchmal eine 2. (ich meine die Skala von 1-10 logischerweise).
    Damit kann ich den aktuellen Versuch hier vereinbaren - also, Entenprotein und kein Apoquel, weil man ja sehen muss, ob es hilft (und das Apoquel die
    Symptome überdecken würde.)
    Dieses *so viel wie nötig und so wenig wie möglich* hat ja schon auch seine Berechtigung.
    Es geht ja darum, das Bestmögliche an Lebensqualität für den Hund heraus zu holen.
    Also klar hab ich mich hier immer wieder gefragt, ob ich zu wenig mache. Einen Hund, dem man nur helfen kann, indem man ihn 2x die Woche
    für 10 Minuten einshampooniert, shampooniert man halt 2x die Woche für 10 Minuten ein. Gar keine Frage.
    Aber einen Hund, bei dem das nicht erforderlich ist? Ich fänd das ja bei mir schon doof, (also die 10 Minuten jetzt, ich shampooniere mich deutlich häufiger ein,
    hab aber auch generell andere Geruchsvorlieben als Sammy).

    Insofern finde ich schon, dass hier letztlich alle ihren eigenen Weg finden müssen, was jetzt das Beste für den eigenen Hund ist.
    Na und es gibt einfach bestimmte Nahrungsmittel, die ich gern ausprobieren würde... Reis zum Beispiel, war bisher immer mein go-to move bei
    Durchfall, da findet man ja idealerweise schon besser heraus, ob man das füttern kann, bevor man es dann braucht.
    Und es gibt einfach Sachen, die er so sehr gern mag, fressen ist ja auch für einen Hund ein gutes Stück Lebensqualität.
    Na, je nach Hund, aber bei Sammy gibt es Sachen, mit denen ich Begeisterung auslösen kann - was soll ich sagen, er hat mich da erfolgreich konditioniert. :)
    Da habe ich schon so eine gedankliche Liste, was... und hadere so vor mich hin.

    Diese versammelten Erfahrungen hier finde ich ausgesprochen hilfreich.
    Es ist ja einfach gut zu wissen, wohin man noch eskalieren kann, wenn der aktuelle Ansatz nicht greift.
    Oder, wie man vorgehen würde, würden sich die Symptome verschlimmern statt verbessern.
    Oder, wie gut hilft eine Desensibilisierung im konkreten Fall wirklich.

    Das ergibt jetzt hoffentlich Sinn, sorry für den langen post, ich denke da halt häufig drüber nach.