Beiträge von Dira01

    Nachdem wir Freitag und Samstag x-mal Geschirr an, Geschirr aus, Geschirr im Garten,
    und mit Geschirr im Haus bei Fuß gehen geübt haben, waren wir gestern dann nur in unserer
    Hauseinfahrt, mal ein wenig bummeln und dann auch zeigen wie die Einfahrt vom Nachbarn
    aussieht und was es dort zu riechen gibt, sind wir heute Morgen noch mal langsam die
    Runde um den Block gegangen. Ging schon besser.

    Mittags dann noch mal und es ging schon sehr viel besser und diesmal mit locker hängendem Schwanz.

    Ich finde es daher ziemlich normal, dass ein Sheltie sich schissig präsentiert, wenn er vorher beim Züchter in seiner Gruppe gelebt hat und nun in so ein Leben gewechselt hat. Dafür muss beim Züchter nichts schief gegangen sein.

    Ja, das finde ich auch.

    Milo z.B. ist sehr gut sozialisiert und auch trainiert worden.
    Er war vorher auch in Geschäften und hat gelernt, sich überall - auch von anderen anfassen zu lassen, medical Training, etc. das lässt er sich auch von mir gefallen.

    Und ich habe mir ja extra einen Sheltie ausgesucht, weil ich sie einfach klasse finde :smiling_face_with_hearts:

    Na ja, es gibt wohl solche und solche.


    Sie binden sich oft sehr extrem an eine Person und ich glaube, sie brauchen auch die Sicherheit ihrer Familie, Besitzer.
    Bei Ivy hat es fast ein Jahr gedauert, bis z.B. der Nachbar, den sie täglich gesehen hat, sie überhaupt anfassen durfte, selbst bei Schwester und Schwager hat es gedauert. Abends zusammen auf dem Sofa gekuschelt, am nächsten Morgen erschrocken zurückgewichen „kenn ich nicht, fass mich bloß nicht an und guck am besten auch nicht“.


    Wenn ich in der Stadt mal Shelties gesehen habe und kurz mit dem Besitzer gesprochen habe, haben sie oftmals den Rückwärtsgang eingelegt und sich hinter Herrchen versteckt.

    Das heißt aber nicht, dass sie grundsätzlich ängstlich sind. Ivy ist überall mit mir hingegangen, in Geschäfte, Restaurants, zum Friseur etc. Und sie war auch ein paar Jahre einmal die Woche für ein paar Stunden in einem Hundekindergarten.

    Beim Spaziergang mit mir ist sie, wo es ging frei gelaufen, aber niemals wäre sie weiter als so zehn Meter von mir weg gegangen, Sie hat da auch nie mit fremden Hunden gespielt. Das heißt jetzt nicht, dass sie sich von anderen Hunden „die Butter vom Brot hätte nehmen lassen“, ihr Spielpartner war eigentlich ich. Als ich mal ein paar Tage im Krankenhaus war, hat sie das Fressen eingestellt, obwohl sie bei ihrer Hundesitterin war, die sie ab und zu für ein paar Stunden betreut hat. Meine Befürchtung war schon, wenn sie mir mal verloren geht, dann kann sie niemand mehr einfangen, sie würde sich weder locken und schon gar nicht anfassen lassen.

    Milo ist bei und mit seiner Familie nicht ängstlich gewesen. Aber auch er braucht erst mal Vertrauen und eine Bindung zu mir und wie es dann ist, werde ich sehen. Er kuschelt aber schon sehr viel mit mir, spielt jetzt schon mit mir und es wird auf jeden Fall sehr viel schneller gehen.