Hi zusammen,
also, ich ziehe Hündinnen vor. Warum? Gute Frage, schätze in dem Fall eine Sache der Prägung und Sozialisation
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Meine Grossmutter war ein absoluter "Hündinnen"-Fan.
"Rüden sind Baumstritzer, so was will ich nicht" war ihr Kommentar. Na ja, meine Mutter hat das auch so von klein auf "eingetrichtert" bekommen. Und ihr ist schon ihr ganzes Leben lang klar, egal was, aber kein Rüde.
Und entsprechend habe ich von klein auf auch gelernt "Rüden sind Baumstritzer, die pinkeln überall hin". Und dummerweise entsprach der erste Rüde, den ich je bewusst "kennengelernt" habe, exakt diesem Bild. Nein, nicht nur beim Spazierengehen oder im Garten. Der Knabe markierte auch im Haus. Im kompletten Haus dieser Familie waren sämtliche Wände, Möbel, Vorhänge, ...... sichtbar markiert. Und die Familie war keine von der Sorte, die man als "asozial" einstufen würde. Sondern eine der "gehobeneren Klasse", so mit Mercedes als Zweitwagen, Mitgliedschaft in Tennisclub und Segelverein, eigenem Reitpferd für die Tochter usw.
Klar, heute weiss ich verstandmässig, dass das eine Sache der Erziehung ist, ob man einem Rüden durchgehen lässt, im Haus zu markieren oder nicht. Aber als Kind (6-9 Jahre) war mir das nicht klar. Da bestätigte sich die Ansicht meiner Mutter und Oma ja nur.
Der erste "andere" ernstzunehmende Rüdenkontakt (also Kontakt mit im Haus lebenden Rüden) bestand dann mit den Rüden meiner Freundin, so als wir 13/14 Jahre alt waren. Da wurde mir zum ersten Mal klar, dass es tatsächlich geht, einen Rüden dazu zu bringen, nicht im Haus zu markieren. Und inzwischen habe ich mir manchmal auch schon überlegt (rein vom Verstand her), dass es eigentlich Sinn machen würde, auch mal einen Rüden zu nehmen. Einfach mal der Erfahrung wegen. Aber deshalb 15 Jahre einen Hund, mit dem man sich vielleicht nie wirklich anfreunden wird???????
Aber rein gefühlsmässig schaue ich mir bei Würfen schon von vornherein eher die Hündinnen an. Irgendwie kann ich mir auch gar nicht vorstellen, einen Rüden zu haben.
Viele Grüße
Cindy