Beiträge von yane

    Hi Kathi,

    mE sinnlos, wenn er diese Hündin akzeptiert. Das heisst nicht, dass er andere Hunde deshalb akzeptiert.

    Wenn es urlaubs-/besuchtechnisch nicht anders geht, würde ich erst mal abchecken wie mein eigener Hund auf andere reagiert. Das weisst Du ja vermutlich noch nicht, oder?

    Wenn das ein sehr ruhiger, gelassener Hund ist, habt ihr ggf. gute Chancen. Dann würde ich persönlich es einfach drauf ankommen lassen. Hund kurz vor deinem Elternhaus nochmal richtig austoben lassen. Dann bei deinen Eltern parken und zusammen spazierengehen. Also auch nicht zuerst noch ins Haus gehen usw. Dabei die Hunde erst mal per Leine etc. trennen.
    Und dann nach dem Spaziergang gemeinsam ins Haus als wäre das ganz selbstverständlich. Im Haus deinen Hund erst mal an der Leine bei Dir behalten. Ggf. die Hunde mit Kauknochen etc. füttern. Aber mit Abstand. Und immer drauf achten, dass der "Haushund" entsprechend die Möglichkeit hat, sich ggf. zurückzuziehen.

    Sollte dein zukünftiger Hund allerdings ein Exemplar sein, das sehr stürmisch ist, oder selbst relativ "unverträglich", nun, dann müsstet ihr abwägen. Und bei Tierheimhunden weiss man im Vorfeld nicht immer so genau, was Sache ist.

    Hat übrigens nicht automatisch was damit zu tun, dass man in eine Hundeschule geht, ob Hund verträglich ist/wird oder nicht.

    Ich kenne genügend Hunde, die ausserhalb ihres Hauses äusserst verträglich sind. Und trotzdem in "ihrem Revier" keinen anderen Hund dulden. Oder wie auch immer. LEtztendlich ist das Ganze so individuell, dass man das einfach austesten müsste.

    Hi zusammen,

    das was ihr als "Schwimmhaut" bezeichnet ist die Zwischenzehenhaut. Und die hat JEDER Hund. Individuell unterschiedlich stark ausgeprägt. Aber sie ist bei jedem Hund vorhanden. Vom Vorhandensein der Zwischenzehenhaut kann also nicht darauf geschlossen werden, welche Rasse in einem Mischling drin stecken könnte.

    Viele Grüße
    Cindy

    Zitat

    ist das normal?

    "Normal" ist alles zwischen etwa 5 und 12 Monaten Abstand. Wenn's deutlich unter 5 bzw. übre 12 Monate wird, dann sollte man mal langsam anfangen, sich Gedanken zu machen.

    Generell sind Läufigkeiten bei Hündinnen derart individuell, dass man absolut nicht von "normal" reden kann.

    Derzeit habe ich drei Hündinnen, zwei intakt, eine aufgrund medizinischre Indikation (Gebärmutterentzündung nach jeder Läufigkeit) kastriert.

    Bei der einen Hündin (blond, goldfarben, apricot, wie auch immer man das bezeichnen will) treten vor und nach der Läufigkeit keine nennenswerten Verhaltensänderungen auf. Einzig sie wird aufdringlicher was Streicheleinheiten angeht und sie wird regelrecht "sexbesessen". Sprich, wenn man sie streichelt, knallt sie einem ganz schnell das Hinterteil unter die Hand, sie baggert permanent die mittlere Hündin an so von wegen "mach halt mal" usw. Aber kein vermehrtes Pinkeln, Schnuppern, Scharren, ..... .
    Dafür zeigt sie untrügliche Anzeigen, wann sie in die Läufigkeit kommt. Ziemlich genau 8 Wochen vor Beginn der Läufigkeit beginnt sie schlagartig, dunkler gefärbtes Fell nachzuschieben (deshalb oben die Farbangabe) - sieht dann bei längerem Fell aus, wie wenn sie Jahresringe hätte *gggg*. Nach Beendigung der Stehtage wächst dann wieder helleres Fell nach. Der Nasenspiegel färbt sich ziemlich genau 4 Wochen vor der Läufigkeit hellbraun und ist dann schlagartig mit Ende der Stehtage wieder dunkelbraun.

    Die andere intakte Hündin zeigt bereits mehrere Wochen vorher durch zunehmendes Scharren nach dem Pinkeln, vermehrt Markieren usw. an, dass sie in absehbarer Zeit läufig wird. Durchaus 6 Wochen vorher. Aber so genau kann ich das noch nicht sagen.

    Zitat

    Sagen wir mal -wieder reine Phantasie- rein-schwarzer Beagle oder
    ein DSH mit Schlappohren.

    wenn der Rassestandard rein schwarze Beagle oder DSH mit Schlappohren erlaubt ist das ok. Wenn der Standard das nicht erlaubt, gibt es keine Zuchtzulassung - und damit fliegt Hund aus der Zucht.


    Code
    Gibt es also grössere Abweichungen beim Erscheinungsbild eines Hundes
    gleicher Rasse je nach Land oder Kontinent aus dem er stammt?

    Sollte nicht der Fall sein. Innerhalb der FCI gibt es einen einheitlichen Rassestandard. AKC, CKC, UK usw. haben teilweise abweichende Standards.

    Das sieht bsp. beim Pudel so aus, dass in der FCI inzwischen in vier verschiedene Grössen eingeteilt wird, alle anderen Länder halten an der alten Drei-Grössen-Regelung fest.

    Dann gibt es Farben, die die FCI nicht anerkennt, die anderen Verbände dagegen schon.

    Aber das war's dann auch.

    Und da Pudel aller Grössen immer wieder in sämtliche "Richtungen" zur Blutauffrischung "ausgetauscht" werden, sieht man idR keine grösseren Unterschiede. Ok, die französischen Grosspudel sind idR kleiner als die amerikanischen, da es dort keine Begrenzung nach oben gibt. Aber das sind marginale Geschichten.

    Im Prinzip sieht ein amerikanischer Grosspudel aus wie ein französischer, ein französischer wie ein skandinavischer, ein skandinavischer wie ein deutscher, ein deutscher wie ein israelischer, ein israelischer wie ein russischer, ein russischer wie ein australischer und ein australischer wie ein amerikanischer.

    Zitat

    Und der schöne Nebeneffekt, wenn man zwei homozygote linien kreuzt ist, dass dadurch eine enorme Steigerung in Leistung und Vitalität erreicht wird (Heterosis-Effekt). In der Nutztierhaltung schon lange gang und gäbe, und fonktionniert so lange diese leisungsfähige neue Rasse heterozygot bleibt.

    Nein, funktioniert signifikant NUR in der ersten Tochtergeneration. Sprich bei den Hybriden. NICHT bei den Folgegenerationen, wenn man die Hybriden weiter verpaart.

    Deshalb sind in der Nutztierzucht die Hybriden das "Endprodukt", das dann wörtlich zu nehmen in die Wurst geht.

    Zitat

    Diese Kurzsichtigkeit ist es, die den Menschen soviel verbaut. Ich wette, die zitierte Person hält auch nichts von neuen Hunderassen. Uhh, wenn sie nur wüsste, daß ihr Hund Produkt von reichen Schnöseln ist, die nur einen Hund nach ihren Vorstellungen formen wollten. Autsch.

    Sreel

    selbst Autsch. "Meine" Rasse ist kein Produkt reicher Schnösel, die nur einen Hund nach ihren Vorstellungen formen wollten.

    Befasse Dich mal mit der Geschichte der kontinentalen Wasserhunde, die da wären
    Cao de Aqua Portuguese
    Perro de Aqua Espanol
    Barbet
    Pudel/Caniche
    Wetterhoun

    dazu noch der Lagotto Romagnolo, der Irish Water Spaniel

    Alles Rassen, die quasi mehr oder weniger aus dem gleichen Ursprung über verschiedenste Regionen hin entstanden sind.

    Lange bevor es Rassenanerkennungen, Zuchtverbände usw. gab. Und zwar in nahezu dem Typ, wie sie heute noch gezüchtet werden.

    Aber Hauptsache dumm dahergelabbert.
    :irre: :kopfwand:

    Hi Patrick

    Zitat

    Jetzt behaupte ich mal, dass auch alle 'alten' Hunderassen irgendwo
    als Mischling angefangen haben, weil die Züchter sich Hunde ent-
    sprechend eines Zuchtzieles ausgewählt haben um einen Hund nach
    einem gewünschten Standard zu bekommen.

    Die alten Rassen sind nicht als Mischlinge anderer Ausgangsrassen entstanden. Sondern aus Landschlägen in bestimmten Gebieten/Regionen. Zuchtziel war weniger ein einheitliches Erscheinungsbild, sondern vielmehr reines Leistungsdenken. Und innerhalb einer Region haben sich dann idR bestimmte Hunde in der gewünschten Leistung besonders hervorgetan, was dann wiederum dazu führte, dass diese Hunde vermehrt zur Zucht eingesetzt wurden. Also Inzucht auf bestimmte Hunde. Was dann wiederum dazu führte, dass sich im Laufe der Zeit das Erscheinungsbild innerhalb einer Region vereinheitlichte. Es entstanden Landschläge, die für bestimmte, mehr oder weniger grosse Gebiete typisch waren. Wobei da immer noch zuerst die Leistung zählte und dann vielleicht im Laufe der Zeit auch mal das Erscheinungsbild mit eine Rolle spielte. So von wegen Wiedererkennungswert. Rassestandards gab es damals nicht. Zumindest nicht in der Art wie heute.
    Jo und irgendwann wurden die jeweiligen Landschläge derart vereinheitlicht, dass man von einer eigenständigen Rasse sprechen konnte. Ahnentafeln etc. gibt es schon sehr lange. Lange bevor die Zucht nach gezielten Rassestandards in Verbänden erfolgte (deren Beginn liegt etwa 150 Jahre zurück). Zuvor war jedoch durchaus auch schon das Aussehen mit ein Punkt hinsichtlich Zugehörigkeit zu bestimmten Blutlinien, Landschlägen usw. Nur eben, die Leistung war das was zählte.

    Was man heute tun müsste, um eine Rasse ganz offiziell von der FCI anerkennen zu lassen?

    Nun, es müssen mindestens 8 voneinander unabhängige Blutlinien existieren, die über eine ganze Reihe von Generationen (wie viele genau weiss ich nicht, je mehr desto besser) einheitlich als "Rasse gezüchtet wurden. Also einfach mal 8 mal die Verpaarung LabradorXGrosspudel mit verschiedenen Elterntieren funktioniert nicht.
    Dazu einen geschriebenen Rassestandard, Anerkennung durch mindestens ein FCI-Land als Rasse, diverse kynologische Gutachten, die die jeweiligen Hunde als eigenständige Rasse anerkennen usw.

    Zitat

    Nehmen wir an ein Hund hat keinen anderen Artgenosse in der Familie (soll es ja gelegentlich geben :schockiert: ) und hat auch keinen Kontakt zu anderen Artgenossen-das ist dann nicht eine Art sozialer Verkümmerung?

    ganz ehrliche Antwort - nicht automatisch.

    Meine Älteste z.B. hätte auch dann kein Interesse an wildfremden Artgenossen, wenn sie allein leben würde. Das Interesse an "ihren" vierbeinigen Rudelmitgliedern kam auch erst nach einiger Zeit, als klar war, dass der jeweilige Hund tatsächlich bleiben würde und sie den nicht mehr so einfach wieder los wird.

    Zitat

    Aber sagt mal, ist denn diese Papiere fälschen nicht auch Urkunden Fälschung??

    Was soll daran Urkundenfälschung sein?

    Ich gründe einen Verein. Dazu braucht es in Deutschland gerade mal ne Handvoll Personen. Und zack habe ich einen Zuchtverband mit wohlklingendem Namen auf den Papieren.

    Ahnentafeln ausstellen darf jeder. Selbst als Privatperson kannst Du hergehen und die Ahnen des Hundes auf ein Stück Papier schreiben, deine Unterschrift drunter, mit der Du erklärst, dass die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht wurden - und damit hat Hund eine Ahnentafel.

    Urkundenfälschung wird es erst dann, wenn jemand hergeht und fälschlich das Logo eines Rassezuchtverbands verwendet.