Beiträge von yane

    eher in Richtung

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    "schade, das war es leider nicht, was ich von dir wollte." ?

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    Ich muss sagen, dass mich das Thema deshalb sehr interessiert, weil ich die richtige Korrektur viel schwieriger finde, als die meisten anderen Dinge während der Erziehung.

    geht mir genauso


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    Du scheinst da mit deinen wirklich ein tolles Ergebnis erzielt zu haben, worauf du absolut stolz sein kannst!

    Das liegt aber mE eher daran, dass ich keine Hemmungen habe, die Hunde auf weite Entfernungen zu bestätigen und ganz normal nach dem Click aufstehen zu lassen. Was bei uns im Verein gerade unter den "Alten Hasen" regelrechte Anfälle auslöste. Für sie war es undenkbar, dass man auf 30 m Entfernung clickt und dann Ball wirft/mit der Beisswurst winkt oder ähnliches und Hund dann aufsteht.
    Das Hauptproblem ist mE beim "bleiben", dass die Leute viel zu wenig das bestätigen, was der Hund eigentlich tun soll. Nämlich das Sitzenbleiben bzw. das Liegenbleiben. Auch auf Entfernung und ausser Sicht.


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    Aber ich habe auch schon Hunde gesehen, die auf dieses Zurückbringen mit absoluter Frustration reagieren.

    Sorry, wenn das falsch rüber kam. Ich bringe meine Hunde nicht wirklich zurück an die entsprechende Stelle, wo sie vorher waren. Ich gebe mein "Schade"-Signal, gehe ruhig zum Hund, lege ihn da, wo er sich dann gerade befindet, wieder hin/setze ihn hin und gehe wieder weg. Die Anforderung mache ich dann ganz gering, also deutlich kürzere Entfernung und Dauer. Dann Click und dafür dann deutlich stärkere Bestätigung.


    Wie gesagt, bei meinen eigenen Hunden funktioniert es. Und auch bei meinen Trainingshunden. Der Ansatz ist mE unterschiedlich. Ich ziehe es vor, meinen Hunden langsam beizubringen, was sie tun sollen. Und möglichst Fehlervermeidung während der Aufbauphase. Soll heissen, wenn Hund tatsächlich mal das "bleiben" bricht, dann bin ich idR schon deutlich weiter weg. Kann also gar nicht körperlich aufhalten.
    Im Video kommt es für mich so rüber, als würde der Trainer das Brechen des Bleib absichtlich provozieren. Und zwar schon recht früh im Training.

    Was das Festhalten betrifft - kommt auf den Hund an. Bei meiner derzeit ältesten Hündin wäre das in jungen Jahren eine extreme "Bestrafung" gewesen. Derartiger Körperkontakt hätte sie eher noch in Panik versetzt.
    Mit meinen beiden jüngeren Hündinnen und auch mit den Hündinnen, die ich davor hatte, wäre das Festhalten weniger das Problem gewesen. Wobei die dann eher noch irgendwann gelernt hätten "ok, Frauchen ist da, hält mich fest, also muss ich bleiben - Frauchen weit weg, kann mich nicht festhalten, also kann ich auch stiften gehen".
    Vermutlich macht so jeder seine Erfahrungen und baut sich daraus seinen zukünftigen Weg auf. Es funktioniert, ich bin zufrieden, habe jetzt auch nicht so das Gefühl, dass die Hunde unter diesem Weg leiden, also ok.

    Klar, dann kommen immer mal wieder Situationen, die einen zurückwerfen. Aber die hat man auch beim Festhalten.

    Ich bin bsp. mit meiner Jüngsten eine Obi-Prüfung gelaufen. Gruppenübung - wir die Zweitletzten in der Gruppe, nach uns noch ein riesiger DSH. Und meine Jüngste ist ein 4 kg Gartenzwerg. Der DSH war dummerweise nicht nur riesig, das hätte die Kleine nicht gestört. Sondern er war schon beim Warten und Reingehen nur am Kläffen und an der Leine toben. Und so ging es dann auch während der Sitz- und währen der Platzübung. Er blieb zwar auf seinem Platz, aber war permanent am unruhig hibbeln un kläffen.
    Ich konnte bei der Sitzübung richtig sehen, wie meine Kleine immer mehr unter die Grasnarbe verschwand. Und irgendwann hielt sie es nicht mehr aus und legte sich hin - dann verschwindet sie ja fast wirklich im Gras.
    Bei der Platzübung kam sie mir dann entgegen :sad2:

    Ausserhalb oder bei uns auf dem Platz habe ich danach keine Probleme mit ihr gehabt. Aber in genau dieser Prüfungssituation Gruppenübung mit fremden Hunden hatten wir einige Prüfungen lang Probleme. Da hätte mE auch Training mit festhalten nicht mehr viel genützt. Für die Zwergin war diese Situation schlicht und ergreifend nicht mehr ertragbar. Da hätte ich zuvor zur Absicherung zu ganz anderen Methoden greifen müssen, damit sie in so einer Situation liegenbleibt.

    habe ich weiter oben schon geschrieben - ich verwende bei meinen Hunden einen Non Reward Marker, der sagt "nee, das war jetzt nichts" und lege sie wieder ab.

    Reicht zumindest, um ein "Bleib" beizubringen, das bei unterschiedlichen Hunden in mehreren Situationen mit extremer Ablenkung gezeigt bombig sass, darunter:
    1x massive Spielaufforderung durch freilaufenden Hund mit Anpföteln etc.
    1x massive Spielaufforderung durch freilaufenden Hund, der zudem noch der damalige "beste Freund" des liegenden Hundes war
    1x mehrere aus der Ablage aufgestandene Hunde auf dem Hundeplatz, die mehrfach in weniger als 2 m Entfernung am liegenden Hund vorbeigerannt sind, bis ihre Besitzer sie wieder eingefangen haben.
    1x Verharren vor dem vollen Futternapf nahezu 20 min weil böses Frauchen das Hundi vergessen hat :ops: *schäm* - zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass ich Hund gerade vor dem Napf abgelegt habe, als meine Mutter reinkam und fragte, ob ich ihr "kurz" helfen könne. Und ich Dussel habe vergessen, dem Hund das Freigabesignal zu geben, bevor ich zur Tür raus bin.

    Dauert natürlich seine Zeit und ist nicht innerhalb von 2 Wochen oder so auftrainiert.

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    Ich habe mich dann schnell abgewandt und Tucker abgesetzt bevor mein Grinsen sich unaufhaltsam über mein Gesicht ausbreitete...

    wüsste nicht, was es da zu grinsen gibt.

    Würde mich mal interessieren, wie Du dreinschaust, wenn ein 80-100 kg Hund deinem Hund die Pranke in den Rücken haut.

    Gesund ist was anderes. Vielleicht kann die Wirbelsäule nicht brechen, aber einzelne Wirbel können bei solchen "Spielchen" blockieren. Blockaden in der Wirbelsäule können schon durch geringere Gewalteinwirkungen entstehen. Und ganz ehrlich, bei deutlichem Grössenunterschied würde ich auch ganz schnell was sagen, wenn ein deutlich grösserer Hund mit meinem 4 kg Zwerg meint grob spielen zu müssen.

    Interessant dabei ist, dass idR diejenigen, die gross was von "sich anstellen" loslassen, wenn ich nicht zulasse, dass ihre 15-20 kg Hunde grob mit meinem Gartenzwerg umgehen, ihrerseits ganz schnell was von "einschreiten" von sich geben, wenn mein Riesenviech gegenüber ihren Hunden grob wird.

    Zunächst mal - ein funktionierendes "Bleib" ist sehr wichtig. Da stimme ich absolut zu.
    Dann, ich stimme ebenfalls damit überein, dass die meisten Leute zu schnell zu viel wollen - nämlich gleichzeitig Dauer und Entfernung. Ich trainiere ebenfalls mit meinen Hunden erst mal die Dauer, bevor ich anfange, mit zu entfernen.

    Aber damit dürften die Gemeinsamkeiten auch schon enden.

    Bsp. finde ich es sinnlos, den Hund mit dem Leckerlie in der Hand zu fixieren. Was soll Hund dadurch lernen? "Starre das Leckerlie in der Hand an" = "Bleib"?

    Korrekturen - ja. Allerdings würde ich meine Hunde nicht anfassen. Bricht ein Hund das "Bleib" gibt es ein "Keine Belohnung"-Signal und ich bringe den Hund wieder ins "Bleib". Diesmal kommt die Belohnung mit deutlich geringerer Anforderung. Sprich, hat Hund bsp. das "Bleib" bei 2 min gebrochen, bestätige ich das erste Mal nach dem "Bruch" bereits nach 20 sec. Und gehe dann zügig bei den nächsten Wiederholungen wieder an die 2 min ran.

    Meine Hunde mögen dieses "anfassen" nicht. Und ehrlich gesagt, dieser Hund im Video schien mir das Ganze auch nicht zu mögen.

    Was der Schluss soll entzieht sich meinem Verständnis. Liegt vielleicht auch daran, dass ich der Meinung bin, dass Hund derartige "Erklärungen" im Vorfeld nicht wirklich verstehen und verbinden kann.

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    Jetzt wollte ich mit springen anfangen. Einfach habe ich es versucht, aber er hat das Apportel vor dem Sprung fallengelassen.

    mach den Sprung ganz niedrig, stell deinen Hund dahinter, gib ihm das Apportel zu halten, stell Dich in entsprechendem Abstand auf die andere Seite des Sprungs und ruf ihn über den Sprung ab.

    Entsprechend seinen motorischen Fähigkeiten erhöhst Du den Sprung schrittweise bis zur normalen Höhe.

    Probleme - kommt auf den Hund an. Manche nehmen den Turnierslalom gleich an, andere bekommen da erst mal :schockiert: .

    Umstieg - nun ja, wenn Du einen Turnierslalom zur Hand hast, dann würde ich mal so vorgehen, dass ich im Training erst mal den Steckslalom ein paar Mal mache, und dann in den Turnierslalom schicken - die Hardcore Variante.
    Oder aber, Du stellst nicht den kompletten Turnierslalom (die sind ja idR in mehrere Teile zerlegbar) und gleichst den Anfang mit dem Steckslalom aus.
    Oder Du schaust, ob dein Verein einen Gassenslalom hat (der Verein, den Du dir ausgesucht hast, wenn ich mich richtig erinnere, hat unter Garantie einen), trainierst deinen Hund dort im Schnellverfahren nochmal am Gassenslalom und steigst dann auf den Turnierslalom um.