Beiträge von yane

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    aber dementiert, dass stehohren natürlicher, beweglicher und besser sind,

    STEHohren JA. Aber keine ABGESCHNITTENEN Ohren.

    Kleiner aber feiner Unterschied. Wer Stehohren beim Dobi will, soll dies züchterisch auf den Weg bringen. Nicht mit dem Messer. Leuten, die so was noch befürworten, gehört ein lebenslanges Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Vielleicht wird denen dann klar, das das, was sie da wollen, Tierquälerei ist und pervers dazu.

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    im prinzip wird doch durch das kupieren, diese beweglichkeit wieder hergestellt.

    das ist völliger Blödsinn. Die Beweglichkeit der Ohren hängt NICHT davon ab, ob Hund kupiert ist oder nicht. Sondern vom Ohransatz. DA kommt die Bewegung her. Und entsprechend kann auch ein Hängeohr bewegt werden. Sehe ich bei meinen Hunden immer wieder, wie beweglich so ein Hängeohr ist.

    Du versuchst doch nur, Argumente dafür zu finden, dass Tierquälerei "gesellschaftsfähig" bleibt. Gott sei Dank gibt es immer mehr Länder, die diese tierquälerische Unsitte des Verstümmelns verbieten.

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    Ähm,in gewisser Hinsicht sind Mischlinge aber schon gesünder,wage ich zu behaupten,aber nur in gewisser hinsicht!

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    Wobei das nicht unbedingt schlecht sein muss,denn so kann man versteckte Gendefekte endecken,

    eben!

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    die Linienzucht,Krankheiten einer Linie bleiben erhalten,

    nur, wenn man mit kranken Tieren oder Trägern weiterzüchtet. Wenn man gezielt die erkrankten und Träger aus der Zucht nimmt, oder nur die erkrankten aus der Zucht nimmt und die Träger bestimmt, dann ist das überhaupt kein Problem. Prinzipiell könnte man sogar die erkrankten in der Zucht lassen, wenn es sich um autosomal rezessiv vererbte Krankheiten handelt.


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    dann wiederum gibt es das Outcrossing,die gesündeste Variante der Zucht,

    Nicht zwangsläufig - da kenne ich einige nette Geschichten wo die Outcross-Verpaarungen ganz gewaltig in die Hose gegangen sind. Ok, das ist aus Zeiten, als Gentests etc. noch nicht so verbreitet waren wie heute. Aber für die betreffende Erkrankung gibt es bis heute keinen Gentest. Nur weiss man inzwischen durch erkrankte Tiere eher, welche Linien betroffen sind und welche man demzufolge idealerweise nicht miteinander verpaart.

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    Also ergo müsste ein Mischling eventuell sogar gesünder sein,vorrausgesetzt beide Eltern,sowie deren Verwandtschaft sind nachgewiesen gesund...

    nö ... unter den Voraussetzungen sind Rassehunde genauso gesund.

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    Größerer Genpol,weniger genetische Krankheiten...

    nicht zwangsläufig. Kommt immer drauf an, was beide Eltern so alles an Allelen mit sich rumtragen. Und das kann durchaus krank machen.

    HD ist da das beste Beispiel - HD wird polygen vererbt, soll heissen, um eine HD auszuprägen können die verschiedensten Genorte betroffen sein. Und das kommt bei Mischlingen genauso vor wie bei Rassehunden.

    Erinnert mich an eine Szene beim Tierarzt - ne Bekannte war mit ihrem ach so kranken Rassehund zum offiziellen HD-Röntgen, gleichzeitig war eine Dame mit ihrem Mischling beim TA, weil besagter Mischling lahmte. Während meine Bekannte noch wartete, dass ihre Hündin nach dem Röntgen aus der Narkose aufwachte, bekam sie mit wie die Dame mit dem Mischling sich wunderte, dass ihr Hund HD haben soll O-Ton: "das kann doch gar nicht sein, schliesslich ist mein Hund ein Mischling. HD bekommen doch nur Rassehunde" :headbash: . Selbstredend war der ach so kranke Rassehund meiner Bekannten HD-frei.

    Problem ist, nicht alle Erbkrankheiten vererben sich autosomal rezessiv, soll heissen, es braucht nicht immer zwei Träger einer Krankheit, um diese auszuprägen. Bei x-chromosomal rezessiven oder dominant vererbten Krankheiten reicht ein Elternteil völlig aus um kranke Individuen hervorzubringen. Und auch jeder Mischling hat zwei Elternteile.

    Mit dem Unterschied, dass diese idR so gut wie gar nicht durchgecheckt sind. Und man also über Erkrankungen gar nichts weiss.

    Zudem gibt es ne ganze Reihe von Erkrankungen, die erst mit dem Alter erkennbar werden. PRA bsp. oder SA. Auch Epilepsie (durchaus nicht zu knapp vorkommend bei Mischlingen, die einzigen Hunde mit Epilepsie, die ich in meiner Praxiszeit gesehen habe, waren Mischlinge) ist eine Erkrankung, die evtl. erst mit zunehmendem Alter erkennbar wird.

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    Nur frage ich mich dabei, ob dies bei zumindest einigen Züchtern nicht auch der Fall ist? Ich habe schon regelrechte Gebärmaschinen gesehen, die anscheinend jedes Jahr trächtig waren. Ob dies für die Nachkommen und vor allem die Hündin so gesund sein kann, bezweifle ich stark.

    wenn ich mich recht entsinne, habe ich weiter oben geschrieben, dass nicht jeder, der in einem anerkannten Verband Welpen produziert, automatisch auch Züchter ist. Was Du beschreibst, ist auch kein Züchter, sondern ebenfalls ein Vermehrer.

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    Nur schließt das eine Vermehrung ja nicht aus, wenn man sich vorher gründlich informiert, Bücher liest, im Internet schaut, mit Züchtern spricht, die entsprechenden örtlichen Vorkehrungen trifft, damit es Hündin und Welpen gut haben.

    Vermehrung, v.a. geplante, sollte immer ausgeschlossen sein. Es gibt schon genügend Unfallwürfe, echte wohlgemerkt, die unter die Hundehalter gebracht werden müssen. Da braucht es nicht noch geplante Vermehrung.

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    Gibt es gar keine typischen Mischlingskrankheiten...? Nö, die haben sie meist aus dem Erbgut der Rassehunde.

    das ist absoluter Dummfug.

    Jedes Lebewesen hat seinen Anteil an "Defektgenen". Das hat nichts damit zu tun, dass Mischlinge dies aus dem Erbgut der Rassehunde hätten, die bei der Mischung mit drin sind. Selbst wenn ein Mischling überhaupt keine Rassehunde als Vorfahre hätte, hätte er trotzdem Defektgene in sich.

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    Unser Hund stammt aus einer Privatzucht,

    dein Hund stammt nicht aus einer Privatzucht, sondern von einem Vermehrer. Es gibt Züchter und Vermehrer. Privatzüchter gibt es nicht.


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    Wir wünschen uns ja jemanden, der eine Hündin besitzt, bereits Erfahrung mit einer Zucht hat und die örtlichen Voraussetzungen hat (Zeit, Welüenbox, Wärmelampen, etc).

    jemand, der züchtet und entsprechend Erfahrung hat wird euren Hund nicht als Deckrüden nehmen.
    Und diejenigen, die euren Hund nehmen würden, sind entweder Vermehrer mit oder ohne Erfahrung.

    @hecuda

    mit den Züchtern wird das doch auch gemacht - jeder, der im Verband züchtet, ist generell schlecht, weil man einen schlechten "Züchter" kennt, siehe Winston Ch.s Kommentar von wegen, warum sie keine Hunde vom Züchter mehr wollen.

    Und dabei sind sie offensichtlich selbst mit schuld so von wegen genügend informiert oder so. Ich habe bei meinen Hunden die Ahnentafeln der Eltern gesehen, bevor ich mir den jeweiligen Hund gekauft habe. Ich habe auch die Eltern, teilweise Gross- und Urgrosseltern gesehen - und zwar vor dem Kauf.
    Ist aber sicher einfacher zu sagen "der Zuchtverband ist schuld, der hat uns an diese Züchter verwiesen" als selbst aktiv zu werden und zu schauen, wo man sich einen Hund kaufen möchte.

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    Scheinbar war es uns nicht so bewußt, dass das auf so starke Ablehnung stößt, wir hatten eher gedacht der Trend geht mehr zur privaten Vermehrung".

    was erwartest Du? In diesem Forum tummeln sich v.a. Hundefreunde.


    @Hecuda

    es gibt nur zwei Möglichkeiten - Züchter oder Vermehrer. Ein Zwischending gibt es nicht.
    Der einzige Einwand könnte sein, dass auch Züchter Hunde vermehren. Letztendlich stimmt das, sie setzen Welpen in die Welt, also vermehren sie Hunde. Nur der Grundgedanke und die Handlungsweise ist das, was einen Züchter vom Vermehrer unterscheidet.
    Wobei auch nicht jeder, der in einem anerkannten Verband Mitglied ist, automatisch Züchter ist.

    Ganz einfach, die wenigsten hier sind FÜR Vermehrung.

    Echte, seriöse Zucht ja,

    aber diese "unsere Hündin soll mal Welpen haben", "unser Rüde soll mal Papa werden" Vermehrerei wird hier nicht gern gesehen und schon gar nicht unterstützt.

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    Also die oben aufgeführten Krankheiten sind mir in seinem Stammbaum (kennen ich bis zu den Großeltern) unbekannt.

    bis zu den Grosseltern ist ja besonders "weit" - klasse, doch.

    Sorry, aber hat das was zu sagen? Erbkrankheiten können sich über mehr als nur 1-2 Generationen hinweg vererben.


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    Unser Zuchtziel ist es andere Hundebesitzer glücklich machen.

    Zuchtziel???????

    Wo bitte siehst Du hier Zucht?

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    Wir sind einfach unglaublich glücklich mit unserem Hund, da er sehr unkompliziert, artig, lieb, verständnisvoll, ruhig etc... ist.

    und wer sagt euch, dass seine Nachkommen auch so werden?

    Der Vater meiner Hündin ist auch sehr unkompliziert, im Verhältnis eher ruhig, lieb, blablabla.

    Durchgeschlagen hat bei ihr zu 100% der Grossvater mütterlicherseits -
    die Linie, aus der dieser Rüde rauskommt wurde mal von einem Bekannten so beschrieben "total liebe, freundliche, wesensmässig sichere Hunde, aber völlig durchgeknallt und gaga im Kopf".
    Alles andere als unkompliziert, ruhig und artig wie der Papa. Oh, ein total lieber Hund, kein Thema - wenn sie ihre entsprechende Auslastung hat. Und da war es in ihrer Jugend mit 2 Stunden am Tag spazierengehen nicht getan (ist es übrigens auch heute mit 8 Jahren noch nicht).


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    Wir sind schon öfter aus dem Bekanntenkreis angesprochen worden, dass unser Hund perfekt ist und die Nachfrage über Nachwuchs von Winston sich häuft.


    Diese Nachfragen kenne ich zu genüge ....... meine Hündinnen könnten durch die Bank jede mindestens 10 Würfe haben von wegen "so einen tollen Hund hätte ich auch gern, wollt ihr nicht mal nen Wurf machen?".

    Ich habe aber auch erlebt (nicht selbst, sondern bei Bekannten) wie schnell dieses "hätte so gern einen Welpen von deinem Hund" in ein "was soll ich mit einem Welpen, habe da gar nicht die Zeit dafür, ..... " umschlägt, wenn denn der Wurf tatsächlich geplant und unterwegs ist.


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    Da wir nun auch Hundebesitzer glücklich machen wollen und seine Gene und guten Eigenschaften weiter geben möchten (er ist charakterlich wirklich eine Mischung seiner Eltern), suchen wir aktiv.

    Schon mal überlegt, was passiert, wenn seine Gene doch nicht so gut sind? Es vererben sich nicht nur die guten Eigenschaften. Sondern auch die "schlechten". Und letztere sind häufig gar nicht so offensichtlich.


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    Wir haben keinerlei Interesse an einer professionellen Zucht etc., da wir leider eine schlechte Erfahrung gerade in unser Familie mit dem Hund meines Bruders machen durften.

    Ach und ihr glaubt, ohne Papiere mal eben Welpen vermehren macht die Sache besser? Hinterher jammern die Leute, weil sie schlechte Erfahrungen mit euren Welpen gemacht haben.