kessy
ich habe die Postings inzwischen gelesen.
Was mein letztes Posting betrifft .... Mir geht es etwas gegen den Strich, dass Hilde inzwischen versucht, die Schuld allein bei sich zu suchen und ihre Tochter von aller "Schuld" freispricht.
Ja, Hilde hat einen Fehler gemacht, sie hat zu lange zugesehen und nicht eingegriffen, bis die Situation eskaliert ist.
ABER! Es ist mE immer noch in erster Linie Sache der Eltern, grundlegende Verhaltensregeln festzulegen. Und das sollte sie auch mit ihrer Tochter klären. Wenn sie schon mit dem Gedanken "ich bin ja allein die, die schuld an dem Geschehen ist" bsp. an ein Gespräch mit ihrer Tochter rangeht, dann geht das schief. Da bin ich mir ziemlich sicher.
Wenn ich das richtig gelesen habe, dann sind die beiden Yorkies eigentlich die Hunde ihrer Tochter. Also wäre es da schon Aufgabe der TOCHTER gewesen, ihrem Sohn Grenzen im Umgang mit den Hunden zu setzen. Oder sehe ich das falsch?
OK, in einer Wohnsituation wie der von Hilde beschrieben, ist es nicht so einfach, festzulegen, wer welche Grenzen setzt. Aber nach wie vor denke ich, dass Regeln im Umgang mit Tieren durchaus nicht vor Hilde's Wohnungstür ausser Kraft gesetzt werden. Und da ist dann auf jeden Fall erst mal die Mutter des Kindes gefordert.
Hilde
Blöd ist die Situation natürlich dadurch, dass Du evtl. auf deine Tochter angewiesen bist von wegen Gassi gehen und so. Aber letztendlich scheint auch deine Tochter immer mal wieder auf Dich angewiesen zu sein.
Nur eines, geh auf keinen Fall in ein Gespräch mit deiner Tochter mit der Einstellung "ich habe allein Fehler gemacht". Zum einen hast Du das nicht, zum anderen stellst Du dich damit schon in eine ungünstige Ausgangsposition für eine Diskussion.
Überleg Dir vorher, wo Du die Fehler siehst, die ihr zwei gemacht habt. Dann mach deiner Tochter klar, dass Knurren und auch Schnappen völlig normale Kommunikationssignale des Hundes sind. Und dass es NICHT so ist, dass Hund dies nicht tun darf, wenn die Situation entsprechend ist. Knurren und Schnappen sind Warn- und Drohsignale, die letztendlich sagen "bis hierher und nicht weiter". Dementsprechend sollten sie auch beachtet werden. Und dann überlegt gemeinsam, welches Verhalten akzeptabel ist. Wobei ich sagen würde, zu Anfang klare Regel "Kind und Hund getrennt". Im Laufe der Zeit könnt ihr dann langsam lockerer werden.
Dass dein Enkel jetzt erst mal Respekt zumindest vor dem grossen Hund hat, ist ok. Kann natürlich auch mal sein, dass er bsp. bei einer schnellen Bewegung eines der Hunde zu weinen anfängt. Cool bleiben, ignorieren, gibt sich idR im Laufe der Zeit. Auf keinen Fall trösten.
Das Beispiel, ich glaube von Sundri, mit der Treppe ist da treffend.
Die Kiddis meiner Cousine habe es quasi alle auf die Tour gelernt. Meine Mutter hatte ne ähnliche Einstellung wie Du. "Ich passe auf die Kiddis auf, erzieherisch eingreifen darf ich nicht". Tja, der kleine Sohn meiner Cousine war drei, als sie mehrfach meinte "Spring nicht so auf die Hunde zu, die mögen das nicht". Er fand es lustig so "erschreckend" auf die Hunde zuzuspringen. Meine Älteste fand das nicht so toll und hat das umgekehrt mit ihm gemacht - rumgefahren und angeknurrt. Aber richtig. Und diese Hündin hat die Grösse eines DSH, da kommt dann schon was. Kiddi war derart erschrocken, dass er anfing zu heulen. Erzieherischer Effekt 100%. Danach reichte die Warnung "Yanta mag das nicht", wenn er mal wieder etwas zu aufdringlich den Hunden gegenüber wurde.
Heute ist er 8 Jahre und knuddelt am liebsten mit meinem Riesenchaostier.
Die Jüngste hatte mit 2 ein ähnliches Erlebnis wie dein Enkel. Tappste bei einem Grillfest an den Futternapf meiner Ältesten, obwohl ich die Hunde extra weit von den Leuten gefüttert hatte. Jo, Ende vom Lied war ein lautes Knurren und Zähnezeigen, heulendes Kiddi und auf den bösen Hund schimpfende Mutti (die direkt danebengestanden ist ohne auf Kiddi zu achten). Auch hier, die erste Zeit etwas ängstlich respektvolles Verhalten gegenüber den Hunden. Inzwischen ist die Kleine 4 und findet die Hunde einfach nur klasse.
Also, mit etwas Fingerspitzengefühl kannst Du das Geschehene dazu nutzen, dem Kleinen zu zeigen, wie er sich Hunden gegenüber verhalten soll.