Für mich würde dieser Züchter schon mal gar nicht in Frage kommen. 3 Würfe so dicht aufeinander - no way.
Bei einer Kleinhundrasse, wo im Wurf nicht mehr als 2-4 Welpen sind - ok. Das würde bsp. bei zwei Würfen, je nachdem auch bei 3 Würfen, nicht mehr Welpen machen als bei einem durchschnittlichen Wurf grosser Hunde.
Aber bei Retrievern - in dem Fall sind es 20 Welpen. Wie will da der Produzent sich wirklich noch gezielt um die Welpen kümmern? Ich kenne Leute, die in einem Wurf 10-12 Welpen haben und gerade mal so mit der gesamten Familie "rumkommen".
Da möchte wohl eher keiner 20 Welpen auf einmal haben.
Dazu kommt, dass Golden und Labrador Retriever Modehunde sind. Und da würde ich mich grundsätzlich nur von den VDH-Verbänden einen Welpen holen. Die haben in dem Fall tatsächlich die strengsten Auflagen. Dazu kommt, dass die Züchter entsprechend Wissen haben müssen, Fortbildungen besuchen usw. UND - was man nie unterschätzen sollte, die Retrieverclubs im VDH haben ihre Datenbank für Untersuchungen und Auswertungen anhand der die Züchter inzwischen über mehrere Generationen den Gesundheitsstatus der Vorfahren einsehen können. Das ist speziell hinsichtlich polygenetisch multifaktorieller Erkrankungen wie HD und ED wichtig. Denn nur weil beide Elterntiere HD/ED-frei sind, heisst das nicht, dass die Nachkommen das auch sind. Die Chance steigt jedoch deutlich, gesunde Welpen zu bekommen, je gesünder die Verwandten der Elterntiere sind.
Ein weiterer Punkt, der gerne zu Anfang übersehen wird, später aber dann zu grossem Gejammer bei denen führt, die keine Retriever aus VDH-Zucht haben. Der ganze Sektor Dummyarbeit, und das ist nun mal die ideale Weise einen Labbi oder Golden auszulasten, innerhalb des VDH bleibt den VDH-gezüchteten Hunden vorbehalten. Wenn Du also in dieser Richtung Interesse hättest, dann solltest Du auf jeden Fall einen Hund vom VDH nehmen.