muecke
nun, normalerweise schimpfe ich nicht auf die Hundehalter. Aber wenn von DIR und anderen hier im Thread ständig nur auf die unfähigen Trainer geschimpft wird, denke ich doch, dass es nur gerecht ist, auch mal aufzuzeigen, dass nicht nur die Trainer unfähig sind.
Es stellt sich mir auch die Frage, warum es so ein grosses Problem sein sollte, bsp. sich auch mal darauf zu konzentrieren, was man als Mensch mit seinem Körper so alles treibt. Vom Hund erwartet man das ja auch - Hund muss sogar auf zwei Wesen achten, nämlich sich selbst und den dazugehörenden Menschen. Also sollten die doch eigentlich intelligenteren Teampartner, sprich Menschen, zumindest in der Lage sein, das auch zu tun. So viel Konzentration erwarte ich von meinen HF. Sie erwarten diese Konzentration auch von ihren Hunden. Also finde ich es nur fair und gerecht, wenn sie selbst auch die entsprechende Konzentration aufbringen.
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Vielleicht sah es für mich nur so aus, als könne die Trainerin ihn nicht korrigieren, aber vielleicht konnte er die Korrektur nicht umsetzen ( was ich ehrlich gesagt nicht glaube, weil ich es wahrscheinlich gehört hätte ) .
Nun ja, bei mir hättest Du die Korrektur gehört. Ich habe keine Hemmungen notfalls auch lautstark über den Platz zu brüllen. Aber es gibt auch zartbesaitetere Trainer, die Korrekturen nur ganz leise und dezent weitergeben.
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Für mich hört es sich so an, als hättest DU irgendwelche Ziele, die du im Training erreichen willst.
Wenn man keine Ziele hat, warum trainiert man dann?
Training macht nur Sinn, wenn man Ziele hat. Rumjuckeln - dafür braucht es keine Verschwendung von Trainingszeit. Wir haben bei uns im Verein so viele Mensch-Hund-Teams, denen wir absagen müssen, weil keine Plätze in den Trainingsgruppen mehr frei sind, da brauchen wir keine ABM, Mensch-Hund-Bespassung etc.
Wenn ein Hund nach 6 Monaten Training noch immer nicht mal für ein paar Sekunden ruhig liegenbleibt ......... wo hat dann Training einen Sinn?
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In einem Bericht von Perdita Lübbe hat sie geschrieben, dass sie nicht IHRE Ziele, sondern die der HH versucht umzusetzen.
Sie arbeitet mit dem ,was der Mensch mitbringt, das ist mal mehr, mal weniger.
Vielleicht sollte man mal erkunden, woran es liegt, dass der eine oder andere HH nicht in der Lage ist, das Vorgegebene umzusetzen.
Möglicherweise hinkt das ganze Konzept und es muss viel mehr Zeit in die "Menschenarbeit" gesteckt werden
Das kann Perdita Lübbe gern tun. Sie verdient damit auch ihr Geld.
Wenn ich mich abends in meiner FREIZEIT ehrenamtlich (sprich unentgeltlich) auf den Platz stelle um mit Leuten zu trainieren, sieht das mE etwas anders aus. Dann erwarte ich, dass von meinen Trainingsteams auch was rüber kommt. Da erwarte ich, dass sie mitarbeiten, mitdenken und nicht ständig bei der Hand genommen werden müssen. Andernfalls widme ich die Zeit dann doch lieber meinen eigenen Hunden, die aktuell trainingsmässig sowieso viel zu kurz kommen.
Wer das Geld für eine private Hundeschule sparen will und in einen Verein geht, der sollte sich im Klaren darüber sein, dass einem Training im Verein gewisse Grenzen gesetzt sind, und dass bei weiterführendem Training in einem Verein nun mal auch gewisse Ziele angestrebt werden. Schliesslich sind wir ein HundeSPORTverein - in erster Linie und überhaupt.
Wir können uns im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit nicht mit extremen Fällen von Verhaltensstörungen befassen. Und Menschenarbeit ...... wie schon geschrieben, ein Verein lebt davon, dass jeder etwas gibt. Auch im Training. Wer damit ein Problem hat, soll sich eine private Hundeschule suchen, dort zwischen 20 und 60 Euro pro Trainingsstunde zahlen und gut war. Da kann er dann erwarten, dass er zusätzlich auch noch psychologisch betreut, gehätschelt und als Kunde König behandelt wird.
Nur mal als kleiner Denkanstoss - Das, was ich freiwillig und umsonst mache, würde bsp. in der Hundeschule von Frau Lübbe pro Woche deutlich über 300 Euro kosten. Wenn ich das auf sämtliche Trainer in allen Sparten bei uns im Verein umrechnen würde, dann wäre das vermutlich ein wöchentlicher Umsatz im Bereich von 4000-5000 Euro. Würde einen monatlichen Umsatz von 16.000-20.000 Euro machen - im Jahr also gut und gerne ein Umsatz von 200.000 Euro.
Und uns ersetzt niemand die Spritkosten, den Zeitaufwand, .... . Insofern ist es durchaus gerechtfertigt, wenn wir nicht nur geben, sondern auch nehmen. In diesem Fall "nehmen" in Form von konzentrierter Mitarbeit der Hundehalter, OHNE dass man jeden Einzelnen an die Hand nehmen und psychologisch betreuen muss.