Chanco
Die Gebärmutter produziert in GERINGEN Mengen auch Hormone. Inwieweit sich das statistisch gesehen auf die Möglichkeit einer Inkontinenz auswirkt, kann ich Dir nicht sagen. Offensichtlich besteht durchaus die Möglichkeit, dass es zu einer Inkontinenz kommt.
Normalerweise belässt man bei einer juvenilen Hündin die Gebärmutter, wenn keine krankhaften Veränderungen sichtbar sind. Man kann damit die Belastung durch die OP für die Hündin geringer halten - deutlich geringerer Bauchschnitt, weniger Wundfläche die heilen muss usw.
Inkontinenz kann auftreten, muss aber nicht. Bei deiner Hündin ist es nun passiert. Und zwar bereits sehr jung und sehr heftig. Darauf komme ich gleich zurück.
Inkontinenz kann homöopathisch behandelt werden oder mit verschiedenen "chemischen" Medikamenten, die alle durchaus ihre Nebenwirkungen haben. V.a. wenn sie langfristig gegeben werden. Was bei deiner Hündin wirkt, wirst Du nur durch ausprobieren rausfinden können. Evtl. indem ihr euch erst mal bei einem Tierarzt Rat holt, der eine homöopathische Zusatzausbildung hat.
Wenn das nicht hilft, dann wird es wohl doch der "chemische Hammer" sein müssen.
Wobei Dir auch klar sein muss, dass Inkontinenz in Folge einer Kastration durchaus AUCH therapieresistent sein kann. Also dass die gegebenen Medikamente überhaupt nicht wirken.
Was auf euch zutrifft, kann nur die Zeit und das Ausprobieren der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zeigen.
Womit wir bei deinem Hund speziell wären - Frühkastration in Verbindung mit extrem früh einsetzender und starker Inkontinenz. Ich kenne nur einige wenige Hündinnen auf die diese Kombination zutrifft.. Aber diese Hündinnen sind durch die Bank alle therapieresistent. Evtl. dass die Inkontinenz etwas abgeschwächt wurde. Aber ganz weg bekamen die TAs und Halter die Inkontinenz auch mit Medikamenten nicht weg.