Beiträge von Ocarina

    Unabhängig von deinem Fall, Manfred007 finde ich es grundsätzlich gut, wenn Kinder wieder in ihre Familien zurück kommen und hoffentlich alles dafür getan wird, dass es den Kindern dann auch dort so gut geht, wie es die Umstände ermöglichen. Auch wenn das vielleicht nicht für jeden die optimale Lebensart ist.

    Die Pflegekinder meiner Freundin (sie macht das ja beruflich mit zusätzlichen Mitarbeitern) sollten eigentlich auch wieder in die Familien zurück. Aber leider ist dort die Familie sehr unkooperativ. Die 3 Brüder wohnen inzwischen seit bestimmt 6 Jahren bei ihr und ich weiß gar nicht, ob da überhaupt noch Kontakt besteht. Der Säugling ist damals sofort vom Amt weggenommen worden in einer anderen Familie da akute Kindeswohlgefärdung vorlag. Das Kind ist inzwischen 2,5 Jahre alt. Läuft nicht, kann nicht sprechen und ist sehr eingeschränkt und auch vom Wachstum hinterher (so mein letzter Stand) und wirkt eher noch wie ein Baby. Die Mutter hat auch keinen Kontakt mehr gesucht.

    Inzwischen leben neben ihren eigenen 5 Kindern noch ich glaube 10 Pflegekinder bei meiner Freundin. Mit zwei Betreuern.

    Kommt ja wohl auch immer drauf an, wie gut man die Leute kennt. Von unserem unerfüllten Kinderwunsch wissen aus dem Bekannten- und Verwandten- und Freundeskreis 6 Personen Bescheid (3 Familien). Allen anderen Personen erzählen wir seit 10 Jahren, dass wir keine Kinder möchten. Und das letzte, was ich dazu hören mag ist : ach, ihr entscheidet euch bestimmt noch um, ach wartet doch mal ab oder Langsam solltet ihr mal... Nur weil ich die genauen Gründe nicht jedem erzähle.

    Wenn das so einfach wäre, hätten wir zwei Kinder. Das war nämlich immer der Wunsch.

    Und das mit Hund ist der Mittelpunkt und wenn das Kind kommt ist er abgeschrieben hatten wir im Verwandtenkreis. Der Hund hat mir so leid getan als Kind.

    Benni hatte bis zum Schluss kein Problem mit dem alleine sein. Ich hatte eher eins und wollte ihn einfach nicht alleine lassen, falls er von der Couch fällt oder so. Aber die letzten zwei Wochen, als er dann erblindet ist, ist er ja nicht mehr auf die Couch bzw. Fühlte sich unwohl, wenn man ihn hoch gehoben hat.

    Benni war aber auch nie ein Hund, der mit dem alleine sein Probleme hatte. Er hat als Junghund mal einen Teppich etwas kaputt gemacht weil er an einem Faden gezogen hat aber alles andere (Körbchen, Kissen) was noch so kaputt gegangen ist war immer im Übermut, aus Langeweile oder weil er ein Trampel war. Und ob wir da dabei waren oder er alleine war egal.

    Hab es doch mal in den Spoiler gepackt. Ist ja doch etwas schwierig.

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    Also ich könnte kein Kind adoptieren weil ich wirklich dieses "aus mir kommend" brauche. So doof das klingt. Mein Mann hätte damit kein Problem. Aber ich fände eine Adoption für mich einem Kind gegenüber unfair. Also ich würde mich kümmern, es lieben und alles. Aber in mir drin wäre ich unzufrieden und würde bei Problemen dem Kind die Schuld geben. Ich würde es dem Kind nicht zeigen. Aber innerlich wäre ich wohl "zerrissen". Ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll. Das hatte ich bei Benni auch manchmal. In schwierigen Situationen in denen ich kein Land sah habe ich mir manchmal gewünscht, Benni wäre nicht da. Weil ohne ihn einfach vieles einfacher gewesen wäre. Wenn es dann alles geklappt hat, war es wieder gut. Aber bei einem Kind ist das noch einmal etwas anderes und ich würde wohl dran kaputt gehen. Weil ich mich selbst dran aufreibe.

    Eine Freundin mit etlichen Pflegekindern und auch eigenen Kindern ist gerade auf der Suche nach Pflegeeltern. Sie hat schon ordentlich aufgestockt aber gerade bei Babys ist die Kapazität begrenzt. Sie hat an uns gedacht und meinte, wir wären perfekt (wir kennen uns seit 25 Jahren). Selbst nach meiner Erklärung, warum das nicht in Frage kommt wurde noch einmal nachgefragt und meine Meinung relativiert bzw. Einfach ignoriert. Das ist dann auch nicht schön, wenn man das nicht akzeptieren kann.