Beiträge von Ocarina

    Vorstellung wäre ja, dass sie ab 18 den Unterhalt vom Papa auf ihr persönliches Konto bekommt.

    Ist das so, dass ab 18 das Geld bei schulpflichtigen "Kindern" auf des Kindes Konto geht?

    Keine Ahnung. Das haben Vater und Tochter so ausgemacht.

    Die Mutter hat das erfahren und darauf hin war dicke Luft. Nach mehreren Gesprächen ist das immer noch die gewünschte Regelung.

    Meine Freundin hat dann erst einmal im Internet recherchiert und findet dazu nichts konkretes. Nur über Regelungen, wenn das Kind auszieht und natürlich auch über grundsätzliche Unterhaltsregelungen. Aber nicht, wie es ist wenn das Kind noch zu Hause lebt und kein eigenes Geld verdient/schulpflichtig ist und in Abstimmung mit dem Vater von ihm keinen Unterhalt mehr will. Letzte Woche haben wir uns darüber unterhalten und deswegen hab ich mal hier reingefragt. :grinning_squinting_face:

    Was spricht dagegen, wenn die Tochter den Vater über ihr Taschengeld (oder anderes eigenes Geld) unterstützt, wenn sie ihm helfen will?

    Das Geld anderer ist schnell ausgegeben bzw die Zahlung abgelehnt. Aber wenn es dem Papa so schlecht geht und sie ihn unterstützen möchte, könnte sie es von ihrem eigenen Geld doch tun?

    Ja würde sie ja.

    Vorstellung wäre ja, dass sie ab 18 den Unterhalt vom Papa auf ihr persönliches Konto bekommt. Ohne, dass Mama involviert ist. Und dieses Geld zahlt sie komplett zurück. Also umständlich gedacht. Im Endeffekt würde gar keine Zahlung stattfinden. Und Papa hätte mehr Geld.

    Ich denke, es ist privat genug, mehr mag ich nicht schreiben. Meine Freundin fand die Idee nur gut, hier mal nachzufragen, da ja auch beruflich hier ganz ganz viel unterwegs ist.

    Ich denke, sie wird auf jeden Fall noch einmal das Gespräch mit der Tochter suchen und vielleicht mit dem Vater (obwohl das eher nicht klappen wird). Und das Jugendamt hatte sie gar nicht auf dem Schirm, da sie irgendwie nicht dran gedacht hat, dass die zuständig sind wenn die Tochter 18 ist. Da wird sie auf jeden Fall nachfragen.

    Wenn ich dran denke und es eine Lösung gibt, kann ich ja hier reinschreiben (wenn sie einverstanden ist).

    Arbeiten geht nicht, die wohnen in einem Dorf, indem Montag bis Freitag der Schulbus fährt. Ansonsten fährt da nix hin. Sie wollte mal arbeiten gehen, aber keine Chance was zu bekommen im möglichen Fahrradfahr-umkreis.

    Und sie verzichtet ja auch bzw. Würde auf Führerschein, Klassenfahrt, neue Klamotten etc. verzichten wenn Papa dann keinen Unterhalt zahlen muss.

    Grundsätzlich geht es mir auch nur um die Regelung, ob das Kind, nur weil es 18 ist, das Geld ablehnen kann um Papa einen Gefallen zu tun.

    Mal ganz realistisch betrachtet: natürlich reichen die rund 400 Euro "Anteil" der Mutter für Zimmer /Strom /anteilig Essen etc. aus. Für mehr eben auch nicht, also das Geld von Papa ist für den "Luxus".

    OK, danke euch. Ich gebe das mal weiter. Ich hatte gehofft, dass es da eine gesetzliche Regelung gibt, also z. B. Wenn das Kind noch zu Hause wohnt oder so.

    Meine Freundin ist ziemlich fertig, weil die Situation sie so mitnimmt. Sie verdient gut, aber ohne den Unterhalt hätte sie den Führerschein für die Tochter wohl nicht so einfach bezahlen können. Aber die Tochter hätte lieber darauf verzichtet, wenn Papa dadurch keinen Unterhalt hätte zahlen müssen. Papa zahlt nach Düsseldorfer Tabelle bzw. wurde das letztes Jahr erst neu berechnet vom Jugendamt.

    Die Tochter wohnt ja bei der Mutter. Von daher "braucht" sie persönlich das Geld vom Papa nicht. Ich finde es nur unfair der Mutter gegenüber. Mama zahlt ja Taschengeld, Wohnung, Busfahrkarte etc.

    Aber genau das ist doch der Trugschluss.

    Wenn das Geld von Papa nicht mehr kommt, dann muss die Tochter es entweder aufbringen oder selbst entscheiden, an welchen Stellen sie es einspart oder wie sie das ausgleicht. Sie will ja auf das Geld verzichten, dann muss sie auch darauf verzichten, die Dinge zu haben, die von diesem Geld bezahlt werden. Oder eben das Geld anderweitig aufbringen.

    Oder hatte die Tochter bisher das Geld vom Vater zur freien Verfügung?

    Sie ist ja der Meinung, dass sie das Geld vom Vater nicht braucht. Die Mama verdient ja genug und ihre Hälfte vom Unterhalt reicht ja. Papa verdient nicht so viel, also muss er nichts mehr zahlen. So ist Ihre Sichtweise. Sehr emotional geprägt.

    Mit dem Kind wurde nun abgesprochen /das Kind überredet, dass es ab dem 18. Lebensjahr keinen Unterhalt mehr bekommt/verlangt.

    Bei "überredet" kann ich nicht erkennen, dass das Kind davon wirklich überzeugt ist. Und dann gibt es ja noch ein zweites Elternteil, das die Dinge vielleicht anders sieht.

    Genau darum geht es mir bei der Frage. Kann man als Elternteil da was machen? Der Anspruch ist ja gegenüber dem Kind. Da ist das Elternteil doch raus?

    Ich kann es ja mal klarer schreiben:


    Tochter wohnt bei der Mutter, hat aber ein sehr gutes Verhältnis zum Vater, Tochter und Vater fahren auch mal in den Urlaub etc. Man telefoniert regelmäßig. Die Tochter ist in der 11. Klasse, geht also noch 2 Jahre zur Schule. Der Vater hat aber der Tochter nun gesagt, dass der Unterhalt echt hoch ist, er sich kaum noch was leisten kann usw. Die Tochter sieht das auch so, also dass der Vater sehr arm dran ist und das Geld auch selbst gebrauchen könnte. Wenn sie demnächst 18 wird, will sie dann also auf den Unterhalt des Vaters verzichten. Sie wohnt aber weiterhin und noch die nächsten zwei Jahre ganz normal bei der Mutter. Die Mutter ist damit nicht einverstanden und möchte, dass der Vater weiter Unterhalt zahlt, die Tochter blockt aber sofort ab und meint, dass es ihre Entscheidung wäre, da sie ja 18 ist.