Es heißt übrigens nicht Handikap, Handycap oder Handicap sondern behinderter Mensch/Mensch mit Behinderung.
Mich ärgert es, dass man überhaupt angeben muss dass man körperlich eingeschränkt ist.
Oh doch, das ist ein wichtiger Faktor!
Genauso wichtig bzw. unwichtig wie jeder andere Faktor, der irgendeine Ressource vom Mensch klaut. Zeit wegen Arbeit, Nerven wegen Baby, Krank wegen Kind bringt Krippe heim, Geld weil Auto kaputt, Gesundheit weil Autounfall, Energie weil Burnout...
Ich finde es sehr schwierig zu urteilen, ob man wirklich wegen der Gehbehinderung abgelehnt wird, oder ob man dies aus emotionalen Gründen so auffasst.
Es wurde doch schon mehrfach geschrieben, dass genau die Begründung zur Ablehnung mitgeteilt wurde! Das hat absolut nichts mit emotionalen Gründen zu tun. Weißt du überhaupt, wie viel Diskriminierung behinderte Menschen ausgesetzt sind? Das denkt sich niemand aus:
Mir wurde jedoch bereits äfter am Telefon gesagt, dass über 60 schon ein kritisches Alter wäre und gehbehindert, das geht gar nicht.
Wenn ich das so den Tierschützern erkläre, was glaubt ihr, was ich da schon gehört habe? : Soll der Hund auf dem Rollstuhl fahren? Soll der Hund den Rollstuhl ziehen?
Das sind pauschale Vorurteile und Diskriminierung.
(man könnte ja auch mit normalen Rolli hin, wenn es erstmal nur um ein kennenlernen des Hundes geht) und mir dann noch erzählt, dass der Partner quasi keinen Bock auf den Hund hat und nicht bereit ist auch mal damit zu gehen.
Vielleicht will Huskey direkt mit dem Outdoor-Rollstuhl hin, damit wie so oft die Menschen im Tierheim nicht denken "Nein, Sie können sich mit dem Rollstuhl kaum bewegen, so können Sie kein Gassi gehen".
Ich wäre auch sauer, wenn ich keinen Hund bekomme, obwohl ich einen Hund will, Partner aber nicht. Partner*innen müssen nicht unbedingt etwas damit zu tun haben. Menschen können andere Netzwerke haben, es gibt Tiertaxi etc.
Wie heftig die Diskussion wäre, hätte hier User geschrieben ich bekomme keinen Hund weil ich eine Frau bin. Sexismus, Misogynie, Patriarchat. Alle wären empört. Hier wird sogar die Story hinterfragt und Diskriminierung abgesprochen 
Geht aber wie schon erwähnt vielen so … weil alleinstehend, berufstätig, kein eigenes Haus mit Garten oder oder oder. Manche Tierheime/Orgas haben einfach extrem hohe Anforderungen …
Mit dem Unterschied, dass für behinderte Menschen zu diesen geläufigen Gründen noch die Behinderung zusätzlich als eventueller Ablehnen Grund dazu kommt, was die Suche wirklich erschwert.
Mag sein, dass du auch andere Kaliber händeln könntest und z.B. mit nem leinepöbelnden 40-Kilo-Geschoss, das bei jeder Menschensichtung steil geht, oder mit einem super unsicheren Hund oder mit einer absoluten Jagdsau oder mit einem Hochleistungssportler wunderbar zurecht kommen würdest, ja. Das kann und will ich nicht beurteilen, weil mir da einfach die Erfahrung fehlt.
Nach der Logik darfst du niemandem einen Hund vermitteln, weil das jeder behaupten könnte. Wieso glaubst du es einer anderen Person, die nicht behindert ist, hier aber nicht? Außerdem wird explizit ein kleinerer netter Hund gesucht.
Ich weiß von mehreren Menschen mit Rollstuhl und Hund. Darunter auch eine Hundetrainerin. Geht alles, wenn Hund und Mensch zusammenpassen, wie bei allen anderen auch