Ich gebe zu, ich verstehe die Quadranten theoretisch, kann damit aber in der Praxis als Hundehalter-Anfänger nicht wirklich arbeiten.
Konzeptionell habe ich das bei mit eher sprachdidaktisch ausgeprägt: Also versucht, eine Übersetzungslogik Hundesprache:Menschensprache zu etablieren. Und wie erkläre ich Hund, was ich will: alles belohnen, was ich gut finde; und wenn ich was nicht gut finde: unterbrechen und umlenken. Und das dann sukzessive mit Worten hinterlegen (Kommandos). Eine Unterbrechung oder Korrektur ist nmV grundsätzlich aversiv, weil ich Hund ja signalisiere "was du grade tust, will ich nicht" und das dann irgendwie durchsetze.
Ich fand die Welpenzeit deshalb super anstrengend, weil ja diese Kommunikationsebene erst etabliert werden musste. Dafür bin ich echt zufrieden, wie es bisher mit Junghund läuft. Ob eine Handlung jetzt in Quadrant 1, 2, 3 oder 4 fällt, wüsste ich oft gar nicht bzw. geht ineinander über. So kommt bei mir nach Abbruchsignal (Hund soll stoppen, was er grade macht) idR sofort ein Folgekommando ("mach stattdessen xy").
Bewusst aufgebaut habe ich das nie, hat sich so ergeben.Ist ggf sogar falsch, weil hier ggf. Verhalten vermischt wird. Wobei mein bisheriger Eindruck ist, dass es funktioniert, weil Hund keine Zeit hat, zu überlegen,ob er den Abbruch ggf. ignoriert. Und eine Belohnung gibt's im Zweifel ja für das Folgekommando ...