Beiträge von MelIi

    Ich gebe zu, ich verstehe die Quadranten theoretisch, kann damit aber in der Praxis als Hundehalter-Anfänger nicht wirklich arbeiten.

    Konzeptionell habe ich das bei mit eher sprachdidaktisch ausgeprägt: Also versucht, eine Übersetzungslogik Hundesprache:Menschensprache zu etablieren. Und wie erkläre ich Hund, was ich will: alles belohnen, was ich gut finde; und wenn ich was nicht gut finde: unterbrechen und umlenken. Und das dann sukzessive mit Worten hinterlegen (Kommandos). Eine Unterbrechung oder Korrektur ist nmV grundsätzlich aversiv, weil ich Hund ja signalisiere "was du grade tust, will ich nicht" und das dann irgendwie durchsetze.

    Ich fand die Welpenzeit deshalb super anstrengend, weil ja diese Kommunikationsebene erst etabliert werden musste. Dafür bin ich echt zufrieden, wie es bisher mit Junghund läuft. Ob eine Handlung jetzt in Quadrant 1, 2, 3 oder 4 fällt, wüsste ich oft gar nicht bzw. geht ineinander über. So kommt bei mir nach Abbruchsignal (Hund soll stoppen, was er grade macht) idR sofort ein Folgekommando ("mach stattdessen xy").

    Bewusst aufgebaut habe ich das nie, hat sich so ergeben.Ist ggf sogar falsch, weil hier ggf. Verhalten vermischt wird. Wobei mein bisheriger Eindruck ist, dass es funktioniert, weil Hund keine Zeit hat, zu überlegen,ob er den Abbruch ggf. ignoriert. Und eine Belohnung gibt's im Zweifel ja für das Folgekommando ...

    Vielleicht zum Vergleich, da größentechnisch ähnlich: Meine Plüschi ist ca. 2 Monate älter als Deiner, aber wir haben das Gassigehen ab dem 4. Monaten laufend, aber langsam erhöht. Mit 4-5 Monate waren es so ca. 2x 2 km pro Tag, und wochenends auch schon mal 4-5 km mit längeren Pausen. Der Zeitansatz dafür bestimmt der Hund, kann also schon mal 90 Min fùr 2 km sein, wenn viel geschnüffelt und beobachtet wird (wir gehen meist an 10-15 m Schlepp, je nachdem ob Mann oder ich gehen). Wochends gibts Freilauf in geeignetem Gebiet (jwd) mit einer befreundeten Hündin - wie Du habe ich gern eine Absicherung für den Rückruf, und da hilft eine "gehorsame" Begleitung ungemein.

    Jetzt, mit rd.9 Monaten, gehen wir eher so 8-10 km pro Tag (verteilt auf 2-3 Runden) - wir haben heute z.B für 6 km 3h gebraucht.

    Plüschi ist auch ein Obst- und Rübensammler, sie findet auch jetzt noch immer essbares Fallobst. Das darf sie auch, ich nutze das immer als "Aus"-Training, heißt auf Kommando ausspucken, ich inspiziere und sie bekommt es im Gutfall zurück (im Schlechtfall gibts Ersatzgoodie, z.B. wenn sie eine Maus gefangen/gekillt hat und ich nicht will, dass sie die frißt). Durchfallprobleme hatten wir da bisher eher selten, wobei sie auch manchmal schneller etwas frisst, als ich es registriere (Stichwort "frischer Pferdemist").

    Habe grade eine große Gassirunde (Geld/Wald/Wiese) durch.

    Geböller gab's durchgängig nur aus der Ferne, also bisher hier keine Probleme. Weit genug weg interessiert das Plüschi null.

    Jetzt pennt sie, die 2. Runde plane ich am späteren Nachmittag, in der Hoffnung, dass hier lokal keiner vor den späteren Abendstunden loslegt. Und dann schauen wir mal. Medis habe ich keine, nur Höhlen/Decken, Mega-Snacks & einen musikalischen Beschallungsplan für's Wohnzimmer, wo wir den Abend mit Leckereien verbringen wollen.

    Über meine Katzenomi mache ich mir keine Gedanken, sie hat Silvester bisher immer locker weggesteckt. Ich hatte tatsächlich auch mal 2 Kater, die das Feuerwerkspektakel fasziniert von der Fensterbank begutachteten (leider beide jetzt schon auf der anderen Seite der RBB).

    Ich hatte auch für Plüschi anfangs einen Welpenauslauf - und ich hatte anfangs feste Ruhezeiten eingeführt, wg Home Office notgedrungen. Da war einfach Pause angesagt für 2-3 h. Danach Garten/Lösen und Welpine machen lassen. Ich habe anfangs kaum etwas echt trainiert, nur alles gelobt (mit Snacks oder verbal), was ich gut fand. Sitz & Platz hat Plüschi von selbst angeboten, das wurde dann verstärkt. Gassi gegangen sind wir die ersten 2 Wochen auch nicht, aber war halt Frühsommer, da konnten wir einfach zusammen im Garten abhängen.

    Mein Mann hatte auch anfangs Puppy Blues, auch wenn er rational wusste, dass das ein Hundbaby ist, fand er die Realität schwierig

    Ich auch, aber Plüschi hatte sich die Welt ja nicht ausgesucht, daher hatte ich etwas wenig Schlaf, aber direkten Anreiz für feste Tagesstrukturen, die dann halt mal im Kalender als 2h-Puppy Playtime nach Tel.konferenz standen, oder so

    Mit rd 4 Monaten (und Welpengruppe, wo Trainingsaufbau gelernt würde) war die Grundkommunikation gelegt und alles einfacher. Also rd 2 Monate durchhalten 😉

    Beim Nachmittagsgassi gab es eine zischende Rakete und einen Böller im Dorf, ungefähr 1km Luftlinie. Plüschi hat auf die Rakete gar nicht reagiert, beim Böller hat sie zusammengezuckt und mich zur Orientierung angeschaut. Gab eine verbales "alles in Ordnung" und 'nen Keks. Damit war das als Einzelgeräusch durch, mehr geknallt wurde heute noch nicht.

    Wir "üben" schon mal Geräuschkulisse im Haus; wenn Plüschi bei Spacebattle Soundtracks pennen kann, bin ich vorsichtig optimistisch.

    Ich muss gerade mal Plüschi, aber auch meine Kazenomi loben - das scheint sich langsam einzuspielen. Sie können jetzt schon längere Zeit entspannt im gleichen Raum mit uns bleiben.

    Plüschi ist noch manchmal etwas aufdringlich am Anfang und möchte gern mit den weißen Fluffball spielen - nimmt sich aber schnell wieder zurück. Ich denke, sie lernt derzeit auch, die verschiedenen Vorwarnungen der Katzen richtig zu interpretieren.

    Ist halt eine kluges Plüschi 🥰

    Ich hab mich als Kind fürchterlich gefürchtet vor der ganzen Knallerei und meine Eltern haben selbst auch nie was gezündet. Wir hatten Bleigießen und Wunderkerzen, um Mitternacht haben meine Eltern das Geknalle angesehen, ich hab mich versteckt.

    Genau so war's bei mir - ich konnte laute Geräusche noch nie ab. Galt auch für die Düsenjets, die in den 70ern noch im Tiefflug über Wohngebiete knallen durften. Mann ist zwar auch ein Feuerwerk-Fan, verzichtet aber GsD auf eigene Knallerei.

    Für Plüschi wird's das erste Silvester, und Mann und ich haben diskutiert, was besser ist, irgendwo abgelegen in die Weinberge/den Wald oder zu Hause "verschanzen".

    Ich bin für zuhause einigeln; hat bei den Katzen auch funktioniert.

    Also alle in ein Zimmer, Rolläden runter, Licht und Musik an (einigermaßen laut) und ansonsten Snacks vom Feinsten.

    Ob's reicht, werden wir sehen. Bisher wird hier auch noch nicht geböllert, daher fehlt mir jegliche Indikation, wie Plüschi reagiert.

    Ich überlege ein Zweitgeschirr für Plüschi (wir haben bisher nur noch 2 Welpen/Jugendgeschirre, aus denen sie rausgewachsen ist); sie ist ja bald zielgroß mit ihren 9 Monaten.

    Wichtig wäre: Weich, eher breit, mit Halsschnallen (sie mag kein ÜberKopfZieh-Geschirr) - und Tractive-Tracker muss gut fixierbar sein.

    Sie trägt aktuell ein AnnyX Open Fun, aber mich würden Alternativen interessieren, falls wir mal was zum Wechseln brauchen. Kann hier jemand etwas empfehlen?

    PS: Frohe Weihnacht!