Alles anzeigenVielen Dank nochmal an alle, für eure Sichtweise zu dem Thema Euthanasie.
Der oben fett markierte Satz trifft es wahrscheinlich sehr gut
Vermutlich liegt es echt daran, dass dieses sehr emotionale Thema auch gerne ausgeschlachtet wird. Für Klicks oder Spenden. Und natürlich einfach wie auch schon erwähnt wurde, mehr Hunde, mehr auffällige Hunde.
Vielleicht mal ein andere Sichtweise auf das Thema. Ich frage mich tatsächlich, in wie weit die Änderung im Bereich der allgemeinen (Menschen-)Erziehung auch eine Rolle spielt. Ich finde, in der Kindererziehung hat sich die letzten 20 Jahre eine Menge getan was pädagogische Erkenntnisse betrifft und sicher auch richtig und gut so ist.
Rein vom Gefühl (!!!) würde ich sagen, dass aber damit auch eine Änderung in der Hundeerziehung einhergeht. Gerade im Bereich Familienhunde kommt es mir so vor, dass immer mehr Probleme entstehen, weil Menschen mehr auf die freie Entfaltung der Hunde setzen. Mir kommt es häufiger so vor, dass Menschen nicht mehr in der Lage sind sinnig und fair Grenzen zu setzen und auch zu kommunizieren. Ich spreche hier jetzt wirklich nicht von den Änderungen aus der früheren Hundeerziehung bis zum heutigen Stand. Das sind ja fundierte Erkenntnisse. Sondern ganz strikt davon, dass ich manchmal den Eindruck bekomme, dass Menschen nicht mehr in Konflikte gehen wollen/können und die Hunde somit ohne Grenzen und Führung aufwachsen.
Und bevor mir da jetzt jemand die Worte im Mund umdrehen möchte, ich will damit nicht sagen, dass wir uns damit mehr gefährliche Hunde mit schwerstverletzten Menschen und Tote heranerziehen. Aber das dadurch gefühlt einfach auch immer mehr Hunde mit Baustellen und Bissen durchs Leben gehen.
Ich hoffe es ist eindeutig, dass der Text sich dabei auf eine persönliche Empfindung und nicht auf Statistiken beruht. Darum auch gern die Frage in die Runde, ob es dazu Statistiken oder ähnliches gibt!!!
Da gehe ich echt zu 100% konform mit. Auch einfach als persönliche Empfindung.
In der Kindererziehung wird mittlerweile viel Wert gelegt auf freie Entscheidungen und die Kinder dabei nur begleiten, nicht mehr so viel vorgeben und in strenge Muster quetschen. Finde ich ganz klasse.
Aber das wird dann auf die Hunde übertragen, evtl. sogar noch extremer, die wachsen ohne Regeln und Grenzen auf und drehen in der Pubertät dann frei, ohne Halt. Da muss der Mensch es dann nur wagen den Hund (der noch nie ein Nein gehört hat) im falschen Moment anzufassen und zack, gebissen. (Sicher ist das auch nochmal Rassen- und Charakterabhängig)
Viele Hunde tragen gerne Konflikte aus und setzen sich intensiv mit ihrem Gegenüber auseinander, dadurch wissen sie sich einzuordnen. Viele Menschen habe ich das Gefühl, meiden gerne alles was auch nur annährend in diese Richtung geht oder einen längeren Atem erfordert.