Beiträge von Rosenrot

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    Besser oder schlechter muß wohl jeder für sich entscheiden.
    Der eine findet die Schlepp besser, der andere die Flex. Sind dann HH die ihre Hunde an der Flex führen schlechtere als die, die ihre Hunde an der Schlepp führen?



    Wenn du mich so fragst: JA!!


    Ach je, nun ist jeder, der es wagt, eine Flexi zu benutzen, ein schlechter Hundehalter...Ganz großes Kino! :roll: :headbash:


    Es soll ja Bundesländer geben, da herrscht in der Brut-und Setzzeit über mehrere Monate absolute Leinenpflicht. Da bleibt dann nur die Führleine oder die Flexi - Schleppleine zählt nämlich nicht, wenn sie auf dem Boden schleift. Blöd, wenn man dann auch noch ländlicher wohnt und es keine eingezäunten Freilaufflächen gibt. Da ist guter Rat teuer!


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    Schleppleine ist besser als Flexi!
    Begründung: An der Flexi lernt der Hund nicht locker an der Lein laufen weil sie immer auf "Spannung" steht oder habt ihr schon mal eine Flexi durchhängen sehen? :???:

    [/quote]


    Gerne angeführtes Argument und doch Unsinn - denn 1. wiegt eine event.nasse, am Boden schleifende 15m Schleppleine mehr als nur ein paar Gramm (also muss Hund Kraft aufwenden, um vorwärts zu kommen) und 2. kann eine Flexi sehr wohl durchhängen, denn sie lässt sich feststellen ;).


    P.S.: Hier in den Wäldern herrscht ebenfalls Leinenpflicht. Und besonders in fremden Waldgebieten gehe ich mit einer Sichtjägerin, die sonst sehr viel frei läuft, kein Risiko ein - da kommt die 8m-Gurt-Flexi dran.

    Das ist wohl der Horror für einen Hundehalter schlechthin...ein Glück, dass es gut ausgegangen ist!


    Meine Hündin ist vor einiger Zeit in blinder Panik vor einem Heissluftballon geflüchtet - in vollem Sprint, querfeldein, ohne überhaupt noch auf ihre Umwelt zu achten. Ich hatte sie dank aufmerksamer Autofahrer mit Hundeerfahrung nach etwas 20 Min. zurück - aber in der kurzen Zeit hatte ich echt alle möglichen Horrorvorstellungen von Unfällen im Kopf. Madame ist nämlich Richtung Zuhause gerannt und der Weg umfasst eine recht viel befahrene Landstrasse und eine verkehrsreiche und schlecht überschaubare Straße in Richtung Ortsmitte (mit irre viel Durchgangsverkehr). Sie hatte echtes Glück, dass sie ihre wilde Flucht unbeschadet überstanden hat. Und ich habe mich wirklich xmal bei denen bedankt, die nicht weggesehen und den panisch umherirrenden Hund von der Straße gesammelt haben. Der rest ging dann dank Adressanhänger mit Telefonnr. am Hundehalsband schnell.

    Ich weiss nicht, ob ich das Video witzig finden kann - die Nummer hätte nämlich ganz böse ins Auge gehen können (für Tier und/oder Mensch).
    Meine Hündin ist vor einiger Zeit in blinder Panik vor einem Heissluftballon, der hinter einem Hügel auftauchte und sehr dicht über dem Boden schwebte, geflüchtet. Da war Rufen vollkommen zwecklos, an Hinterherlaufen gar nicht zu denken. Die 20 Min. bis ich sie wieder hatte (dank aufmerksamer Autofahrer mit Hundeerfahrung und Adressanhänger am Hundehalsband), waren schlimm - ich hatte ständig entweder einen platt gefahrenen Hund oder ein Auto im Graben/am nächsten Baum (nach möglichem Ausweichmanöver) vor meinem geistigen Auge.
    Mag gut sein, das ich, als ich noch versucht habe hinterher zu komen und Madame zu mir zu rufen, ein ähnlich blödes Bild abgegeben habe (Zuschauer gab es jedenfalls). Nur war mir so gar nicht zum Lachen zumute.



    Was die Gänse betrifft - ich wäre wohl ausgewichen. Allerdings finde ich es jetzt auch nicht so dramatisch, wenn jemand das nicht tut.
    Ein absolutes No-Go ist für mich allerdings, den eigenen Hund bewusst oder aus grober Fahrlässigkeit in eine Gruppe Tiere (ob nun Rehe, Vögel, Kühe oder Schafe etc.) rennen zu lassen.


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    Tschuldigung, aber ich kann dir nur von dieser Mischung abraten.


    Null Frustrationstoleranz und starke Tendenzen zu Zwangsstörungen.


    Wie ich solche Verallgemeinerungen doch liebe... :roll:


    Nun ja, wenn sich auf alle Unkenrufe von damals bewahrheitet hätten, dann müsste meine Hündin (mittlerweile 5 Jahre alt) ein 24-Std.-Dauerbespassungshund mit "dominant-aggressiven" (was auch immer das genau ist) Tendenzen sein, der Autos jagt und auf alles, was sich bewegt, anspringt.
    Ich will nicht leugnen, dass Madame gelegentlich eine Macke hat, aber da spielen weder Zwangsstörungen noch nicht vorhandene Frustrationstoleranz eine Rolle.
    Nun steht mein Hund natürlich auch nicht für die Geamtheit aller BC/Labrador Mixe, aber genauso wenig sind die Mixe alle Gaga-Hunde.

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    So mal an alle die denken ich würde mich dem Hund aufdrängeln, das stimmt nicht, der Hund kommt mit spielzeug an und nicht ich.


    Logisch - der Hund hat nie gelernt, auch mal Ruhe zu halten und Nicht-Beschäftigung zu ertragen. Außerdem gilt das, was bereits geschrieben wurde - ein hund, der so unter Stress steht, kommt nicht mal eben von allein runter, weil er einen Tag lang keine Action bekommt.


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    So und der hund ist ein jagdhund und er hat die energie.


    Der Hund hat die Energie, weil sie ihm antrainiert wurde. Kein Hund braucht Rund-um-die-Uhr-Bespassung und für Arbeitsrassen wird diese Dauerbeschäftigung eine regelrechte Droge. Je mehr Beschäftigung der Hund bekommt, desto mehr wird er einfordern. Das ist ein Teufelskreis.


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    so und lassen wir ihn links liegen und entspannen frisst er nicht, das ist das problem.


    Wie lange hält er das durch? Freiwillig verhungern wird er eher nicht.


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    und ich habe das gefühl, das er sich dann ausgegrenzt fühlt, weil auf die couch darf er nicht, das will ich nicht.


    Das ist eine sehr menschliche Sichtweise - verständlich (kennen wir wohl alle), aber im Moment wenig hilfreich bei der Lösung des Problems.



    Alles, was Chris geschrieben hat, kann ich nur dick und fett unterschreiben.
    Und ich sehe absolut keinen Vorwurf darin!

    Leila ist jetzt 5 Jahre alt, sie lebt ihre "Scheinmutterschaft" (denn bei ihr ist es genau das) nach jeder Läufigkeit zum Zeitpunkt des "Geburtstermins" (wenn sie denn gedeckt worden wäre) aus. Sie bietet dabei das volle Programm - Nestbau, Gegenstände als Welpenersatz herumschleppen, Jaulen und Fiepsen, Verweigerung von Futter, geschwollenes Gesäuge mit Milch. Außerdem ist sie in der Zeit extrem anhänglich, sucht Körperkontakt.
    Ich nehme ihr lediglich den Welpenersatz ab und verhindere, dass sie beim Nestbau Löcher ins Sofa gräbt ;). Ansonsten muss sie eigentlich so durch die Phase durch - es sind nur ein paar Tage, dann verhält sie sich wieder normal. Die Milchbildung geht bei ihr von selbst zurück (bislang ohne Probleme).
    Kastration war deshalb nie ein Thema und das bleibt auch so (zumindest solange es keine medizinische Indikation wie eine Pyometra gibt).
    Ich persönlich sehe eine Scheinschwangerschaft/-mutterschaft wie oben beschrieben nicht so als großes Problem mit Leidensdruck für die Hündin. Denn dann würde es sich ja genauso mit der Läufigkeit selbst verhalten, wo ich als Hundehalter in der heißen Phase der Hündin einschreiten muss, um Sexualkontakte mit Rüden zu verhindern. Auch da "leidet" die Hündin ja (meine zumindest ;)).
    Und ähnlich ist es beim unkastrierten Rüden, der mit Unruhe, Gejaule und Futterverweigerung reagiert, wenn Nachbars Hündin heiß ist. Der muss letztlich meistens auch damit klarkommen, dass die Hormone verrückt spielen.

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    @ Bio, da muss ich Dir recht geben. Weil ich möchte auch nicht irgendwann wegen dem Jagdtrieb unseres Hundes ins Falsche Licht gerückt werden, es ist sowiso schade,dass jetzt viele Hunde als Negativ hingestellt werden. Aber DIESER Hund kann bei mir keinerlei Sympathie gewinnen, und ich hoffe er wird auch ein einzelfall bleiben


    Hier geht es doch gar nicht um Sympathien oder die Frage, ob dieser Hund nun böse ist (kann ein Tier eigentlich nicht sein, denn dann müsste es in der Lage sein, mit Berechnung und planend zu handeln). Der entscheidende Punkt bei dem Stern-TV-Beitrag ist doch, dass ein Hundetrainer, der als kompetenter Profi dem Publikum präsentiert wird, es nicht schafft, den Nicht-Hundehaltern zu vermitteln, dass jagende Hunde nicht automatisch unberechenbare Killerbestien mit Gier auf Menschblut sind! Alles was der Trainer da zu sagen hat, klingt für mich nach hilflosem Gestammel. Und das ist der Knackpunkt! Da braucht sich keiner wundern, wenn Menschen die Strassenseite wechseln, weil man einen Hund an der Leine hat, der größer als ein Meershweinchen ist, oder wenn Hundehass sich im Auslegen von Giftködern manifestiert. Da ist es nicht erstaunlich, wenn es immer mehr Gesetze und Beschränkungen gibt (irgendwann darf dann vielleicht jeder Hund nur noch mit Maulkorb und an der 1m-Leine vor die Tür). Wie soll ein Nicht-Hundehalter, ein Laie begreifen, dass Hunde nicht zwangsläufig eine lebensbedrohliche Gefahr darstellen, wenn einem Hundeprofi die Worte fehlen?

    Ich verstehe auch nicht, weshalb erwachsene Menschen nicht in der Lage sind, ein vernünftiges Gespräch zu suchen und stattdessen gleich zu Behörden laufen, um etwas zu regeln, was nun wirklich eher unter "dumm gelaufen" fällt. Warum müssen Hundehalter, die es eh schon nicht immer leicht haben in dieser Gesellschaft, sich eigentlich immer gleich gegenseitig an die Karre fahren?
    Ich wäre ziemlich angesäuert, wenn mir das Ordnungsamt auf den Hals gehetzt würde, nachdem ohne weiteres Gespräch eine Tierarztrechnung im Briefkasten gelandet ist.


    Natürlich ist es nie schön, wenn es zwischen Hunden knallt, aber das kann eben leider mal passieren. Und wir reden hier nicht von einer wilden Beisserei.

    Aufpassen heisst ja aber nicht, den Hund pausenlos an der Leine zu lassen.
    Meine Hündin läuft in übersichtlichen Gebieten auch in den Stehtagen frei - und wir hatten in 5 Jahren nie eine brenzlige Situation mit Rüden (nur mit einem pöbelnden Rüdenhalter, der der Meinung war, läufige Hündinnen dürfen nicht da lang gehen, wo er mit Hund spazieren geht :headbash: ).
    Ich denke, es ist an Verhalten und Hündin und der Blutung selbst ganz gut zu erkennen, wann die "heiße Phase" ist. Allerdings kann es da hilfreich sein, schon mehr als eine Läufigkeit beobachtet zu haben.