Guten Tag,
Lange Zeit schrieb ich hier nichts mehr, da wir eine Trainerin hatten und eigentlich auch alles super lief. Die Trainerin kostete uns 80€/h weshalb wir ua. nun nicht mehr haben. Leider fand ich heraus, dass ihr Training - nunja, nicht mehr ganz Zeitgemäß ist. Das Kommando "Fuß" erlernte er durchs zupfen an einer speziellen Leine (Sie wird um den Hals gelegt). Den Rückruf erlernte er durch ein zupfen an der Flexileine (Anfangs war ich verwirrt, funktionierte tatsächlich aber) Dann kam es dazu, dass er korrigiert wurde (Sie wollte ein bestimmtes Alter abwarten) das Korrigieren war wie folgend: Hund hörte nicht auf den Rückruf = Auf ihn zu laufen - emotionslos und mit einem Taschentuchpaket abwerfen. Naja, irgendwie habe ich nun die Befürchtung, dass dies mehr für Unstabilität sorgte und er nun mehr "Angst" oder "Unsicherheit" zeigt. Natürlich "kann" das alles auch damit zusammenhängen, dass er im Feb. erst 2 Jahre jung wird und jetzt wahrscheinlich seine 2nd Pubertät durchlebt aber deshalb wende ich mich mal an euch. Ihr könnt ruhig ehrlich sein und mit mir schimpfen, lieber ehrliche und fachkundige Kritik, als weiterhin Fehler (Falls es welche waren) bei der Erziehung.
Hund: Mittelspitz (Größer als man denkt war als Welpe schon 5x so groß wie seine Geschwister), 2 Jahre jung und ein unkastrierter Rüde.
Nun erstmal zu den gröbsten Problemen.
Problem A - Türklingel
Wenn jemand klingelt oder auch nur durch den Hausflur geht, dann dreht er meist vollkommen durch. Meistens bellt er sehr laut und ist wie von einer Tarantel gestochen und manchmal (Wenn Leute durch den Flur gehen) bellt er nur "leicht" also eher son kleines Grummeln - was auch vollkommen okay für mich ist. Für mich wirkt es aber, dass er komplett unter Stress ist, wenn jemand klingelt. Er wirkt wirklich panisch und fährt hoch. Leider weiß ich nicht, wie ich das in den Griff bekomme. Die Trainerin empfahl aus damals ein Halsband, was vibriert und dann piept, wenn er bellt aber das wirkt für mich eher wie Bekämpfung des Problems um jeden Preis, statt harmonische Erziehung.
Problem B - Unkontrolliertes Verhalten (Manche würden sagen aggressiv aber ich empfinde es eher als Schutz?)
Dieses Problem ist seit neuem erst vorhanden. Früher war es eher bei Kleinkindern, wenn sie ihn ungefragt anfassen wollten aber mittlerweile ist es fast bei jeder Person. Wenn ich rausgehe und jemand geht an mir vorbei: Aggressives bellen und auch knurren und er zieht zu der Person hin. Es wirkt praktisch so, als würde er mich beschützen MÜSSEN. Cap, Mützen oder Burkas/Kopftücher, mag er überhaupt nicht. Weihnachten hatten wir das Problem, dass die Oma meiner Frau zu Besuch war. Sie liebt ihn aber sieht ihn nicht so oft, da er nicht ins Pflegeheim darf. Bedeutet also, dass er sie vor ca. 1 Jahr das letzte Mal gesehen hat. Sie saß da und er fing sofort an sein Verhalten zu zeigen. Sie hielt langsam die Hand hin und er schnuppert erst dran, dann steht er da wie "versteinert" und sobald sich die Blicke treffen, schnappt er nach der Hand und bellt/knurrt. Er beißt aber nicht in die Hand oder zwickt. Er macht es genau so, dass der Abstand passt und nur signalisieren möchte, dass er das aktuell nicht so toll findet und "spricht" eine Warnung aus. Dieses Verhalten hat er aber erst seit ca. 4 Monaten.
Problem C - Das altbekannte Problem - Leinenführung
Das ist eines der kleinsten Probleme, sag ich mal. Er zieht schon recht stark, besonders dann, wenn er schnüffeln möchte oder an einer bestimmten Stelle lecken möchte. Er zieht so stark, dass wenn man nicht aufpassen würde, man sehr schnell auf dem Boden landet. Ich hab das bisher immer so gehandhabt, dass ich stehen blieb, sobald die Leine auf Spannung war und weiterging, wenn er sich umdrehte und einreihte. Leider scheint dies aber zu keinem großen Erfolg zu führen. Er weiß nun, dass er nicht ziehen soll, macht es nach der Einreihung aber trotzdem. Für mich ist das dann eher "Hund denkt ich bin ein Schlitten, den er ziehen muss" statt "Entspannte Gassi-Runde"
Erstmal viel Text und hoffentlich könnt ihr mir dabei Helfen, dass unser Hund Ruhe findet. Für mich wirkt es nämlich so, als wüsste er zwar was Ruhe ist aber sein Nervensystem ist 24/7 online. Gerne dürft ihr Dinge kritisieren, sofern ihr dabei sachlich bleibt ist Kritik gerne gesehen 